KAMPAGNE "EIN NETZ FÜR BAHNPENDLER": DAS SAGEN POLITIKER - TEIL 16

"Nur geringer Teil der Fahrgäste ist bereit, für WLAN im Zug zu zahlen"

+
Marcel Huber (59) stammt aus Mühldorf am Inn. Der promovierte Tierarzt ist seit 2005 Mitglied des bayerischen Landtages, leitet seit 2014 die bayerische Staatskanzlei und ist Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Sonderaufgaben.
  • schließen

Wie wichtig ist mobiles Internet im Zug an Pendlerstrecken wie der von München nach Salzburg? Wir haben Bundes- und Landtagsabgeordnete der Region nach ihrer Meinung dazu gefragt. Heute: MdL Dr. Marcel Huber (CSU).

Wer auf Bahnstrecken der Region im Zug unterwegs ist, fährt oft netzlos. Auf dem Handy Neuigkeiten checken, die Zeit zum Arbeiten nutzen oder in der Firma Bescheid geben, dass der Zug verspätet ist? Kaum möglich. Bahnbetreiber nervt das Problem, den Service nur unter erschwerten Bedingungen anbieten zu können. Mobilfunkanbieter halten die Netzabdeckung entlang der Bahnstrecken allerdings für gut.

Die Situation ist verworren. Doch wie wichtig ist funktionierendes WLAN im Zug heutzutage? Und was können die Politiker der Region dabei bewegen? Wir haben nachgefragt.

Heute: Der CSU-Landtagsabgeordnete Marcel Huber

Weitere Informationen

"Wir leben in einer mehr und mehr vernetzten Welt mit einer rasanten digitalen und technischen Entwicklung. Auch die Bedürfnisse der Menschen entwickeln sich weiter: Es besteht der Wunsch, überall mobil und online zu sein. Dafür habe ich vollstes Verständnis.

Der Freistaat Bayern hat auf das Thema "mobiles Internet" reagiert und plant, bis Ende 2020 ein so genanntes BayernWLAN an 20.000 Hotspots kostenlos zur Verfügung zu stellen. Auch Unternehmen wie die Bahnen müssen auf neue Wünsche und Serviceanforderungen ihrer Kunden reagieren.

Ich begrüße deshalb alle Pläne und Projekte der Eisenbahnverkehrsunternehmen, eine verbesserte Internetnutzung im Zug zu ermöglichen, unter anderem durch WLAN. Mit dem Ausbau des Serviceangebotes steigt auch die Attraktivität des Verkehrsmittels.

Nach meinen Erkenntnissen ist allerdings nur ein geringer Teil der Fahrgäste bereit, etwas für WLAN im Zug zu bezahlen. Internet in einem fahrenden Zug zu gewährleisten, erfordert allerdings eine andere technische Ausstattung als beispielsweise ein Hotel. WLAN ist im Zug letztlich nur über die Mobilfunknetze mit erheblichen laufenden Kosten für den Datenverkehr möglich. Deshalb muss intensiv geprüft werden, ob die Unternehmen kostenlos WLAN zur Verfügung stellen und finanzieren können.

Hierzu laufen - auch von der Südostbayernbahn - bereits einige Pilotprojekte. Die Ergebnisse werden in die Entscheidungen über die Realisierbarkeit einfließen und bleiben abzuwarten. Alternativ zum Angebot von freiem WLAN kommt insbesondere auch die Installation von Repeatern in Betracht, die den Mobilfunkempfang für die Fahrgäste verbessern."

Kampagne "Ein Netz für Bahnpendler"

Wer mit dem Zug zwischen München und Salzburg unterwegs ist, braucht Geduld. Mobiles Internet gibt es entlang der Strecke nur selten. Selbst mit Telefonieren ist es schwierig.

Wir, die OVB24 GmbH mit ihren Nachrichtenportalen rosenheim24.de, chiemgau24.de, innsalzach24.de, BGLand24.de, wasserburg24.de und mangfall24.de, haben deshalb eine Kampagne gestartet. Wir wollen mit Unterstützung unserer Leser und gemeinsam mit Bahnbetreibern sowie Mobilfunkanbietern eine Lösung für die aktuelle Offline-Situation finden.

Aus diesem Grund haben wir auch die Facebook-Seite "Ein Netz für Bahnpendler" ins Leben gerufen. Auf dieser Facebook-Seite posten wir alle Artikel sowie aktuelle Entwicklungen zum Thema. Alle betroffenen Bahnpendler sind herzlich eingeladen, die Facebook-Seite zu liken!

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser