Umfrage zur Kampagne "Ein Netz für Bahnpendler"

Knapp drei Viertel hält mobiles Internet beim Zugfahren für wichtig

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Landkreis - Ohne die Funknetze zu bündeln, wäre nur auf zwei Dritteln der Bahnstrecken ausreichend starkes WLAN verfügbar. Doch wie viele Fahrgäste wünschen sich überhaupt mobiles Internet im Zug? Hier die Ergebnisse unserer Umfrage:

Braucht es mobiles Internet im Zug oder nicht? Die einen halten es heutzutage für Standard. Andere sind froh, wenn sie mal eine zeitlang offline sind. Mit der Kampagne "Ein Netz für Bahnpendler" versucht unsere Redaktion, alles Wissenswerte rund um das Thema herauszufinden. Daher haben wir eine Umfrage gemacht, ob es eine Verbindung ins weltweite Netz beim Zugfahren braucht.

Knapp die Hälfte der Teilnehmer - 46 Prozent - sagen, dass es unbedingt flächendeckend mobiles Internet entlang von Zugstrecken braucht. Nicht nur, um permanent erreichbar zu sein, sondern auch um Nachrichten zu lesen, E-Mails zu bearbeiten oder Videos anzuschauen.

Etwa ein Viertel der Teilnehmer gibt an, dass eine flächendeckend funktionierende Verbindung bei Zugfahrten schon wichtig wäre, um im Notfall erreichbar zu sein. Zum Beispiel bei der Arbeit oder zu Hause Bescheid sagen zu können, wenn der Zug verspätet ist und es mal wieder länger dauert.

Ungefähr ein Drittel - 30 Prozent - sind der Meinung, dass es mobiles Internet entlang der Pendlerstrecken nicht unbedingt braucht. Von Rosenheim nach München sind es zum Beispiel etwa dreißig Minuten Fahrt mit dem Zug. Das könne man auch mal ohne Handyempfang überstehen.

"Nehmt euch lieber mal ein gutes altes Buch zur Hand"

Auch auf unseren Facebook-Seiten ist intensiv und kontrovers über das Thema diskutiert worden. Manche sagen, dass es ganz klar mobiles Internet entlang der Strecken braucht. Auch um eben im Notfall erreichbar zu sein. Aber es gibt auch andere Kommentare.

"Muss das sein für die kurze Zeit? Damit ja jeder mit WhatsApp telefonieren kann", schreibt eine Nutzerin namens Susanne Mack. "Ich find es wirklich angenehm, dass es zwischen Grafing und Großkarolinenfeld keinen Empfang gibt. Nehmt euch lieber mal ein gutes altes Buch zur Hand."

Das sehen aber nicht alle so. "Kurze Zeit? Von Salzburg nach Rosenheim sitze ich über eine Stunde im Zug...", antwortet eine Nutzerin namens Jenny Puz. "Da wäre es toll, wenn man die zwei Stunden sinnvoll nützen könnte."

"Ich pendle ungefähr dir gleiche Zeit und verstehe deine Einstellung total. Ich denke es kommt auch einfach darauf an was man arbeitet etc und was man erledigen will", kommt es daraufhin von Susanne Mack. "Ich mach auch viel mit dem Laptop aber bei mir geht viel ohne Wlan und mit Büchern etc. Aber ich denke es würde auch das telefonieren unterstützen und das finde ich beim Arbeiten eher störend."

Weitere Informationen

"Ich fuhr letztens 5 Stunden im IC und der hat kein w-lan und ja ich hätte ein Buch dabei und nein ich wollte nicht die ganze Zeit lesen, ich hätte vl gern nen Film angeschaut, das geht nur im ICE und den hatte ich bei der Rückfahrt genutzt da aber nur 3 Stunden weil ich oft 2 mal umsteigen musste", schreibt eine Nutzerin namens Birgit Querida Dnarbellih. "Ich hatte mich wirklich über w-lan gefreut. Den Gegnern sei gesagt, Jeder Mensch relaxt auf andere Art und weise, wenn man alleine reist will man sich vl auch garnicht mit dem Nachbarn unterhalten und wenn man nicht allein reist quatscht man auch nicht 5 Stunden durch."

"Da kann man sich mit seinen Lieben verständigen"

Eine Nutzerin, die sich beim sozialen Netzwerk Gordana Mijatov nennt, spricht noch ein anderes Problem an: "Die DB App funktioniert nur online. Wenn man umsteigen muss, braucht man Info, hat der andere Zug Verspätung oder nicht."

"Bei den österreichischen Zügen (neuerer Bauart) schon Standard. Und hier steckt natürlich noch alles in den Kinderschuhen", merkt ein Nutzer namens Thomas Daxer an. "Aber wenn man sich allein den Breitbandausbau in Deutschland ansieht und was man teils für einen Mobilfunkvertrag bezahlen muss, wundert mich langsam nichts mehr..."

"Deutschland hinkt da echt hinten nach", kommentiert auch Nutzer Josè Clemens. "Es gibt richtig arme Länder, wo gratis WLAN in Zügen, Bahnhöfen, Flughäfen überhaupt gar kein Thema mehr ist."

Ein Nutzer namens Anian Pollinger: "Ich pendle täglich 1,5 std nach München und wieder zurück. Wlan im Zug fände ich in den 3 Stunden super. So hat man ja nur stabilen Empfang im Bahnhof Rosenheim..."

"Bei längerer Zugfahrt fänd ich 's ned schlecht, a b e r muss man immer am Smartphone hängen. Jeder glotzt in sei Handy, sehr seltsam", merkt einen Nutzerin namens Uschi Mayr an. 

"Ich fahr ne Stunde im Meridian und ich hab immer ein Buch dabei. Aber manchmal möchte man auch was anderes machen. Zum Beispiel checken, ob die S-Bahnen pünktlich fahren", antwortet eine Nutzerin namens Susanne Gi darauf.

"Es wäre ja schon nicht schlecht, wenn man wenigstens durchgehend Mobilfunknetz hätte", merkt eine Facebook-Nutzerin namens Christine Modes an. "Dann könnte man wenigstens in der Arbeit Bescheid geben, wenns mal wieder länger dauert."

Manch einer sieht es aber auch ganz pragmatisch und nutzt die Zugfahrt eher, um mal zu relaxen: "Brauchen wir nicht - wir schauen lieber zum Fenster raus und bewundern die Landschaft", schreibt Nutzer Josef Gensluckner.

Ein Nutzer namens Charlie Rieger sieht das ähnlich: "Und für Verspätungen oder Störungen wäre es auch ein Vorteil dann hat man zumindest immer Internet und kann sich mit seinen Lieben verständigen."

Kampagne "Ein Netz für Bahnpendler"

Wer mit dem Zug zwischen München und Salzburg unterwegs ist, braucht Geduld. Mobiles Internet gibt es entlang der Strecke nur selten. Selbst mit Telefonieren ist es schwierig.

Wir, die OVB24 GmbH mit ihren Nachrichtenportalen rosenheim24.de, chiemgau24.de, innsalzach24.de, BGLand24.de, wasserburg24.de und mangfall24.de, haben deshalb eine Kampagne gestartet. Wir wollen mit Unterstützung unserer Leser und gemeinsam mit Bahnbetreibern sowie Mobilfunkanbietern eine Lösung für die aktuelle Offline-Situation finden.

Aus diesem Grund haben wir auch die Facebook-Seite "Ein Netz für Bahnpendler" ins Leben gerufen. Auf dieser Facebook-Seite posten wir alle Artikel sowie aktuelle Entwicklungen zum Thema. Alle betroffenen Bahnpendler sind herzlich eingeladen, die Facebook-Seite zu liken!

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance/Andreas Arnol

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