Kampagne "Ein Netz für Bahnpendler"

Bundesregierung fordert kostenfreies WLAN auch in Regionalzügen, aber...

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WLAN im Regionalzug
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Landkreis - Fünf Punkte haben Bundesverkehrsministerium und Deutsche Bahn im vergangenen Jahr beschlossen, auch um WLAN in allen Zügen anbieten zu können. Ein Problem bleibt dabei allerdings.

Netzlos sind viele Strecken der Region beim Zugfahren. Doch wer kann wirklich etwas dagegen tun - außer den Mobilfunkbetreibern selbst? Denn die gehen das Thema oft aus ökonomischer Sicht an. 

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur als zuständige Behörde in der Bundesrepublik Deutschland hat gemeinsam mit dem Verband der Bahnindustrie in Deutschland dafür eine Fünf-Punkte-Strategie entwickelt.

"Mit unserer Fünf-Punkte-Strategie "Schiene Digital" schaffen wir die Voraussetzungen, dass die Eisenbahn nach Industrialisierung, Wirtschaftswunder und Deutscher Einheit auch das global-digitale Zeitalter prägt – und Deutschland Leitmarkt und Leitanbieter der Mobilität 4.0 wird", ist in dem vierseitigen Papier zu lesen.

Unterzeichnet ist das Schriftstück vom 22. Juni 2016 von Alexander Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Rüdiger Grube, bis Januar 2017 Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Bahn AG, und Volker Schenk, Präsident des Verbandes der Bahnindustrie in Deutschland.

Folgende fünf Punkte sind definiert:

  1. Wir investieren auf Rekordniveau in die Modernisierung und Digitalisierung der Schiene.
  2. Wir schaffen kostenfreien Internetzugang über WLAN in noch mehr Zügen und Bahnhöfen.
  3. Wir stärken Forschung und Entwicklung, datenbasierte Innovationen und die digitale Vernetzung.
  4. Wir steigern die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit des Schienenverkehrs durch zunehmende Automatisierung und Vernetzung.
  5. Wir machen das digitale Planen und Bauen zum Standard bei Schieneninfrastrukturprojekten.

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Vor allem Punkt 2 ist für netzlose Bahnfahrer interessant. "Die Bundesregierung hat mit den Versorgungsauflagen bei der Frequenzversteigerung 2015 - der sogenannten "Digitalen Dividende II" - die Telekommunikationsunternehmen verpflichtet, eine flächendeckende Anbindung aller ICE-Strecken an mobiles Breitband sicherzustellen", ist dort zu lesen. "Bis Ende des Jahres 2016 werden wir kostenfreien Internetzugang über WLAN in allen ICE-Zügen, auch in der 2. Klasse schaffen. Gemeinsam mit den Mobilfunknetzbetreibern wollen wir ferner dafür sorgen, dass Reisende und weitere Nutzer der Schiene überall und jederzeit Zugang zum mobilen Breitband haben."

WLAN-Versorgung auch im Regionalverkehr

In ICE-Zügen gibt es bereits WLAN. In Regionalbahnen ist das mobile Internet eher rar. Denn damit, dass Bundesministerium und Deutsche Bahn etwas beschließen, ist es noch nicht getan. "Der Ausbau des öffentlichen Mobilfunknetzes ist Aufgabe der Mobilfunk-Netzbetreiber. Mit der Vergabe der Mobilfunkfrequenzen im Jahr 2015 wurden den Mobilfunkunternehmen Ausbauverpflichtungen auferlegt", erklärt ein Sprecher des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.

"Die aktuell geltenden Versorgungsauflagen geben den Netzbetreibern bis zum 1. Januar 2020 nicht nur die Versorgung in besiedelten Bereichen - 98 Prozent der Haushalte -, sondern auch die vollständige Versorgung von ICE-Trassen und Bundesautobahnen auf." Folglich sind Bahnanbieter in diesem Punkt von Mobilfunkunternehmen abhängig.

Für den Regional- und Nahverkehr hingegen seien die Länder zuständig. Nachdem die sogenannten Regionalisierungsmittel in der vergangenen Legislaturperiode erhöht worden sind, werden diese nun von 8,3 Milliarden Euro in diesem Jahr bis 2031 jährlich um 1,8 Prozent steigen.

Damit sei sichergestellt, dass die Länder einen flächendeckenden, guten öffentlichen Nahverkehr anbieten können. Bei den Aus­schreibungen für den Regionalverkehr sind kostenlose WLAN-Versorgung in den Zügen zu berücksichtigen.

Kampagne: "Ein Netz für Bahnpendler"

Wer mit dem Zug zwischen Salzburg und München unterwegs ist, braucht Geduld. Mobiles Internet gibt es entlang der Strecke nur selten. Selbst mit Telefonieren ist es schwierig.

Wir, die OVB24 GmbH mit ihren Nachrichtenportalen rosenheim24.de, chiemgau24.de, innsalzach24.de, BGLand24.de, wasserburg24.de und mangfall24.de, starten deshalb eine Kampagne. Wir wollen mit Unterstützung unserer Leser und gemeinsam mit Bahnbetreibern sowie Mobilfunkanbietern eine Lösung für die aktuelle Offline-Situation finden.

Aus diesem Grund haben wir auch die Facebook-Seite "Ein Netz für Bahnpendler" ins Leben gerufen. Auf dieser Facebook-Seite posten wir alle Artikel sowie die aktuellen Entwicklungen zum Thema. Alle betroffenen Bahnpendler sind herzlich eingeladen, die Facebook-Seite zu liken!

Quelle: rosenheim24.de

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