Kutsche und Polizeiboot für Seehofer

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Herrenchiemsee - Mit einem großen Festakt ist heute auf Herrenchiemsee die Landesausstellung "Götterdämmerung" eröffnet worden. Lesen Sie, wie Horst Seehofer den "Kini" würdigt. **NEU: Video**

Nach monatelanger Vorbereitung eröffnet Ministerpräsident Horst Seehofer am Freitagvormittag die Landesausstellung über König Ludwig II. in Schloss Herrenchiemsee.

Bilder: Seehofer eröffnet Landesausstellung

Seehofer eröffnet Landesausstellung

Die Ehrengäste

Mit diesem Boot wurde Ministerpräsident Horst Seehofer auf die Herreninsel gebracht

Seehofer fuhr standesgemäß mit einer Kutsche vor dem Schloss vor und war zuvor mit einem Polizeiboot auf die Inselgebracht worden. Dort wurde er von Gebirgsschützen mit Salutschüssen sowie Wolfgang Heubisch (FDP) und Georg Fahrenschon (CSU) begrüßt. Die beiden bayerischen Minister hatten zuvor an einer kleine Führung teilgenommen und konnten Seehofer so auf dem Weg in den Spiegelsaal erste Eindrücke weitergeben.

Ebenfalls anwesend sind unter anderem Landrat Josef Neiderhell, die Rosenheimer Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, MdL Klaus Stöttner (CSU) und Maria Noichl (SPD).

Die Rede des Ministerpräsidenten

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat bei der Eröffnung der Landesausstellung „Götterdämmerung. König Ludwig II.“ im Spiegelsaal des Neuen Schlosses von Herrenchiemsee das kulturelle Erbe und die Verdienste Ludwigs II. für das heutige Bayern hervorgehoben. Seehofer: „Bayern ist ein Kulturstaat und eine weltbekannte Marke. Diesen Erfolg verdanken wir auch Ludwig II., der mit seinen einzigartigen Schlössern das Gesicht Bayerns in der ganzen Welt geprägt hat. Der Freistaat ist auch deshalb Deutschlands beliebtestes Urlaubsland, weil das kulturelle Erbe Ludwigs II. bis heute die Menschen fasziniert und anzieht. Der „Märchenkönig“ ist der wohl berühmteste Bayer, weltweit bekannt durch seine visionären Bauwerke, seine Leidenschaft und seine Genialität. Ich begrüße es daher sehr, dass wir mit der diesjährigen Landesaustellung das Phänomen Ludwig II. würdigen, aber auch sein Leben und seine Zeit neu bewerten.“

Der Ministerpräsident hob auch hervor, dass sich die Bauten Ludwigs II. harmonisch in die Landschaft integrierten. Seehofer: „Dies zeigt in besonderem Maße die Heimatverbundenheit des Königs, der gern in Bayern lebte und dies auch immer betonte. Ludwig II. war auch hier ein Vorreiter. Laut einer Studie des Bayerischen Rundfunks leben heute 95 Prozent aller Bayern gerne hier, weil sie die Vielfalt und den Reichtum Bayerns an Kunst, Geschichte und Kultur schätzen. Seit 1990 sind 670.000 Menschen nach Bayern gezogen, das zeigt die Attraktivität des Freistaats. Das Hightech-Land Bayern hat eine starke Zukunft, weil die Menschen ihre kulturellen Wurzeln pflegen. Wir Bayern sind eng mit unserer Heimat verbunden und schöpfen daraus Selbstbewusstsein, Weltoffenheit und die Kraft für Neues. Bayern ist etwas Besonderes. Und daran haben Ludwig II. und seine Schlösser einen großen Anteil.“

Die Partner bei der Umsetzung

Vom 14. Mai bis 16. Oktober 2011 wird die Landesausstellung im Neuen Schloss Herrenchiemsee gezeigt. Ausstellungspartner sind die Bayerische Schlösserverwaltung und der Landkreis Rosenheim. Der Ministerpräsident dankte besonders den Ausstellungsmachern um den Leiter des Hauses der Bayerischen Geschichte Dr. Richard Loibl. Seehofer: „Das Haus der Bayerischen Geschichte erfüllt mit dieser Landesausstellung einmal mehr in großartiger Weise seinen Auftrag, die geschichtliche und kulturelle Vielfalt Bayerns lebendig zu halten.“

Die Inhalte der Ausstellung

Die multimedial aufbereitete Schau „Götterdämmerung. König Ludwig II.“ zeigt die Lebensstationen des glücklosen Monarchen, der am 13. Juni vor 125 Jahren auf tragische Weise starb. Die vom Haus der Bayerischen Geschichte in Zusammenarbeit mit der Schlösserverwaltung konzipierte Ausstellung ist entsprechend der Theaterliebe Ludwigs II. als Drama in fünf Akten gegliedert.

Neben der Kindheit mit einer strengen höfischen Erziehung widmet sich die Schau der Verstrickung des jungen Königs in kriegerische Auseinandersetzungen. Ein Kapitel ist dem Bau der Königsschlösser gewidmet, die Besucher aus aller Welt anziehen. Auch der Eintritt Bayerns ins Industriezeitalter wird beleuchtet, ehe sich der 5. Akt mit dem mysteriösen Tod Ludwigs II. befasst. Neue Erkenntnisse dazu liefert die Ausstellung aber nicht. Dafür gibt es bisher nie gezeigte Exponate zu sehen.

Die Schau ist im unvollendeten Teil von Schloss Herrenchiemsee untergebracht. Die Ziegelwände sind unverputzt, von der Decke ragen dicke Holzbalken. Die Ausstellung ist von morgen (Samstag) an für das Publikum geöffnet.

dpa/ch24/PM Bayerische Staatskanzlei

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Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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