"Jeder Hinweis kann von Bedeutung sein"

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Mit diesem Foto wird nach Franz Müller gefahndet.

Rosenheim - Keine kreisenden Hubschrauber, keine Polizisten-Hundertschaften mit Spürhunden, die Wälder und Wiesen durchkämmen: Die Jagd nach Franz Müller hat an Intensität abgenommen - zumindest im öffentlichen Raum.

Hinter den Kulissen fahndet die Soko "Hochgern" aber auf Hochtouren weiter nach dem Mann, der unter dem dringenden Tatverdacht steht, vor 14 Tagen in einem Wohnblock in der Hochgernstraße seine Ex-Frau Lacramioara M. (37) und den gemeinsamen Sohn Markus (3) umgebracht zu haben.

Der Fall Müller - eine Chronologie

Die Soko erhält zwar weiterhin Hinweise aus der Bevölkerung, eine heiße Spur war aber bislang nicht dabei. Gesehen wurde der Flüchtige zuletzt nicht. Ist er mit dem Radl, einem Mofa oder zu Fuß unterwegs? Weiß er inzwischen, dass der Bub, den er möglicherweise auf dem Gewissen hat, tatsächlich sein eigener Sohn und kein Kuckuckskind war? Ist er noch in der Gegend? Fragen, auf die auch die Kripo derzeit keine Antworten geben kann. Sie vermutet allerdings, dass sich der 48-jährige Mann weiterhin in der Region versteckt.

Wie berichtet, bewegte sich Müller seit Jahren im Trinker-Milieu. Die Hoffnung, dass den Einzelgänger einer seiner wenigen "Spezln" aus der Szene verpfeift, um sich die 5000 Euro Belohnung zu sichern, hat sich bislang aber nicht erfüllt. Deshalb ist die Soko "Hochgern" weiter um jeden Hinweis zum sozialen Umfeld Müllers dankbar. Polizeisprecher Franz Sommerauer: "Jede auch noch so belanglos scheinende Information über Franz Müller kann von Bedeutung sein."

ls/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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