Infogruppe Rosenheim bei G20-Randalen in Hamburg beteiligt?

Polizei sieht "zunehmendes Problem" mit linker Szene

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Beim G20-Gipfel in Hamburg sorgten Autonome für massive Ausschreitungen und zahlreiche Verletzte.
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Rosenheim/Hamburg - Nach den schweren Krawallen beim G20-Gipfel in Hamburg ist die sog. "linke Szene" verstärkt in den Fokus der Behörden gerückt. Laut Verfassungsschutz war möglicherweise auch eine Rosenheimer Gruppierung an den Ausschreitungen beteiligt:

UPDATE, 9.05 Uhr - Polizei begrüßt Vorgehen

Bei der Polizei begrüßt man, dass die Behörden nun offenbar handeln und die Infogruppe Rosenheim als "autonome Gruppierung" einstufen will. "Wir sind froh, dass das Landesamt für Verfassungsschutz die Ernsthaftigkeit der Problematik sieht", betont Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd, gegenüber den OVB-Heimatzeitungen.

Das Polizeipräsidium habe nach Sonntags Angaben "ein zunehmendes Problem" mit dieser Szene festgestellt. "Wir nehmen die Problematik schon seit Längerem sehr ernst", so Sonntag weiter gegenüber dem OVB. Die Polizei sieht auch die Gefahr, dass sich diese Strukturen verfestigen würden. Sonntag: "Dem müssen wir Einhalt gebieten." Der Gruppierung werden in der Region laut Polizei Sachbeschädigungen mit einer Schadenshöhe im fünfstelligen Bereich zugeschrieben.

Die Erstmeldung:

Laut Radio Charivari handelt es sich dabei um die "Infogruppe Rosenheim". Eine Verbindung zwischen der Gruppierung und den schweren Ausschreitungen in Hamburg ist zwar (bislang) nicht bewiesen, dennoch glaubt das Bundesamt für Verfassungsschutz, dass auch Aktivisten aus dem Raum Rosenheim während des G20-Gipfels in Hamburg waren.

Unter anderem auch deswegen könnte die "Infogruppe Rosenheim" im nächsten Verfassungsschutzbericht als "autonome Gruppierung" eingestuft werden. Zur Begründung heißt es, sie sei linksextrem, militant und autonom. Zudem habe sich die "Infogruppe Rosenheim" in letzter Zeit zu einer tonangebenden Gruppierung mit hohem Mobilisierungs- und Aktionsniveau in Bayern entwickelt, hieß es weiter.

Die Gruppierung war zuletzt mehrfach in Erscheinung getreten. Ärger gab es, weil die Stadt Rosenheim einigen Mitgliedern verbieten wollte, zu einer Anti-AfD-Demonstration nach Köln zu reisen. Das Verwaltungsgericht München hatte die Meldeauflagen später allerdings im Eilverfahren gekippt.

Darüber hinaus war die linksgerichtete Gruppierung aufgefallen, als diese "zivilen Ungehorsam" im Rahmen des "Demo-Trainings" im Salingarten geübt hatte. Bereits im April gab es ein Demo-Training in Fürstätt. Anschließend nahm sogar die Staatsanwaltschaft Ermittlungen auf. Und kurz vor dem G20-Gipfel in Hamburg soll es Internetseiten mit dem Namen "fight20" gegeben haben, die sich vor allem an "Interessierte" aus den Bereichen Rosenheim, Wasserburg und Salzburg gerichtet haben sollen.

Quelle: rosenheim24.de

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