ICE-Neubaustrecke rückt immer weiter nach Süden vor

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Eine Regionalbahn passiert in Halle-Ammendorf eine Baustelle der ICE-Neubaustrecke Erfurt-Leipzig/Halle.

Bad Staffelstein/Erfurt - Die Arbeiten an der ICE-Neubaustrecke Ebensfeld-Erfurt rücken immer weiter nach Süden vor. Am Mittwoch wurde mit dem Bau der Tunnel-Kette begonnen.

Am Mittwoch wurde in der Nähe von Bad Staffelstein (Landkreis Lichtenfels) der Tunnel Eierberge angeschlagen. Er ist der Beginn einer langen Kette von 22 Tunnel und 29 große Talbrücken auf der 107 Kilometer langen Strecke durch den Thüringer Wald, berichtete die Deutsche Bahn AG. Zu dem insgesamt 140 Millionen Euro teuren Teilabschnitt gehört auch eine 219 Meter lange Brücke über den Main.

Der Tunnel Eierberge ist mit 3756 Metern der längste Tunnel auf der bayerischen Seite und nach dem 8314 Meter langen Bleßberg-Tunnel und dem 7391 Meter langen Silberberg-Tunnel der drittlängste Tunnel des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nr. 8.1. Bei den Ausbrucharbeiten für den Tunnel Eierberge fallen rund eine Million Kubikmeter Gestein und Erde an.

Das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8 umfasst auch den Ausbau der Strecke zwischen Nürnberg und Ebensfeld, die Neubaustrecke Erfurt-Leizig-Halle sowie den bereits fertiggestellten Ausbauabschnitt Leipzig-Berlin. Die rund 500 Kilometer lange Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Berlin soll rund zehn Milliarden Euro kosten und im Jahr 2017 in Betrieb gehen. Die Fahrzeit zwischen München und Berlin soll sich dann von derzeit knapp sechs auf rund vier Stunden verkürzen.

dpa

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