8. Rosenheimer Kompetenzforum

"Mehr Gehalt macht nicht glücklicher!"

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Martin Loreck, Senior Sales Manager der Cadooz GmbH, referierte über die Umsetzung von Benefitprogrammen in Unternehmen.
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Rohrdorf - In den Räumen der Schattdecor AG hat das 8. Rosenheimer Kompetenzforum stattgefunden. Fünf Experten brachten den Teilnehmern nahe, wie Mitarbeiterbindung heute funktioniert.

Harald Huber, Vorstand der RETENCON AG eröffnete das 8. Rosenheim Kompetenzforum mit den Worten: "Nur was innen glänzt, kann auch außen strahlen". Damit kam er auch gleich auf das Thema des Forums zu sprechen. "Die besten Mitarbeitet müssen gebunden werden. Dazu müssen Unternehmensstrategien eng mit der HR abgestimmt werden." Fünf Experten referierten anschlißend darüber, wie einem Unternehmen genau das gelingt.

Urlaubsübertragung, Urlaubsentgeltung und Vererblichkeit

Den Anfang machte Dr. Walter Klar, Fachanwalt für Arbeitsrecht. Er brachte den anwesenden Personalern zunächst das Thema der Urlaubsübertragung näher. "Der Arbeitgeber darf den Urlaub nicht ablehnen, wenn er im Übertragungszeitraum rechtzeitig eingereicht wurde", stellte Klar fest. "Auch Krankheitsfall verfällt der Urlaub nicht." Klar wagte mit den Teilnehmern einen Blick ins Gesetzt, um deutlich zu machen, was Arbeitgeber dürfen und was nicht. Neben der Urlaubsübertragung sprach er auch die Urlaubsentgeltung und die Vererblichkeit an. "Der Urlaubsabgeltungsanspruch tritt wegen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses an die Stelle des Urlaubsanspruchs", so klar.

Benefits als wichtiges Anerkennungsmerkmal

Martin Loreck, Senior Sales Manager der Cadooz GmbH behandelte das Thema "Dos and Dont's bei der Umsetzung von Benefitprogrammen. "Durch mehr Gehalt werde ich nicht glücklicher, wenn ich eh schon gut verdiene. Mit zusätzlichen Leistungen meines Arbeitgebers aber schon", betonte Loreck.

Er sprach sich ganz klar für die Anerkennung von Extra-Leistungen - Benefits - aus. "Damit kann man im Unternehmen durchaus Probleme lösen", so Loreck. "Allerdings sind für die Mitarbeiter nicht immer dieselben Benefits geeignet. Hier müssen zuerst Zielgruppen definiert werden." Wichtig ist, dass man sich schon vorher überlegt, was für Benefits man anbieten möchte. "Was viele nicht wissen: es gibt staatlich geförderte Benefits bis zu 250 Euro", erklärte Loreck.

Leistung messen

Dr. Sebastian Spörer, Neuro-Leadership-Experte vom ersten Deutschen Zentrum für Leistungsmanagement machte in seinem Vortrag anschaulich, wann das menschliche Gehirn am produktivsten ist. Er empfiehlt: Messen statt Raten. Mit Tests kann nachempfunden werden, zu welcher Tageszeit ein Mensch auf dem Höhepunkt seines Schaffens ist und wann er leistungstechnisch abfällt.

"Motivieren und Kompetenz weitergeben"

Zum Thema "Arbeitswelten von morgen" hielt Stefan Willkommer, Geschäftsführer der TechDivision GmbH. Bei Geschäftsführern sei es vor allem sehr wichtig, ihre Mitarbeiter "zu motivieren und ihnen Kompetenz weiterzugeben. Wichtig ist, alles immer wieder in Frage zu stellen und versuchen zu verbessern", so Willkommer. Ein wichtiger Punkt in seinem Vortrag war das Management 3.0 oder auch Agiles Management. "Es geht um Führung, weniger um Hierarchie", betonte Willkommer. "Wenn ich etwas gut mache, dann folgt man mir auch." Man sollte auch Transparenz schaffen, "die Gehälter müssen aber nicht unbedingt offen gelegt werden", sagte Willkommer.

Zum Abschluss referierte Markus Fußstetter, Sales Manager bei der OVB24 GmbH, über Arbeitgebermarkenbildung in regionalen Märkten.

Quelle: rosenheim24.de

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