Polizeikontrolle kurz vor Horrorunfall

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An dieser Stelle (Pfeil) saß der einzige Überlebende des Horrorunfalls auf der A93. Der Gesundheitszustand des 19-Jährigen ist im Moment ernst, aber stabil.

Rosenheim - Wie jetzt bekannt wurde, waren die vier Rumänen, die gestern auf der A93 verunglückt sind, kurz vor dem Unfall in eine Polizeikontrolle am Irschenberg geraten.

Für die Schleierfahnder am Irschenberg war es ein Routineeinsatz: ein uraltes Auto, ein Überführungskennzeichen und vier junge, südländisch wirkende Männer im Fahrzeug. Etwa 30 Minuten vor dem Unfall hielten die Beamten den Golf der vier Rumänen deshalb an. Die Überprüfung ging dann schnell, obwohl alles "komplett abgeklopft wurde", wie ein Sprecher rosenheim24 sagte. Das Auto (rund 20 Jahre alt, Schätzwert circa 1000 Euro) war fahrtüchtig, der Fahrer ebenso. Es gab aus Sicht der Beamten nichts zu beanstanden. Also durfte das Quartett weiterfahren.

Eine halbe Stunde später sollte nur noch Costel D. (19) am Leben sein. Von Seiten der Polizei heißt es, der Gesundheitszustand des jungen Rumänen aus dem Dorf Toporasti (Ost-Rumänien) sei unverändert. Seit gestern liegt der junge Mann auf der Intensivstation eines Krankenhauses im Landkreis Rosenheim. Sein Zustand sei ernst, aber vorerst stabil.

Der Rumäne hatten hinten links im Wagen gesessen. Er ist vermutlich der Einzige, der klären kann, wie es zu dem tragischen Unfall auf dem Autobahnrastplatz "Gletschergarten" bei Flintsbach gekommen ist.

Um die Überführung seiner getöteten Freunde in ihr Heimatdorf kümmert sich nun das rumänische Generalkonsulat in München. Heute Nachmittag werden die Körper der Getöteten aber noch in der Rechtsmedizin in München obduziert. Die Todesursache muss exakt festgestellt werden. Aufgrund der Kontrolle durch die Schleierfahnder wird hierbei jedoch auf Alkohol- und Drogentests, wie bei Unfällen manchmal üblich, verzichtet. Diese Verdachtsmomente hatte die Überprüfung am Irschenberg bereits ausgeschlossen. Vermutlich schon morgen können sich Konsulatsmitarbeiter und die Angehörigen der Toten um die Überführung in die Heimat kümmern.

Zeugen, die den Unfall beobachtet haben, werden gebeten sich unter der Tel.-Nr. 08035/9068-0 mit der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim in Verbindung zu setzen.

Fotos vom Unfall-Ort:

Auto rast in Lkw

Horrorcrash Pkw bohrt sich unter Lkw

Quelle: rosenheim24.de

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