A8 nach Unfall rund vier Stunden dicht

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Die Fahrerin dieses Autos hatte keine Schuld an dem Unfall, bei dem ihr Auto fast zerquetscht wurde. Die A8 war anschließend runf vier Stunden lang gesperrt.

Holzkirchen - Wegen eines schweren Unfalls war die A8 am Donnerstagvormittag rund vier Stunden lang gesperrt. **Neu: Fotos von der Unfallstelle**

Am 15. November, gegen 7.41 Uhr, kam es auf der A8, Fahrtrichtung München, kurz vor der Anschlussstelle Holzkirchen zu einem folgenschweren Verkehrsunfall.

Auch in Sachsen-Anhalt hat es auf einer Autobahn schwer gekracht. Dort prallten 40 Fahrzeuge ineinander.

Im zähfließenden morgendlichen Berufsverkehr musste ein 56-jähriger slowenischer Sattelzugfahrer verkehrsbedingt wegen eines Rückstaus seinen Sattelzug bis zum Stillstand abbremsen. Hinter dem Sattelzug fuhr eine 46-Jährige aus dem Landkreis Miesbach mit ihrem Toyota Corolla und blieb hinter dem Sattelzug stehen. Ihr folgte ein 64-jähriger Berliner mit einem Lkw-Hängerzug, der ebenfalls anhielt.

So sah es an der Unfallstelle aus

Die Unfallstelle auf der A8

Service:

Der nachfolgende 42-jährige rumänischer Sattelzugfahrer erkannte die Situation offenbar nicht und fuhr nahezu ungebremst auf den Lkw des Berliners auf, schob diesen auf den Pkw der Frau. Der Pkw wurde unter den Sattelzug des Slowenen gepresst und nahezu zermalmt. Der Sattelzug des Rumänen und der Hängerzug des Berliners wurden durch die Wucht des Aufpralls vom rechten auf den mittleren Fahrstreifen versetzt. Der Pkw schleuderte nach dem Anprall unter dem Heck des slowenischen Sattelzugs heraus und kam schlussendlich neben dem Sattelzug des Unfallverursachers auf dem rechten Fahrstreifen zum Stehen.

Wie durch ein Wunder erlitt die Pkw-Fahrerin keine erheblichen Verletzungen und konnte ihr Fahrzeug selbständig durch das aufgerissene Fahrzeugdach verlassen. Sie wurde vorsorglich ins Krankenhaus Agatharied gebracht. Der Unfallverursacher wurde schwer verletzt und in seinem Führerhaus eingeklemmt. Nachdem er durch die Feuerwehr aus seinem Führerhaus befreit wurde, wurde er ins Klinikum Harlaching gebracht.

Die Autobahn in Richtung München wurde zwischen den Anschlussstellen Weyarn und Holzkirchen für die Dauer der Bergungs- und Aufräumarbeiten von 7.45 Uhr bis 11 Uhr größtenteils komplett gesperrt. Erst nachdem der nach dem Anstoß auf dem Seitenstreifen stehende Lkw des Slowenen wieder fahrbereit gemacht werden konnte, konnte der Stau durch Vorbeileitung auf dem Seitenstreifen langsam aufgelöst werden. Der in Richtung Norden fahrende Verkehr wurde durch die Autobahnmeisterei an der Anschlussstelle Weyarn auf die Staatsstraße abgeleitet.

Durch die Vollsperrung entstand ein Stau bis zur Anschlussstelle Irschenberg.

An der Unfallstelle waren die freiwilligen Feuerwehren Holzkirchen, Weyarn und Otterfing mit 13 Fahrzeugen und 61 Mann. Das BRK war mit sechs Fahrzeugen und neun Mann vor Ort.

Zu gefährlichen Situationen kam es immer wieder durch Schaulustige und Fahrzeugführer die an der noch nicht abgesicherten Unfallstelle ungebremst vorbeifuhren. Außerdem mussten die Bergungsfahrzeuge, die zum Abtransport der drei beschädigten Lkw benötigt wurden, über die Bundes- und Staatsstraßen anfahren, da die im Stau stehenden Verkehrsteilnehmer natürlich keine Rettungsgasse freihielten und so zudem für eine Zeitverzögerung bei den Bergungsmaßnahmen entstand.

Den rumänischen Fahrer des Sattelzugs erwartet nun ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung. Es entstand ein Gesamtschaden von ca. 80.000 Euro.

Pressebericht Autobahnpolizeistation Holzkirchen

Quelle: rosenheim24.de

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