Hochwasser, Überschwemmungen, Straßensperrungen

Dauerregen in der Region: Das erwartet uns noch

staudamm
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Besonders in den Landkreisen Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land sind die Feuerwehren wegen des Dauerregens im Dauereinsatz.

Landkreis – Anhaltender Dauerregen sorgt für viele Überschwemmungen und Straßensperrungen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für die Landkreise Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land die höchste Warnstufe (Stufe 4 von 4) ausgerufen.  Ein Lagebericht der Feuerwehren in unserer Region (Stand: 4. August, 10 Uhr).

Am schlimmsten dürfte es den Landkreis Rosenheim getroffen haben. „Aktuell haben wir bereits über 400 Einsätze. Die Schwerpunkte sind derzeit noch Tuntenhausen/Bruckmühl, Rohrdorf/Achenmühle und natürlich die A8. Auf der Autobahn ist der Schwerlastverkehr auf einer Spur in beide Richtungen inzwischen freigegeben worden. Auch im Bereich Prien und Bernau sowie Raubling/Kirchdorf sind viele Gewässer übergelaufen“, so Kreisbrandrat Richard Schrank (Landkreis Rosenheim) gegenüber rosenheim24.de.


Wegen Unwetter: Über 900 Einsatzkräfte im Raum Rosenheim

Die Stufe 4 von 4 des DWD hätte man drei bis vier Stunden früher ausrufen sollen. „Tatsächlich haben wir derzeit stagnierende oder bereits etwas abfallende Pegel“, gibt Schrank eine kleine Entwarnung. Schätzungsweise 900 Einsatzkräfte der Feuerwehren seine derzeit im Einsatz. Unterstützung gibt es hierbei vom THW (30 Personen) und zehn von der Wasserrettung.


Kreisbrandrat Christof Grundner (Landkreis Traunstein) kann noch keine Abschätzungen zu der Anzahl der Einsätze geben: „Die sind noch am Laufen. Wir haben aber mehr als Zweidrittel unserer Feuerwehren im Einsatz – von 80 schätzungsweise 65.“ Im Bereich von Traun- und Achental liegen derzeit die Schwerpunkte, ebenso ein wenig im Fridolfinger Bereich.

In Traunstein: „Da schwimmt alles“

„Die Pegel sind teilweise schon wieder fallend. Aber genau kann man es auch nicht sagen. Aber wir gehen derzeit mindestens von einem gleichbleibenden Pegel aus“, so Grundner über eine Prognose. Dennoch würde die Abarbeitung viele Stunden, wenn nicht Tage in Anspruch nehmen. „Da schwimmt alles“, berichtet Grundner abschließend.

„Hoffen, dass es bald aufhört zu regnen“

Laut ersten Schätzungen von Josef Kaltner, Kreisbrandrat Berchtesgadener Land, habe es bisher weit über 100 Einsätze im Landkreis gegeben. „Schwerpunkte liegen derzeit in Teisendorf, Ainring und den umliegenden Gemeinden. Wir hoffen, dass es bald zum regnen aufhört.“ Eine Prognose, was noch auf die Feuerwehren zukommt, sei derzeit schwierig.

Kreisbrandrat Harald Lechertshuber (Landkreis Mühldorf) und sein Kollege aus dem Landkreis Altötting, Franz-Xaver Haringer, haben bisher noch keine Einsätze wegen des Dauerregens zu vermelden. „Wenn noch etwas kommt, ist es ein Hochwasser am Inn. Das sind derzeit die Befürchtungen. Wir bereiten uns auf alles vor“, so Lechertshuber. Haringer geht derzeit von keinem größeren Einsatz aus: „Ich könnte mir vorstellen, dass es morgen zu Einsätzen an der Salzach kommen könnte. Ansonsten erwarte ich im Landkreis keine größeren Vorfälle.“

jz

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