Hochwasserlage entspannt sich langsam

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Die A8 ist bei Grabenstätt weiter überflutet. Die Autobahn bleibt bis mindestens Donnerstag gesperrt

Landkreis - Die Hochwasserlage in der Region entspannt sich langsam. Die Schäden sind aber noch nicht abzuschätzen. Hier ein aktueller Überblick über die Lagen in den einzelnen Regionen.

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Die aktuelle Gesamtlage in Oberbayern

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Die Hochwasserlage in Oberbayern entspannt sich langsam etwas. Nachdem am Sonntag, 02.06.2013, ab Vormittag nach und nach in den sieben Landkreisen Berchtesgadener Land, Traunstein, Rosenheim, Miesbach, Mühldorf a.Inn, Erding, Pfaffenhofen a.d.Ilm und der Stadt Rosenheim Katastrophenalarm ausgelöst wurde, gehen inzwischen überall in Oberbayern die Pegel zurück. Nach Fläche und Höchstpegelständen waren besonders betroffen die Landkreise Berchtesgadener Land, Traunstein, Miesbach sowie Landkreis und Stadt Rosenheim. Im Landkreis Rosenheim etwa konnten einzelne Deiche den heranstürmenden Wassermassen der Mangfall nicht standhalten. Dort wurden ab gestern 3.800 Personen aus ihren Häusern evakuiert, konnten mittlerweile jedoch dorthin zurückkehren. Im Laufe des heutigen Tages konnte schließlich in den zwei Landkreisen Miesbach, Mühldorf a.Inn Entwarnung gegeben werden, die Landratsämter haben den Katastrophenfall aufgehoben; in den fünf oberbayerischen Landkreisen Traunstein, Rosenheim, Erding, Pfaffenhofen a.d.Ilm und Berchtesgadener Land sowie in der Stadt Rosenheim bleibt er bisher noch aufrecht erhalten.

Überflutete Straßen brachten den Verkehr insbesondere auf der A8 Ost München-Salzburg auch heute noch ab Höhe Chiemsee zum Erliegen. Für LKWs waren zudem die Straßen in den überschwemmten Landkreisen vollständig gesperrt. Diese Sperrungen sind mittlerweile teilweise wieder aufgehoben. Betroffene Verkehrsteilnehmer können sich auf den Seiten www.bayerninfo.de des Bayerischen Innenministeriums stets über die aktuelle verkehrliche Lage im Freistaat Bayern informieren.

Da Straßen teilweise auch für den öffentlichen Verkehr unpassierbar waren, blieben am Montag, 03.06.2013, die Schulen in den Landkreisen Berchtesgadener Land, Erding, Rosenheim, Traunstein und in der Stadt Rosenheim geschlossen. Unterrichtsausfälle gab es teilweise auch in den Landkreisen Altötting, Bad Tölz-Wolfratshausen, Fürstenfeldbruck, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen a.d. Ilm.

Regierungspräsident Christoph Hillenbrand dankt allen weit über 7.000 Helferinnen und Helfern, die sich seit gestern in Oberbayern mit hohem persönlichem Einsatz und Opferbereitschaft dem verheerenden Hochwasser entgegen stellen. In seinen Dank schloss er ebenso die Angehörigen der Bundeswehr und Polizei ein: „Sie alle haben durch ihren Einsatz gerade auch zur Verteidigung der Dämme erreicht, dass die Hochwasserkatastrophe in Oberbayern nicht noch weit schlimmere Ausmaße angenommen hat, als dies ohnehin schon der Fall ist.“ Sein Dank gilt darüber hin-aus den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Katastrophenschutzbehörden der Landratsämter, Städte und Gemeinden sowie in der Wasserwirtschaftsverwaltung: „Sie alle haben in ihrem jeweiligen Aufgabenbereich engagiert und kompetent ihre Pflicht erfüllt und die Helfer vor Ort nach besten Kräften unterstützt.“

Pressemitteilung Regierung von Oberbayern

Seehofer und Zeil in Rosenheim und Kolbermoor

Ministerpräsident Horst Seehofer und Wirtschaftsminister Martin Zeil haben sich vor Ort ein Bild von der aktuellen Situation in Rosenheim und Kolbermoor gemacht. Bei seinem mehrstündigen Aufenthalt sprachen sie mit zahlreichen vom Hochwasser betroffenen Bürgern und Hilfskräften.

Ministerpräsident Seehofer im Katastrophengebiet bei Rosenheim

Ministerpräsident Seehofer in Rosenheim

Seehofer hofft auf mehr Hochwasserschutz

"Man ist natürlich bedrückt, wenn man die Katastrophe hier vor Ort sieht", sagte Seehofer gegenüber innsalzach24. Der Ministerpräsident erhofft sich für die Region eine Verbesserung des Hochwasserschutzes, etwa durch ein Rückhaltebecken. Seehofer sieht bei der Realisierung derartiger Maßnahmen auch die Menschen vor Ort in der Verantwortung. "Wir haben verschiedene Stellen in Bayern, wo es halt dann in der Realisierung schwierig ist, weil es Widerstand gibt aus verschiedenen Richtungen." Der Ministerpräsident hofft, "dass wir unter dem Gesichtspunkt des Gemeinwohls persönliche Bedenken zurückstellen und an alles denken, an die Menschen insgesamt."

150 Millionen Euro für die betroffenen Gebiete

Schnelle Hilfen für die betroffenen Gebiete, das machte Seehofer deutlich, sollen unter keinen Umständen am Geld scheitern. "Wir werden morgen im Landtag und übermorgen im Kabinett etwa eine Größenordnung von 150 Millionen für die besonderen Problemgebiete beschließen". Dies sei 50 Prozent mehr als bei der letzten Hochwasserkatastrophe. Nun werde man über die Regierungen und Landratsämter mit den betroffenen Landwirten, Unternehmen, Kommunen und Hauseigentümer sprechen, in welcher Form die Hilfe gewehrt werde. "Wir werden auch da alles Menschenmögliche tun, damit den Menschen geholfen wird", so Seehofer.

Hilfe von Bundeswehr und Kanzlerin

Den rund vielen Menschen, die in der Pauline-Thoma-Schule in Kolbermoor eine vorübergehende Unterkunft gefunden haben, sprach Seehofer seine Betroffenheit aus. "Es ist eine echte Katastrophe." Der Ministerpräsident versprach den Menschen die Hilfe der Bundesregierung. "Die Kanzlerin hat mir gesagt, sie wird sich beteiligen, um den Menschen zu helfen, wenn es darum geht, die Schäden zu bezahlen, die Schäden auszugleichen." Zudem würden Bundeswehrsoldaten bei den Aufräumarbeiten helfen, sobald das Wasser zurückgewichen ist.

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Alexander Belyamna

Die aktuelle Lage in Rosenheim

Der Pegelstand der Mangfall in Rosenheim ist inzwischen von seinem Scheitelpunkt bei 4,94 m auf rd. 4 m gesunken. Auch am Frühindikator-Standort Feldolling sind die Pegelstände von 3,23 m in der Spitze auf rd. 2,20 m zurückgegangen. Der überspülte Deich am Auerbach in Oberwöhr zeigt nach Inaugenscheinnahme vor Ort keine sichtbaren Schäden. In Aisingerwies und Oberwöhr funktionieren die Pumpwerke über eine Versorgung mit Notstromaggregaten wieder. „Damit scheint zum jetzigen Zeitpunkt eine vorsichtig optimistische Einschätzung der weiteren Entwicklung der Hochwasserlage möglich. Aber ein bis zwei Tage wird die kritische Situation sicher noch anhalten. Solange bleiben auch die innerstädtischen Parkhäuser frei benutzbar“, so Stadtbrandrat Hans Meyrl.

Die Trinkwasserversorgung ist nach Mitteilung der Stadtwerke Rosenheim im gesamten Stadtgebiet in einwandfreier Qualität gewährleistet. Die Stromversorgung funktioniert in allen nicht unmittelbar von Überschwemmungen betroffenen Gebieten reibungslos. In der Schwaig konnten einzelne Kunden bereits wieder ans Netz genommen werden. In der Aisingerwies dürften die ersten in Kürze ans Netz gehen.Für die Wiederinbetriebnahme der Stromversorgung ist der Zugang zu den jeweiligen Hausanlagen für die Stadtwerke dringend notwendig. Die Werke bitten die einzelnen Hausbesitzer, ihnen Zugang zu den jeweiligen Anlagen zu ermöglichen. Der Termin für den Wiederanschluss des gesamten Quartiers an das städtische Stromnetz hängt vom Rückgang des Wassers ab.

Auch die ersten Maßnahmen zur Straßenreinigung haben in der Aisingerwies und in der Schwaig bereits begonnen.

Die Zugverbindungen in Richtung München funktionieren wieder. Für diese Strecke ist Rosenheim aber Sackbahnhof, d.h. eine Weiterfahrt in Richtung Salzburg oder Kufstein ist nicht möglich. Auf der Strecke nach Holzkirchen prüft die DB derzeit, ob der Fahrweg Schäden aufweist. „Ein wichtiger Lichtblick ist es, dass die Eisenbahnüberführung an der Kufsteiner Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden konnte“, so Meyrl.

Aufgrund des Hochwassers wurden in der Gabor-Halle und den Turnhallen in Fürstätt und Aising Notunterkünfte eingerichtet. Während die Gabor-Halle voraussichtlich ab Donnerstag, den 6. Juni wieder für den Sportbetrieb zur Verfügung steht, bleiben die Hallen in Fürstätt und Aising bis einschließlich Freitag, 7. Juni gesperrt. Die davon betroffenen Schulen und Vereine werden vom Schul- und Sportamt der Stadt direkt informiert. Derzeit sind noch rd. 70 Personen in den Notunterkünften untergebracht. „Ziel ist es, diesen Menschen so schnell wie möglich, aber auch mit der gebotenen Sicherheit die Rückkehr in ihre Häuser und Wohnungen zu ermöglichen“, so Meyrl.

Ab Dienstag, 4. Juni läuft der reguläre Schulbetrieb wieder an. Ausnahmen sind die Volkschule Fürstätt, die Grund- und Mittelschule Aising, die Grundschule Pang, das Sonderpädagogische Förderzentrum, die Philipp-Neri-Schule (HPZ) und die Astrid-Lindgren-Grundschule sowie die Waldorfschule. Diese sieben Einrichtungen bleiben auch morgen noch geschlossen. Die Betreuung in den städtischen Kinderkrippen und Kindergärten ist ab morgen ebenfalls wieder gesichert. Ob private Einrichtungen öffnen oder geschlossen bleiben, entscheiden die Träger selbst. Informationen dazu sind direkt bei den Trägern erhältlich.

Wertvolle Hilfe haben die Soldaten der Bundeswehr geleistet. 57 Soldaten aus zwei Zügen der Mittenwalder Gebirgsjäger waren im Zementmischwerk in Högling im Einsatz und haben rd. 4.500 Sandsäcke gefüllt. Inzwischen sind die Soldaten im THW-Areal in Heufeld in Verfügungsbereitschaft.

Hotline der Stadt Rosenheim: 08654/6309-123

Pressemitteilung Stadt Rosenheim

Die aktuelle Lage zur Stromversorgung in Rosenheim

Seit Sonntagabend um 21.37 Uhr sind die vom Hochwasser besonders betroffenen Ortsteile Schwaig, Oberwöhr und Aisingerwies ohne Strom. In den übrigen Stadtteilen funktioniert die Stromversorgung reibungslos. Die Stadtwerke Rosenheim nehmen die Versorgung schrittweise wieder auf, sobald sich das Hochwasser zurückzieht. So werden seit dem frühen Abend bereits die ersten Haushalte wieder ans Netz genommen, darunter in der Schwaig sowie in Kürze auch in Aisingerwies. Für das Trinkwasser in Rosenheim besteht nach Auskunft der Stadtwerke durch die Überschwemmungen keine Gefahr.

Zugang zu Hausanlagen nötig

Für die Wiederinbetriebnahme der Stromversorgung brauchen die Stadtwerke Zugang zu den jeweiligen Hausanlagen. Die Werke bitten die einzelnen Hausbesitzer, ihnen diesen Zugang zu ermöglichen. Der Termin für den Wiederanschluss des gesamten Quartiers an das städtische Stromnetz hängt vom Rückgang des Wassers ab.

Vom Stromausfall betroffen waren auch Straßenzüge, die nicht oder kaum überschwemmt waren: „Wenn ein lokaler Netzbereich auch nur in Teilen überflutet ist, müssen wir ihn aus Sicherheitsgründen komplett abschalten“, erklärt Dr. Götz Brühl, Geschäftsführer der Stadtwerke Rosenheim.

Wasserkraftwerk Oberwöhr vom Netz

Die Stadtwerke haben zudem das Wasserkraftwerk in Oberwöhr vom Netz genommen. „Dadurch können wir die abfließende Wassermenge im Mangfallkanal besser regeln. Derzeit verringern wir den Abfluss im Kanal so weit, dass es im Bereich der Kunstmühle stromabwärts keinen Rückstau aus der Mangfall gibt“, sagt Brühl.

Telefon, Internet und Kabelfernsehen betroffen

Mit dem Strom sind in den überschwemmten Gebieten auch die Telekommunikationsnetze für Telefon, Internet und Kabel-Fernsehen ausgefallen. „Sobald der Strom wieder verfügbar ist, stehen unsere Mitarbeiter bereit, die Verteilerkästen wieder in Stand zu setzen und beschädigte Bauteile auszutauschen“, erklärt Brühl. In Heilig-Blut sowie in Aisingerwies schalten Techniker der komro derzeit Telefon, Internet und Fernsehen wieder frei.

Trinkwasser unbedenklich

Der Rosenheimer Trinkwasserversorgung konnten die starken Regenfälle und die Überschwemmungen hingegen nichts anhaben: „Es droht keine Verkeimung des Rosenheimer Trinkwassers. Unser Leitungsnetz ist gegen das Hochwasser abgeschirmt“, sagt Brühl. Zudem seien Vorsorglich UV-Licht-Anlagen in den Brunnen im Mangfalltal aktiviert, so Brühl: „Hierbei leiten wir das Brunnenwasser an einer starken UV-Lichtquelle vorbei, die etwaige Keime abtötet und auflöst.

Gas- und Fernwärmenetz nicht betroffen

Das Gas- sowie das Fernwärmenetz sind nach Aussage der Stadtwerke bislang ebenso wenig betroffen vom Hochwasser. Allenfalls könne es zum Austritt von Dampf über Fernwärmeschächten im Straßenbereich kommen, so Brühl: „In diesen Fällen ist Hochwasser in Zugangsschächte eingedrungen, wo sich die Isolierung der Fernwärmerohre mit dem Wasser vollsaugt. Die heißen Rohre lassen die Feuchtigkeit in der Außenisolierung verdunsten, so dass sich der Dampf seinen Weg nach oben sucht.“ Laut Brühl ist dieses Phänomen harmlos: „Wir pumpen die Schächte leer und die Isolierung trocknet wieder.

Pressemitteilung Stadtwerke Rosenheim

Die aktuelle Lage im Landkreis Traunstein

Nach der Lagebesprechung um 16.30 Uhr stellt sich die Hochwassersituation im Landkreis Traunstein wie folgt dar:

Der einzige kritische Punkt im Landkreis Traunstein ist noch die Alz im Ortsbereich von Truchtlaching. Am Pegel Seebruck wurde am Nachmittag die Meldestufe 4 erreicht. Seit ca. 2 Stunden bleibt dieser Stand jedoch konstant. In Truchtlaching wurden die größtmöglichen Vorsorgemaßnahmen gegen eine Überflutung des Orts getroffen.

Der Katastrophenfall wird so lange aufrecht erhalten, bis auch für Truchtlaching keine Schäden befürchtet werden müssen.

Im weiteren Verlauf der Alz ist besonders für Trostberg und Altenmarkt keine Überschwemmungsgefahr zu befürchten. Auch sonst hat sich die Lage im Landkreis Traunstein weiter entspannt.

In einer ersten groben Bilanz stellte Landrat Hermann Steinmaßl fest, dass sich die größten Schäden im Landkreis Traunstein auf überschwemmte Keller und landwirtschaftliche Flächen konzentrieren. „Ich bin überglücklich, dass bei uns im Vergleich zu anderen Landkreisen und Regionen alles relativ glimpflich abgelaufen ist – und vor allem, dass es bei uns keine Schwerverletzten oder sogar Todesopfer gegeben hat“, so Steinmaßl. Er hob gleichzeitig den großen Nutzen der Hochwasserschutz-Baumaßnahmen in den letzten Jahren hervor und dankte gleichzeitig noch einmal den Einsatzkräften für ihre hervorragende Arbeit.

Pressemitteilung Landratsamt Traunstein

Die aktuelle Lage im Landkreis Mühldorf

Nach tagelangen Regenfällen und steigenden Pegelständen an den Gewässern im Landkreis Mühldorf a. Inn zeigt sich nun eine Entspannung der Hochwasserlage. Die Pegel hatten in der Nacht auf Montag ihren Scheitelpunkt erreicht und sind momentan wieder rückläufig. Aufgrund der Entspannung der Hochwasserlage von Inn, Isen und Rott hat der Landkreis Mühldorf a. Inn heute, 3. Juni, um 9.30 Uhr den Katastrophenalarm aufgehoben.

Im Einsatz waren bisher laut Auskunft des Landratsamtes Mühldorf rund 700 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren, des Technische Hilfswerks (THW), der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) und der Führungsgruppe Katastrophenschutz. Es kamen im Landkreis, insbesondere in Aschau, Waldkraiburg, Neumarkt-Sankt Veit, Mühldorf und Kraiburg, mehr als 35.000 Sandsäcke zum Einsatz. Auch viele Helfer des DLRG KV Mühldorf a. Inn unterstützen die Helfer von THW und Feuerwehren beim Füllen der Sandsäcke.

In den nächsten Tagen wird bei den Aufräumarbeiten das ganze Ausmaß der Hochwasserschäden deutlich werden.

Landrat Georg Huber bedankt sich bei allen Einsatzkräften im Landkreis Mühldorf a. Inn, die unermüdlich auch die ganze Nacht hindurch gearbeitet haben und so Schlimmeres verhindern konnten. „Die Zusammenarbeit war vorbildlich,“ so Landrat Georg Huber. „Alle Helfer waren rund um die Uhr im Einsatz und zeigten unbegrenzte Leistungsbereitschaft zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Mühldorf a. Inn. Ich bedanke mich für die intensive sachliche und fachliche Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte.“

Auf Grund der Hochwasserlage im Landkreis Mühldorf ist der THW Ortsverband Mühldorf seit den frühen Morgenstunden am Sonntag im Einsatz. Am ersten Einsatztag waren rund 60 Einsatzkräfte von THW und DLRG Mühldorf unter Führung des THW Mühldorf aktiv. Zur Bekämpfung der steigenden Pegel wurden durch die ehrenamtlichen Helfer tausende Sandsäcke gefüllt und im Landkreis Mühldorf verteilt. Auch zahlreiche Pumparbeiten wurden durchgeführt. Weiterhin kontrollierten Einheiten regelmäßig die Hochwasserlage rund um wichtige Industriegebäude. Am Montag gegen 1:15 Uhr, waren alle aktuellen Einsatzaufträge abgeschlossen, die Helfer in Ruhe versetzt. Am zweiten Tag wurden die Einsatzarbeiten, trotz sinkender Pegel am Inn fortgesetzt. Vollgelaufene Keller und erste Aufräumarbeiten bestimmten das Bild. Derzeit ist nicht abzusehen ob und in welchem Umfang die Mühldorfer Helfer in überörtliche Aufgaben eingebunden werden.

Pressemitteilung DLRG Mühldorf

Die aktuelle Lage im Berchtesgadener Land

Katastrophenfall offiziell beendet

Nachdem sich die Hochwasser-Situation im Landkreis Berchtesgadener Land deutlich entspannt hat, hat Landrat Georg Grabner heute Abend gegen 20.26 Uhr auf Grund der vorliegenden Voraussetzungen den Katastrophenfall für beendet erklärt. Ab sofort gilt die Hochwasser-Lage im Landkreis Berchtesgadener Land als Großschadensereignis nach Art. 15 BayKSG (Bayerisches Katastrophenschutzgesetz).

Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt weiterhin bei Aufräumungsarbeiten im gesamten Landkreis, wobei der größte Teil der eingesetzten Hilfskräfte der Feuerwehr, des THW und der Bundeswehr in Freilassing tätig sind.

Aktuell sind im Landkreis Berchtesgadener Land nur noch 2 überörtliche Straßen gesperrt:

  • B305 am Gmundberg
  • St2101 Bad Reichenhall–Schneizlreuth (über Thumsee)

Die B20 bei Freilassing sowie die Saalbrücke nach Salzburg konnten mittlerweile für den Verkehr freigegeben werden.

Landrat Georg Grabner dankte zum Abschluss des Katastrophenfalleinsatzes allen eingesetzten Hilfskräften der Einsatzorganisationen der Freiwilligen Feuerwehren, des THW, des BRK, der Bergwacht, der Wasserwacht und des Wasserrettungszuges Bayern, der Bundeswehr, des Hilfeleistungskontingents Hochwasser aus dem Landkreis Starnberg, der Polizei, des Malteser Hilfsdienstes, den Fachberatern des Staatlichen Bauamts und Wasserwirtschaftsamts Traunstein, den vorab bestimmten Örtlichen Einsatzleiterern, den Verantwortlichen in der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) sowie den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern aus der Bevölkerung. Er sei angesichts der großartigen Hilfsbereitschaft dankbar und stolz, dass mit so viel Gemeinsinn den Mitbürgern in Notsituationen ganz praktisch und schnell geholfen wird, so Landrat Georg Grabner.

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

Quelle: rosenheim24.de

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