Hauptversammlung des Deutschen Alpenvereins

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DAV-Vizepräsident Michael Knoll

Kempten - Die Hauptversammlung des Deutschen Alpenvereins ist am Samstag um 15 Uhr zu Ende gegangen. Rund 650 Delegierte aus 285 Sektionen kamen für zwei Tage zusammen, um sich zu informieren und zu debattieren.

In lebhaften Diskussionen wurden viele vereinsintern bedeutende und auch einige darüber hinausreichende Entscheidungen getroffen. Außerdem fanden einige Wahlen statt. Neu ins fünfköpfige Präsidium wurde Michael Knoll als Vize-Präsident gewählt. Der 29-jährige Baden-Württemberger tritt die Nachfolge von Hannes Boneberger an. In den Verbandsrat, das zweithöchste Gremium des DAV nach der Hauptversammlung, wurden zwei neue und zwei „alte“ Mitglieder gewählt: Dr. Guido Köstermayer ist der neue Bundesausschussvorsitzende Bergsport, Roland Kälberloh ist der neue Bundesausschussvorsitzende Jugend. Dessen Vorgänger Sebastian Balaresque gehört dem Verbandsrat künftig in seiner neuen Funktion als Regionenvertreter des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen an. Und Geert-Dieter Gerrens wurde als Regionenvertreter des Südbayerischen Sektionentages wiedergewählt. Der Freitag war von Grußworten und Ehrungen geprägt. Mit dem Bayerischen Umweltminister Dr. Markus Söder, dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Dr. Gerd Müller und dem Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes Dr. Michael Vesper kam viel Prominenz zu Wort. Die Leutkircher Hütte in den Lechtaler Alpen und die Oberzalimhütte im Rätikon wurden mit dem Umweltgütesiegel ausgezeichnet. Mit dem Grünen Kreuz wurde Johannes Lohwieser für seine außergewöhnlichen Leistungen bei der Bergrettung ausgezeichnet. Außerdem wurden einige Gremienmitglieder verabschiedet. Die sehr erfolgreichen Spitzenkletterer Andreas und Christian Bindhammer verabschiedeten sich von der internationalen Wettkampfbühne. Am Samstag standen einige wichtige Entscheidungen an. So wurden etwa die Richtlinien für die Verteilung von Darlehen und Beihilfen für künstliche Kletteranlagen so geändert, dass der Spitzensport verstärkt gefördert werden kann. Beispielsweise sollen in den Hallen vermehrt nationale und internationale Kletterwettkämpfe stattfinden. Außerdem sollen Landes- und Nationalkader noch bessere Trainingsmöglichkeiten vorfinden. Dass der DAV nicht nur Sport- sondern auch Naturschutzverband ist, wurde beim Thema Tempolimit auf deutschen Autobahnen deutlich. Nur selten sonst während der Veranstaltung war die Diskussion so lebhaft. Schließlich einigten sich die Delegierten darauf, eine offizielle Empfehlung an alle Mitglieder auszusprechen, nicht schneller als 120 km/h zu fahren. Diese Position will der DAV in seinen Veröffentlichungen deutlich machen.

Pressemitteilung DAV

Quelle: rosenheim24.de

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