Handel mit Oktoberfest-Tickets immer dreister

Abzocke pur! Über 8.700 Euro für einen Wiesn-Tisch

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München - Der Auf­bau des Ok­to­ber­fes­tes auf der The­re­si­en­wie­se hat ge­ra­de be­gon­nen. Höchste Zeit also, sich einen der heiß begehrten Tische zu reservieren. Auf mehreren Internet-Seiten werden sie reihenweise angeboten und sogar versteigert. Aber die Sache hat einen Haken:

Das größte und beliebteste Volksfest der Welt - das Münchner Oktoberfest - öffnet am Samstag, 16. September wieder seine Pforten. Und das ist nicht nur ein Fest für alle Bier- und Brotzeitfreunde, sondern lockt auch immer viele Abzocker auf den Plan. Aber nicht nur die Hotelpreise steigen auf absurde Höhen, denn von den Touristen kann man die Preise ja verlangen....

Anbieter: Bedienen nur die Nachfrage

Auch die Preise für Tisch-Reservierungen sprengen jede Vorstellungswelt: Nicht nur auf ebay gibt es derzeit zahlreiche Angebote für Wiesn-Tische. Hier sind die Preise noch "moderat". Höchstes Angebot ist 

hier momentan eine Tischreservierung für Samstagabend im Armbrustschützenzelt für 3.500 Euro.

Im letzten Jahr stiegen aber auf ebay die Preise bis auf über 5.000 Euro. Noch dreister allerdings die Angebote auf

Oktoberfest-Tischreservierungen.de. Den Vogel schießt neben zahlreichen Angeboten zwischen 4 und 6.000 Euro eine Tischreservierung Dienstagabend im Hofbräu Festzelt ab: 8.799,00 Euro (Bild oben)!

Die Bild er­wisch­te einen der dreis­ten In­ter­net-An­bie­ter. „Wir kau­fen die Ti­sche von Fir­men, die noch Plät­ze übrig haben. Wie die Ver­käu­fer an die Kar­ten kom­men, prü­fen wir nicht", so seine Aussage. Ge­ne­rell gilt: Die Wei­ter­ga­be von Ti­schen ist laut AGBs der Zelte ver­bo­ten – aber nicht straf­bar. Er be­trei­be keine Ab­zo­cke, be­die­ne nur die Nach­fra­ge.

Wirte können "Schwarzmarkt"-Reservierungen verweigern

Ärgerlich ist dieser "Schwarzmarkt" natürlich nicht nur für die Gäste, sondern auch für die Wiesn-Wirte und die Stadt. Das Referat für Wirtschaft und Arbeit warnt wie schon in den Vorjahren vor einer Reservierung von Wiesn-Tischen per Internet. Rechtlich sind die Möglichkeiten dagegen vorzugehen gleich Null. Trotzdem sollten Verkäufer wie Käufer gewarnt sein. Die Wirte haben nämlich das Recht, eine im Internet erstandene Reservierung nicht einzulösen. „Das ist Wahnsinn! Wir werden sehr streng kontrollieren. Und bei Verstößen gibt es nie wieder einen Platz in unserem Zelt", sagt Schützenzelt-Wirt Ludwig Reinbold zur Bild. Gün­ter Stein­berg (Hofbräu) setzt sogar eine Be­loh­nung aus: „Wer uns einen Wei­ter­ver­käu­fer nennt, den lade ich in mein Zelt ein."

mh

Quelle: rosenheim24.de

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