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Spektakulärer Glatteis-Unfall im Oberland

VW-Bus mit BGL-Kennzeichen in See "versenkt" und abgehauen

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Habach - Ein spektakulärer Unfall hat sich am Samstag in den frühen Morgenstunden im Oberland ereignet. In Habach, einer kleinen Gemeinde an der B472 zwischen Sindelsdorf und Uffing, stürzte ein VW-Bus mit Berchtesgadener Kennzeichen in einen halb zugefrorenen See. Der Fahrer und die beiden Mitfahrer flohen:

Update, 16.10 Uhr: Pressemitteilung der Polizei

Gegen 4:21 Uhr erreichte die PI Penzberg die Mitteilung, dass ein VW-Bus in den Koppenbergweiher gestürzt sei und von den Fahrzeuginsassen jede Spur fehle. Ein Großaufgebot der Feuerwehr Habach und der Wasserwacht Penzberg machte sich beschleunigt auf den Weg und nach kurzer Zeit konnte Entwarnung gegeben werden. Es war keine Person mehr in dem Fahrzeug, welches noch mit großen Teilen aus dem Wasser ragte. Wie es zu diesem Missgeschick kam, lies sich anfangs nicht erklären. Vom Fahrer und weiteren evtl. Insassen fehlte jede Spur. Wie sich während der Bergung und bei der Unfallaufnahme zeigte, hatte der VW-Bus zuvor und unweit des Weihers ein Feldkreuz umgefahren. 

Minuten später fiel dann den Kollegen ein Peugeot auf, der etwas abseits der Unfallstelle umständlich wenden wollte. Bei der Kontrolle dieses Wagens wurden drei Männer im Alter von 21 bis 28 Jahre angetroffen, welche durchnässt und frierend erklärten, mit im VW-Bus gesessen zu haben. Verantwortlicher Fahrer wollte keiner gewesen sein. Bei den drei Protagonisten wurden Alko-Tests durchgeführt, die allesamt positiv verliefen. Es folgten nun umfangreiche Ermittlungen und die widersprüchlichen Angaben konnten erst am frühen Samstagnachmittag widerlegt und der Sachverhalt somit aufgeklärt werden. Wie sich zeigte, nahm ein 25-jähriger Iffeldorfer, nach einer ausgiebigen Geburtstagsfeier den VW-Bus seiner Mutter und unternahm mit zwei Freunden eine nächtliche „Spritztour“! Aufgrund alkoholischer Einschränkungen endete diese bekanntermaßen und nach Überfahren des Feldkreuzes im Nassen.

Der Schaden am Fahrzeug, welches aufwendig von der Feuerwehr geborgen wurde, wird auf rund 20.000 Euro geschätzt und auch der Schaden am Feldkreuz wird auf knapp 10.000 Euro beziffert. Durch die Gewässerverunreinigung muss zudem mit einem Schaden von weiteren 50.000 Euro gerechnet werden, wie dies durch eine Aussage des Wasserwirtschaftsamtes mitgeteilt wurde. Unterm Strich bleibt jedoch die Erleichterung, dass kein Personenschaden zu beklagen ist. Nicht auszudenken, was alles durch ein solches, verantwortungslosem Verhalten hätte passieren können….

Pressemitteilung Polizeiinspektion Penzberg

Erstmeldung

Gegen 4.45 Uhr ging bei der Integrierten Leitstelle Oberland ein Notruf über einen Unfall bei Habach ein. Daraufhin alarmierte die ILS die Einsatzkräfte, denen sich eine große Herausforderung bot. Ein VW-Bus mit Berchtesgadener Kennzeichen kam auf schneebedeckter und eisiger Fahrbahn von der Straße ab, prallte gegen Bäume und Gestrüb und landete mit seinem Fahrzeug in einem halb zugefrorenen See. Die Eisschicht wurde durchbrochen und der Bus sank seitlich zur Hälfte ein

Der Fahrer, der offenbar unverletzt blieb, versuchte anschließend auf einem landwirtschaftlichen Anwesen einen Bauern mit Traktor zu organisieren, um sein Fahrzeug zu bergen. Dieser hatte aber dann wohl auch den Notruf abgesetzt. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war der Unfallfahrer dann plötzlich spurlos verschwunden.

Für die Einsatzkräfte von Wasserwacht und Feuerwehr bot sich eine schwierige Aufgabe. Aufgrund der Lage des Unfallfahrzeuges musste die Feuerwehr mit einem 18 Tonnen-Kran anrücken. Stahlverankerungen eines Kreuzes, das der Unfallwagen gerammt hatte, mussten mit einem Trennschleifer abgeschnitten werden. Durch den massiven Aufprall wurde am Fahrzeug Öl freigesetzt, welches in den See lief. Eine aufwendige Bergung stand bevor. 

VW-Bus stürzt in zugefrorenen See bei Habach

 © Dominik Bartl
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 © Dominik Bartl
 © Dominik Bartl
 © Dominik Bartl
 © Dominik Bartl
 © Dominik Bartl

Weitere Personen im Fahrzeug?

Nach drei Stunden Schwerstarbeit konnten das Fahrzeug endlich wieder auf die Straße gehoben werden, wo es an ein Abschleppunternehmen übergeben werden konnte. Der Bürgermeister von Habach und das Wasserwirtschaftsamt kamen zur Unfallstelle, um den Schaden zu begutachten. Nach der Bergung war nochmals die Wasserwacht gefragt, um das ausgelaufene Öl zu binden.

Die Polizei Penzberg hat die Ermittlungen aufgenommen, auch über den Verbleib des Fahrers. Auch ist derzeit nicht geklärt, ob noch weitere Personen im Fahrzeug waren, da auch der Beifahrer-Airbag ausgelöst hatte. Ob Alkohol im Spiel war, muss ebenfalls erst noch geklärt werden. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Habach, Murnau siwue die Wasserwacht Penzberg und 3 Streifen der Polizei.

Dominik Bartl/mw

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