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"Gsundheit": Prävention mal anders

Bad Reichenhall - "Der Alkohl ist sicher eines unserer größten Probleme und nicht nur bei Jugendlichen, da fängt's nur an", versuchte Kabarettist Ingo Vogl, Schülern aus dem Berchtesgadener Land zu erklären.

"Zerlegen tut es die Leute zwischen 20 und 55, nur die können sich nicht mehr entscheiden. Ihr könnt euch noch entscheiden", so die zentrale Botschaft des Kabaretts "Gsundheit", das Vogl im Rahmen der Alkohol-Aktionswoche "Alkohol? Weniger ist besser!" im Magazin 4 in Bad Reichenhall aufführte.

Von Anfang an hingen die Jugendlichen an den Lippen des Salzburgers. Der studierte Sozialarbeiter nutzte das aus, um ihnen mit lustigen Geschichten auf ernste Probleme zu stoßen. Und das mit Erfolg:

"Es hat mir sehr gefallen und ist sehr gut für Jugendliche", bilanzierte die 16-jährige Christina Francesca Ernenputsch aus der Mittelschule Bad Reichenhall. "Bei einer Komödie hört man mehr zu als bei Eltern." Eine Geschichte ließ ihr allerdings eine Gänsehaut über den Rücken laufen. "Als Ingo Vogl davon erzählt hat, dass ein 15-jähriger Junge in den Armen seines Freundes gestorben ist, weil sie zu spät den Notruf abgesetzt haben. Das werde ich wohl nie vergessen."

Diese Geschichte hat der Freund des Verstorbenen Ingo Vogl bei einer Veranstaltung erzählt und ihn gebeten, sie bitte ins Programm einzubauen. Und auch wenn er sie persönlich für sehr heftig hält, erzählt er sie, da sie Wirkung zeigt. "An einem Samstag klingelte mein Telefon. Es war ein Junge dran, der mein Programm an einer Schule gesehen hatte", erinnert sich der Kabarettist. "Er erzählte mir, dass er am Vortag genau das erlebt hätte, was ich in meinem Programm erzähle. Sie seien alle 14 und hätten eine Party gefeiert. Einer wurde bewußtlos, aber aus Angst vor den Eltern und dem Ärger, hätte alle anderen Jugendlichen gefordert, niemand anzurufen. Doch der Junge hat sich an das Programm von mir erinnert, die Rettung gerufen und so das Leben seines Freundes gerettet."

Würden Eltern eine solche Geschichte ihren Kindern erzählen, würden die vielleicht nicht einmal bis zum Ende zuhören. Da sind sich auch die Jugendlichen sicher. "So ein Kabarett ist auf alle Fälle besser, als wenn man vor die Klasse jemand hinstellt, der nur erzählt, was Alkohl für schlimme Folgen haben kann", glaubt auch Risto Dragic aus der Mittelschule Bad Reichenhall. Dass Alkohol schlimme Folgen haben kann, hat der 16-Jährige in seinem Freundeskreis miterlebt. "Manche übertreiben den Alkoholkonsum, manche passen auf sich auf, ein Freund von mir ist aber auch mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus gelandet."

Regelmäßig komme so etwas nicht vor, aber eine Drucksituation gebe es durchaus unter den Jugendlichen. "Ich habe kein Problem, nein zu sagen", ist Christinas Klassenkameradin Nadira Mamutoska (15) stolz. "Wenn es echte Freunde sind, haben sie Verständnis dafür und zwingen mich nicht."

Da nicht alle Jugendlichen so gefestigt sind, wie Nadira und ihre Freunde, gibt es die Alkohol-Aktionswoche. Den Jugendlichen soll der vernünftige Umgang mit Alkohol, Zigaretten und Drogen näher gebracht werden. Und Ingo Vogl hat in diesem Jahr seinen Teil dazu beigetragen.

Christine Zigon

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © cz

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