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Ausladung von Xavier Naidoo beim Sommerfestival?

Grüne distanzieren sich von Forderung ihrer Jugend

Martin Knobel, Vorstandssprecher der Grünen Rosenheim, nahm nun Stellung zur Forderung des Parteinachwuchses.
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Martin Knobel, Vorstandssprecher der Grünen Rosenheim, nahm nun Stellung zur Forderung des Parteinachwuchses.
  • Marcel Görmann
    VonMarcel Görmann
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Rosenheim - Die Grüne Jugend Rosenheim forderte, dass Xavier Naidoo vom Sommerfestival 2017 wieder ausgeladen werden soll. Das schlug hohe Wellen.

Wie von rosenheim24.de berichtet, löste die Pressemitteilung der Grünen Jugend viel Kritik und eine heiße Diskussion auf unseren Portalen und auf Facebook aus. Der Parteinachwuchs kritisierte darin, dass die Texte des Musikers "voll von Verschwörungstheorien, antisemitischen und homophoben Äußerungen" seien und er eine Nähe zur Reichsbürger-Bewegung pflege. Deshalb solle er vom Sommerfestival ausgeladen werden. 

Die große Mehrheit unserer User hält aber nichts davon. Auch die Veranstalter, die Stadt Rosenheim und die Landesgartenschau GmbH, winkten sofort ab: Es gelte das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung und die Freiheit der Kunst. 

Das sagt der Grünen-Vorstandssprecher 

Jetzt distanzierte sich auf Anfrage von rosenheim24.de auch Grünen-Vorstandssprecher Martin Knobel (29) von der Forderung der Grünen Jugend: "Wir Stadt-Grünen tragen den Vorstoß der Grünen Jugend nicht mit." 

Er begrüße es jedoch, dass sich die Rosenheimer Öffentlichkeit nun intensiver mit der Person Xavier Naidoo beschäftigt. "Er ist kein harmloser Soul-Musiker, sondern hat eine fragwürdige, vielleicht sogar gefährliche Haltung, die man definitiv kritisieren kann." 

Da Naidoo aber mit den Söhnen Mannheims auftreten wird, sei es unwahrscheinlich, dass er die Sommerfestival-Bühne für politische Hass-Botschaften nutzen werde. 

Die grüne Stadtratsfraktion habe damals den Planungen für das Sommerfestival 2017 zugestimmt - jedoch auch ihre Bedenken über die Einladung von Xavier Naidoo zu Protokoll gegeben. 

"Nun sollen die Rosenheimer mit den Füßen abstimmen, ob sie zu dem Konzert hingehen möchten - oder eben nicht", so Knobel. Die Bürger seien schließlich mündig und könnten selbst entscheiden.

Dass sich die Grüne Jugend Rosenheim im Jahr 2016 neu gegründet hat, sei trotz des Medienwirbels um die Naidoo-Ausladung ein Gewinn für die Partei und "sehr gut für die Jugend im Landkreis". Die Jugendgruppierung habe "freie Hand" und arbeite eigenständig - in Zukunft wolle man sich trotzdem besser abstimmen, kündigte Knobel an.

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