Ab Freitag Alternative zum herkömmlichen Volksfest wegen Corona

"Mussten uns was einfallen lassen": Volksfest zum "Midnehma" in Großkaro 

Die Corona-Krise hat die Schausteller-Familie Fahrenschon kreativ werden lassen. Christian Fahrenschon (Zweiter von links). Neben ihm seine Frau Claudia, sowie Tochter Anna Maria und Sohn Maximilian IV.
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Die Corona-Krise hat die Schausteller-Familie Fahrenschon kreativ werden lassen. Christian Fahrenschon (Zweiter von links). Neben ihm seine Frau Claudia, sowie Tochter Anna Maria und Sohn Maximilian IV.

Großkarolinenfeld - Wegen der Coronakrise kann das Frühlingsfest in Großkarolinenfeld nicht wie gewohnt stattfinden. Deshalb wird die Festwirtfamilie Fahrenschon kreativ. Wir haben mit Christian Fahrenschon über ihr neues "Volksfest zum Midnehma" gesprochen.

Seit fünf Generationen gibt es den Schaustellerbetrieb Fahrenschon. Wegen der Corona-Pandemie fürchtet die Familie um ihre Existenz: "Wir haben wirklich Angst, dass es uns ab dem nächsten Jahr nicht mehr gibt", sagte Christian Fahrenschon im Gespräch mit rosenheim24.de Ende April. Die Familie hat sich daher etwas Besonderes einfallen lassen: Das "Volksfest zum Midnehma" mit den typischen Volksfestständen für wenigsten etwas Volksfestflair.


"Auf die Idee gekommen sind meine Kinder", erzählt Fahrenschon. "Ich selber war sehr niedergeschlagen von der Situation, aber meine Kinder waren optimistisch und haben gesagt 'wir müssen uns jetzt was einfallen lassen', so entstand dann die Idee." In Gmund am Tegernsee habe man das "Volksfest zum Midnehma" bereits umgesetzt und die Resonanz war riesig. "Wir haben so viele positive Rückmeldungen bekommen. Selbst die Anwohner, die sonst immer ein Haar in der Suppe finden, fanden das super, der Zuspruch war enorm." 

Vorerst kein Biergarten

Auch für das Rosenheimer Herbstfest gibt es bereits Alternativpläne

Auch für seine Mitarbeiter sei es ein tolles Erlebnis gewesen. "Wir machen jetzt auch wieder etwas Positives, das ist für alle schön." Die Gemeinde habe ebenfalls gleich mitgespielt, lediglich dem Biergarten, der ab Montag in Bayern ja wieder offiziell öffnen hätte dürfen, erteilte der Gemeinderat eine Absage. "Die Auflagen und Beschränkungen der Regierung für die Biergärten sind bei den Kommunen noch nicht angekommen, deswegen hat der Gemeinderat sich dagegen entschieden. Man wäre aber auch kurzfristig bereit einen Biergarten aufzubauen, wenn bis dahin die Vorgaben eingetroffen seien, so Fahrenschon.


Das ist geboten auf dem „Volksfest zum Midnehma“

Direkt am Volksfestplatz in Großkarolinenfeld wird es also vom 15. bis 24. Mai diesen Jahres Volksfestklassiker zum Mitnehmen, knusprige Hendl, resche Schweinshaxn, frischen Steckerlfisch, gebrannte Mandeln, Schokofrüchte und vieles mehr geben. An den Sonntagen wird Festwirt Fahrenschon sogar frische, bayrische Enten grillen! Für die Hygienemaßnahmen aller Besucher und Mitarbeiter, ist bestens gesorgt, ihm geht es aber auch darum, wieder für die Bürger und Bürgerinnen da zu sein und ihnen Lebensfreude und ein Stückchen Normalität zurück zu geben.

Auch die Beschäftigung seiner Mitarbeiter und das Weiterbestehen seines Betriebes war Christian Fahrenschon ein großes Anliegen und so freut er sich, zumindest einen Imbiss-Stand aufbauen zu können. Täglich von 11 bis 20 Uhr können die bayrischen Schmankerl und Süßwaren abgeholt werden. 

jb

Quelle: rosenheim24.de

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