Entwarnung nach Lawinenabgang im Allgäu

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Immenstadt - Nach einem Lawinenabgang an der Mittagbahn bei Immenstadt im Oberallgäu haben Rettungskräfte am Donnerstag eine stundenlange Suchaktion nach möglichen Opfern gestartet. Am Abend schließlich gab die Polizei Entwarnung.

Es könne “mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ ausgeschlossen werden, dass sich Menschen unter den Schneemassen befinden. Zudem hätten keine Vermisstenmeldungen bestanden. Die Suchaktion mit Angehörigen der Bergwacht, der Lawinenhundestaffel sowie der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei wurde nach vier Stunden beendet.

Laut Polizei waren zuvor Fußspuren entdeckt worden, die am Rand der Lawine endeten. Zudem wurden im Bereich des Lawinenkegels Einfahrspuren von Skiern festgestellt, daher wurde intensiv nach möglichen Opfern gesucht. Zunächst waren die Retter sogar von zwei Lawinen an dem Berg ausgegangen, letztlich war es aber nur eine.

Ein Einsatzleiter der Bergwacht hatte die Schneebretter gesehen und sofort eine Suchaktion eingeleitet. Als die Lawine auf etwa 1300 Meter Höhe abging, herrschte Nebel und leichter Schneefall. Zunächst waren auch zwei Hubschrauber im Einsatz, um die Lawinensuchhunde mit ihren Führern in das Einsatzgebiet zu fliegen. Mit Einbruch der Dunkelheit wurden die Flüge eingestellt. Der Lawinenkegel, in dem nach möglichen Verschütteten gesucht wurde, ist etwa 80 Meter lang und 20 Meter breit.

Reichlich Neuschnee und starker Wind haben in den bayerischen Alpen für erhebliche Lawinengefahr gesorgt. Der Lawinenwarndienst Bayern gab am Donnerstag für Lagen oberhalb der Waldgrenze die Gefahrenstufe 3 auf der fünfstufigen Skala aus. In eingewehten Rinnen und Mulden sowie im kammnahen Steilgelände könnten bereits einzelne Skifahrer oder Snowboarder Schneebrettlawinen auslösen. Auch in den nächsten Tagen bleibt die Lawinensituation angespannt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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