Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Kinder singen "Halleluja" für sie

Well-"Mutti" beerdigt: Der bewegende Abschied

+
Gertraud Well wurde 95 Jahre alt.

Günzlhofen - "Das hätte der Mutti sicher gefallen", sagte Michael Well zur Beerdigung von Gertraud Well. Denn: Die "Mutter der Volksmusik" wurde zu Geigen-, Cello- und Ziehharmonika-Klängen beigesetzt.

Letztes Geleit für die Well-„Mutti“: Mit Musik, gespielt natürlich von ihren Kindern und Enkelkindern, ist die 95-jährig vor einer Woche gestorbene Gertraud Well in ihrem Heimatort Günzlhofen (Landkreis Fürstenfeldbruck) am Freitag beerdigt worden.

Zu dem Trauergottesdienst in der voll besetzten katholischen Pfarrkirche und dem anschließenden Begräbnis auf dem Dorffriedhof kamen alle 15 Kinder und ihre Familien.

Mehrere von ihnen spielten in der Kirche und am Friedhof Musikstücke auf Geige, Cello, Harfe, Klarinette, Trompete, Bariton und Ziehharmonika. Andere sangen unter anderem ein „Halleluja“. „Das hätte der Mutti sicher gefallen“, sagte Michael Well zu der Beerdigung.

Auch der Autor, Schauspieler und Kabarettist Gerhard Polt kam zum Begräbnis. Er stand Hunderte Male mit der 2012 aufgelösten Biermösl Blosn von Hans, Michael und Christoph („Stofferl“) Well auf der Bühne.

Privat ist er der Familie mit inzwischen fast 40 Enkelkindern und mehr als 20 Urenkeln eng verbunden - Jahrzehnte machte er für sie den Nikolaus. Auch der einstige Landtagsvizepräsident und SPD-Politiker Franz Maget erwies Gertraud Well die letzte Ehre.

Der Friedberger Wallfahrtsdirektor Sascha-Philipp Geißler würdigte die Verstorbene in seiner Predigt als Mittelpunkt des Zusammenlebens in der Familie. Ihre letzten Worte seien „Streitet nicht“ gewesen - „ein Vermächtnis für ihre Kinder und deren Familien“, so Geißler.

Die am 19. November 1919 geborene Gertraud Well stand über Jahrzehnte regelmäßig mit verschiedenen Formationen ihrer Kinder auf der Bühne. Ihren letzten öffentlichen Auftritt hatte sie erst am 21. Dezember 2014 beim jährlichen Adventsspiel der Familie. „Traudl“ Well bildete zusammen mit ihrem schon vor einiger Zeit gestorbenen Mann Hermann alle 15 Kinder selbst musikalisch aus und machte sie schon früh mit der Volksmusik vertraut. Neben der Biermösl Blosn sind die Wellküren, die Well-Brüder aus'm Biermoos und die Wellbappn die bekanntesten Gruppen der vielköpfigen Well-Familie.

dpa

Kommentare