Gentechnik-Gegnerin legt Revision ein

Würzburg - Ein Rechtsstreit um ein zerstörtes Genmaisfeld in Unterfranken ist auch zwei Jahre nach dem Vorfall noch nicht beigelegt.

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Geldstrafe für Gentechnik-Gegnerin

Eine wegen Sachbeschädigung verurteilte Gentechnik- Gegnerin will nicht hinnehmen, dass sie eine Geldstrafe von 45 Tagessätzen zu je 15 Euro zahlen soll, und geht in die nächste Instanz. Das teilte die Initiative “Gendreck-weg“ am Donnerstag mit. Nun muss das Oberlandesgericht Bamberg prüfen, ob im Berufungsverfahren vor dem Landgericht Würzburg Rechtsfehler gemacht worden sind.

60 Gentechnik-Gegner hatten vor zwei Jahren ein mit gentechnisch verändertem Mais bepflanztes Feld im Landkreis Kitzingen zerstört. Die Pflanzen waren niedergetrampelt oder herausgerissen worden. Auch die 28-Jährige wurde daraufhin angeklagt.

Am Mittwoch bestätigte das Landgericht Würzburg eine Entscheidung des Amtsgerichts Kitzingen, das die angeklagte Frau im Juli 2009 zu der Geldstrafe verurteilt hatte. Die 28-Jährige will sich mit dem neuerlichen Richterspruch aber nicht abfinden und hat nun Revision eingelegt.

Nach Ansicht der Frau ist die Forschung mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefährlich. Bisher gibt es allerdings keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse über mögliche Gefahren für Gesundheit oder Umwelt durch genmanipulierte Pflanzen.

dpa

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