Geistig behinderten Stiefsohn missbraucht?

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Traunstein/Mühldorf – Ein 46-Jähriger muss sich vor dem Landgericht Traunstein in sieben schweren Missbrauchsfällen verantworten. Er soll sich an seinem geistig behinderten Stiefsohn vergangen haben.

Das heute 24-jährige Opfer bestätigte die Vorwürfe, wenn die Aussage aufgrund seiner geistigen Behinderung auch schwer fiel. Unstimmigkeiten gab es beispielsweise bei der zeitlichen Einordnung der Taten, die er mit drastischen Worten beschrieb. Eine Münchner Psychologin begutachtet die Glaubwürdigkeit des Opfers, denn es steht Aussage gegen Aussage.

Der Tatverdächtige seinerseits schilderte, wie er sich für die Familie aufgeopfert habe. Die Beschuldigungen seines Stiefsohns sei für ihn eine Handlung aus Rache, weil der heute 24-Jährige ihn nie habe leiden können. Außerdem räumte er ein, vom Opfer beim Pornofilm schauen erwischt worden zu sein. Die Folge sei ein lautstarker Streit gewesen. Vorwürfe sind auch von der Stieftochter gekommen. Die habe Freunden erzählt, er habe sie auf unangebrachte Weise angefasst, was ebenfalls erfunden sei.

Die 22-Jährige untermauerte die Aussagen ihres Bruders. Er habe ihr von sexuellen Übergriffen berichtet. Außerdem soll sie von ihrem Stiefvater aufgefordert worden sein, zahlreiche seiner Porno-DVDs zu entsorgen.

Der Prozess wird am 18. August um 9 Uhrfortgesetzt.

>> Einen ausführlicheren Artikel zum Prozess finden Sie hier.

Quelle: rosenheim24.de

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