Lokführerin vorerst krankgeschrieben

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mühldorf - Nach dem schlimmen Bahnunfall bei Frixing am Montagabend, bei dem eine 59-Jährige aus dem Landkreis Altötting getötet wurde, ist die geschockte Lokführerin vorerst krankgeschrieben.

Am Montag gegen 18.20 Uhr war eine eine 59-jährige Frau aus dem Landkreis Altötting mit ihrem Toyota Corolla auf der Kreisstraße Mü 33 von Erharting kommend in Richtung Mößling unterwegs. Am Bahnübergang wurde die Toyota-Fahrerin nach ersten Polizei-Erkenntnissen vermutlich durch die tiefstehende Sonne so geblendet, dass sie das rote Blinklicht sowie die funktionstüchtigen Halbschranken übersah.

Tödlicher Unfall Frixing

Das Auto wurde von einem aus Richtung Neumarkt St. Veit kommenden Regionalzug erfasst und trotz sofort eingeleiteter Sofortbremsung noch ca. 300 m mitgeschleift bevor der Zug zum Stehen kam. Bei dem Aufprall wurde die Toyotafahrerein vermutlich sofort getötet. Der Regionalzug war zum Unfallzeitpunkt mit ca. 15 Fahrgästen besetzt, wobei keiner durch den Unfall verletzt wurde.

Die 26-jährige Lokführerin erlitt einen Schock, und wurde vom Bereitschaftsdienst der SOB betreut und nach Hause gebracht. Ob und wann sie wieder arbeiten kann, stehe noch nicht fest, erläuterte SOB-Sprecher Christoph Kraller auf Nachfrage. Er sprach von einem „sehr dramatischen Ereignis“ für die Lokführerin, die zunächst krank geschrieben sei. Erst im Laufe der jetzt anstehenden Betreuung durch einen speziell ausgebildeten Lokführer werde entschieden, wann und ob sie wieder fahren könne. Manche Lokführer kämen sehr schnell mit dem Erlebten zurecht, andere könnten nie wieder im Führerstand stehen.

Auf durchschnittlich zehn bezifferte die SOB die Bahnübergangsunfälle jährlich. Der Bahnübergang bei Frixing gilt als einer der sichersten, er wurde 2008 mit Blinkanlage und Halbschranke erneuert. „Er entspricht dem modernsten Standard“, sagte Kraller. Höhere Sicherheit könne nur eine Unterführung bieten.

Die Bahnstrecke war am Montag bis ca. 22 Uhr komplett gesperrt. Es waren mehrere Feuerwehren der umliegenden Gemeinden, Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams und ein Seelsorger im Einsatz.

Feuerwehrleute berichteten nach dem Einsatz, von gut zwei Dutzend Gaffern, die – zum Teil mit Ferngläsern ausgerüstet – zum Unfallort kamen. Angelockt vom Hubschrauber oder dem Hinweis auf die gesperrte Bahnstrecke fuhren samt Kindern mit dem Auto oder dem Fahrrad vor. „Erstaunlich, wie viele Leute plötzlich in Frixing wohnen“, erzählte ein Mößlinger Feuerwehrler von den Versuchen, die Absperrungen der Feuerwehr zu überwinden.

Lesen Sie dazu morgen mehr im Mühldorfer Anzeiger.

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Sie haben aber die Möglichkeit uns Ihre Meinung über das Kontaktformular zu senden.

Die Redaktion

Live: Top-Artikel unserer Leser