Verletzung nach Zugunglück: Wie geht's der Frau?

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Am 15. Dezember kam es zum Zusammenstoß zwischen dem Fahrzeug einer 48-Jährigen und dem Triebwagen der Südostbayernbahn. Wie geht es der verletzten Frau drei Monate nach dem Unfall?
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Gars - Wie geht es der Frau, die mit ihrem Auto im Dezember 2014 auf das Bahngleis geraten war und mit einem Zug zusammenstieß? Viele Rettungskräfte haben damals geholfen. Ein Vertrauter hat uns nun neue Infos berichtet!

Update 13.15 Uhr:

Nach der Veröffentlichung des Artikels am Montagmorgen auf unseren Portalen hat sich jetzt eine Vertrauensperson der 48-jährigen verletzten Frau in der Redaktion gemeldet. "Die Frau hat unterschiedliche, schwere Verletzungen erlitten und viele Operationen hinter sich". Durch das Mitschleifen des Fahrzeugs durch den Triebwagen im Dezember habe sie sich unter anderem Verbrennungen an der linken Hand zugezogen, um nur eine der Verletzungen zu nennen.

"Seit einigen Wochen befindet sie sich in der langen Rehaphase" heißt es von dem Vertrauten, der sich am Montag bei wasserburg24.de-Reporterin Regina Mittermair gemeldet hat. "Die Genesungsphase dauert noch sehr lange". Doch die verletzte Frau befinde sich zunehmend auf dem Weg der Besserung, ertrage die Verletzungen. "Ihre Familie bestärkt die 48-Jährige sehr und gibt ihr viel Lebensmut", erklärt der Vertraute weiter. Bei einigen Feuerwehren und Rettungskräften habe sich die Verletzte bereits persönlich gemeldet und sich für die Rettung bedankt. Sie sei sehr dankbar und froh über den großartigen Rettungseinsatz im Dezember.  

Artikel von Montagfrüh

Zuginsassen bitten um Infos

„Ich möchte so gerne wissen, wie es der Frau geht“ betont Helena. Die Wasserburgerin saß in dem Zug in Richtung Landshut, als am 15. Dezember 2014 an der Bahnstrecke zwischen Gars-Bahnhof und Mittergars der Zusammenstoß zwischen dem Fiat einer 48-Jährigen und dem Triebwagen der Südostbayernbahn passierte. „Es war für uns alle ein Schock, den Aufprall zu spüren, das Mitschleifen des Fahrzeugs zu hören und die Erhöhung des Wagons mitzuerleben“ erzählt die Bahnfahrerin gegenüber wasserburg24.de.

„Wir waren etwas mehr als zwanzig Leute im Zug und wurden vor Ort zwar vom Kriseninterventionsteam betreut, bevor wir von den Rettungskräften aus dem Wagon geholt wurden, aber ich kann dieses Erlebnis noch nicht besonders gut verarbeiten oder gar meine Eindrücke zum Abschluss bringen, wenn ich nicht weiß, wie es der Frau, die aus dem Auto unter dem Triebwagen gerettet werden konnte, jetzt geht“.

So wie Helena scheint es betroffenen Zugfahrgästen regelmäßig zu ergehen. Bei Zugunfällen, bei denen Fahrgäste nicht zu Schaden kommen, aber Vorfälle als Insasse miterleben, brauche es verstärkt das „Ende dieser Geschichte, in irgendeiner Weise eine Art Happy End“ heißt es von erfahrenen Kräften von Interventionsteams.

Großartige Zusammenarbeit bewiesen

Die Rettungskräfte konnten die Frau aus dem kaputten Fahrzeug befreien, sie wurde in ein Krankenhaus gebracht. Viele verschiedene Einsatzkräfte haben in herausragender Zusammenarbeit und mit viel Engagement und den richtigen Schritten die Frau retten können. Feuerwehren aus den unterschiedlichsten Ortschaften halfen bei dieser Rettung.

Wenige Tage nach dem Einsatz dankte die Familie der Verletzten den Einsatzkräften über eine Mitteilung in der Zeitung. Das ist nun drei Monate her. Seitdem diskutieren einige Feuerwehrler untereinander, wie es der Verletzten wohl geht, und auch den Zuginsassen, darunter Helena, ist es wichtig, zu erfahren, wie sich der Gesundheitszustand der verletzten Frau stabilisiert habe. „Ich brauche keine genauesten Details, aber ich möchte einfach wissen, ob sie das Krankenhaus schon verlassen konnte, ob sie ein normales Leben weiterführen kann, ich brauche Sicherheit, dass es ihr einigermaßen gut geht“ bittet Helena. Nachgefragt bei der Polizei heißt es: „Zum Gesundheitszustand der Frau können wir keine Auskunft geben“. Man wisse nichts Näheres, lediglich sei man in Kenntnis, dass die Frau das Unglück überlebt habe, zum Genesungsverlauf wisse auch die Polizei nichts, erläuterten die Beamten auf Nachfrage von wasserburg24.de. Einige Tage nach dem Unfall hieß es, bei dem Unfall sei der Verletzten ein Fuß abgetrennt worden.

Bei den eingesetzten Rettungskräften, den Feuerwehren und sogar verantwortlichen Kräften der Krisenintervention konnte ebenfalls niemand etwas über den aktuellen Gesundheitszustand der Frau aus dem Landkreis Mühldorf sagen. „Wir sind selbst sehr froh gewesen, dass wir gemeinsam die Frau aus dem Wrack unterhalb des Triebwagens retten konnten, sie wurde dann schnell ins Krankenhaus gebracht“, berichtet ein Helfer vor Ort. Man wünsche der Familie weiterhin alles Gute und dass es der Frau besser gehe.

Für Helena ist es momentan nicht besonders hilfreich, dass man scheinbar nichts über den Gesundheitszustand der Verletzten erfahren kann. „Ich bin überhaupt nicht schaulustig oder übertrieben neugierig, aber ich saß in dem Zug und bin dadurch zu einer Beteiligten geworden, darum wäre eine Information für mich seelisch sehr wichtig und hilfreich“, ergänzt Helena ihre Bitte. Helfer von Kriseninterventionsteams bestärken Beteiligte, Rettungs- und Einsatzkräfte, sich auch noch Wochen oder Monate nach bestimmten Situationen und Ereignissen Hilfe und Unterstützung zu suchen, um mit den Erinnerungen besser fertig zu werden. Durch gemeinsame Gespräche könnte eine Bewältigung von schlimmen Erlebnissen oftmals besser funktionieren, heißt es von den Experten. Das Kriseninterventionsteam ist in Notsituationen grundsätzlich über die Notrufnummer 112 erreichbar, für den Landkreis Mühldorf am Inn beispielsweise ist der BRK-Kreisverband Mühldorf zuständig, Telefonnummer 08631 / 36550.

Fotos von der Unfallstelle:

Unfall an Bahnstrecke: Auto unter Zug

Quelle: innsalzach24.de

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