Verwaltungsgerichtshof entscheidet

Sperrungen von Skipisten sind verboten

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Garmisch-Partenkirchen - Die Betreiber der Zugspitzbahn in Garmisch-Partenkirchen hatten Tourengehern den Zugang zu "ihren" Pisten untersagt. Das wiederum hat ihnen jetzt der Verwaltungsgerichtshof untersagt.

Auch präparierte Skipisten bleiben Teil der freien Natur und damit frei zugänglich. Mit dieser am Montag veröffentlichten Begründung hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof Pistensperren in Garmisch-Partenkirchen verboten.

Die Zugspitzbahn hatte in der vergangenen Saison Tourengehern den Zugang zu den Abfahrten im Hausberg-, Kreuzeck- und Osterfeldergebiet verwehrt. Nach der Klage eines Skitourengehers entschieden das Verwaltungsgericht und in zweiter Instanz auch der Verwaltungsgerichtshof, dass die Sperrungen - mit Ausnahme der Zeiten der Pistenpräparierung - beseitigt werden müssen.

Die Pistenbetreiberin habe nach dem Bayerischen Naturschutzgesetz während des allgemeinen Skibetriebs keine Sperrung für Tourengeher vornehmen dürfen, erklärte das Gericht (Urteil vom 21. November 2013, Aktenzeichen 14 BV 13.487). Die Beseitigung der Sperren sei auch im Interesse der erholungsuchenden und Wintersport treibenden Bevölkerung erforderlich gewesen. Das Grundrecht auf Naturgenuss sei in der Bayerischen Verfassung verankert. Nur während der gefahrvollen Pistenpräparierung seien die Sperren rechtens.

Revision wurde vom Verwaltungsgerichtshof nicht zugelassen. Dagegen kann Beschwerde zum Bundesverwaltungsgericht in Leipzig eingelegt werden.

dpa

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