Blindgänger in Töging

Zeitzeuge meldet sich: Bombe am Schwimmbad?

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Töging - Ein mutmaßlicher Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg beschäftigt derzeit die Stadt. Bürgermeister Horst Krebes will der Sache nun nachgehen - mit Verzögerung!

Ging bei einem Angriff der Alliierten im Herbst 1944 eine Fliegerbombe nieder, die nicht explodierte?

Auf Anfrage unserer Redaktion bestätigte der Leiter der Bauverwaltung der Stadt Töging, Sebastian Straßer, dass sich vor rund einem halben Jahr ein Zeitzeuge gemeldet habe. Der Rentner ist ein Anwohner im Stadtteil Hubmühle, in unmittelbarer Nähe der mutmaßlichen Einschlagsstelle beim Städtischen Schwimmbad. Er wollte sichergehen, dass die Bombe nicht in Vergessenheit gerät, so Straßer. 

Wie gefährlich so etwas werden kann, zeigt die Explosion einer Fliegerbombe in Euskirchen (NRW), die beim Recycling von Bauschutt hochging und einen 50-jährigen Baggerfahrer in den Tod riss.

Jetzt will die Stadt doch handeln

"Als wir von dem Zeitzeugen informiert wurden, haben wir das Landratsamt kontaktiert, um zu erfahren, wie wir vorgehen müssen", erklärte Sebastian Straßer gegenüber unserer Redaktion. Das Landratsamt hat wiederum auf einen Wegweiser des Innenministeriums verwiesen. In diesem stehe, dass der jeweilige Grundstückseigentümer die Verantwortung trage. So habe die Stadt zunächst den Eigentümer schriftlich über den Bomben-Verdacht informiert.

Nach den jüngsten Ereignissen in Euskirchen hat Bürgermeister Horst Krebes (SPD) nun aber angekündigt, nach dem möglichen Blindgänger im Erdreich zu suchen. Hierzu soll ein Metalldetektor eingesetzt werden.

Wer dafür die Kosten trägt, ist derzeit noch offen, teilte uns Straßer mit. Er müsste nun zunächst Angebote der möglichen Firmen einholen.

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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