Einsatzbericht der Feuerwehr Kolbermoor

Hochwasser an der Mangfall: Feuerwehr 22 Stunden lang im Dauerstress

Hochwasser an der Mangfall und Absperrung am Dienstag, 4. August
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Hochwasser an der Mangfall am Dienstag, 4. August.

Kolbermoor - Durch den hohen Niederschlag in der Nacht von Montag auf Dienstag, 03.08. auf 04.08.2020, stieg unter anderem der Wasserpegel der Mangfall. Schon in der Nacht wurde die Meldestufe 1, wenige Stunden später bereits die Meldestufe 2 erreicht.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:


Gegen Mittag wurden auch die Meldestufen 3 und 4 überschritten. Um 13 Uhr hatte die Mangfall den höchsten Punkt erreicht (282 cm) und war zu diesem Zeitpunkt nur noch 43 Zentimeter niedriger als bei dem Hochwasser 2013 (325cm).

Die starken Regenfälle verursachten im gesamten Landkreis eine Vielzahl an Unwettereinsätzen sowie massive Verkehrseinschränkungen durch Überflutungen. Das Aufgabenspektrum der Feuerwehr Kolbermoor reichte am vergangen Dienstag von vollgelaufenen Kellern bis zur “standardmäßigen” Wohnungsöffnung.


Der erste Einsatz für die Wehr ging um etwa 1 Uhr morgens ein. Ein Regenwasserkanal drohte überzulaufen und angrenzende Gebäude zu überfluten. Der letzte Einsatz des Tages war erst gegen 23 Uhr beendet. Hier handelte es sich um einen von vielen vollgelaufenen Kellern an diesem Tag.

Da sich die Lage im Kolbermoorer Stadtgebiet aber trotzdem vergleichsweise überschaubar darstellte, wurden gegen 11 Uhr vormittags drei Fahrzeuge nach Großholzhausen geschickt, um die dort eingesetzten Kräfte zu unterstützen. Außerdem wurde ein Sandsacktransport von Kolbermoor nach Bad Feilnbach begleitet.

Zur Koordinierung der Einsätze und Unterstützung der Einsatzleitung waren außerdem einige Kolbermoorer Kameraden mit der “Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung” im Landratsamt Rosenheim eingesetzt.

Über den gesamten Tag wurden sämtliche Deiche der Mangfall, die beiden Mangfallbrücken sowie kleinere Gewässer im Stadtgebiet durch die Feuerwehr Kolbermoor kontrolliert.

Zusammenfassend kann aus Sicht der Feuerwehr ein positives Fazit zu diesem einsatzreichen Tag gefällt werden. Insbesondere der nach dem Hochwasser 2013 errichtete Hochwasserschutz entlang der Mangfall zeigte Wirkung und hinderte die Mangfall stellenweise daran, über die Ufer zu treten. Die Bevölkerung wurde dadurch vor weiteren überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern bewahrt .Ein einsatzreicher, anstrengender aber doch positiv verlaufener Tag ging somit nach etwa 22 Stunden fast durchgehendem Einsatz zu Ende.

Pressemitteilung Feuerwehr Kolbermoor

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