Feuerwehr-Führerschein zum 1. September

München - Der Ministerrat hat für den "Feuerwehrführerschein" für Einsatzfahrzeuge auch bis 7,5 Tonnen grünes Licht gegeben. Der Verordnung ging ein langer Kampf voraus.

Innenminister Joachim Herrmann: „Mit der heute beschlossenen Verordnung sind wir endlich am Ziel. Unsere Freiwilligen Feuerwehren, Rettungsdienste und der Katastrophenschutz können jetzt selbst die Ausbildung und Prüfung zum Erwerb eines Führerscheins für Einsatzfahrzeuge bis 7,5 Tonnen und Gespanne übernehmen. Damit sichern wir dauerhaft die Einsatz- und Leistungsfähigkeit unserer ehrenamtlichen Helfer.“

Die Änderungen treten zum 1. September 2011 in Kraft, so dass an die ehrenamtlichen Mitglieder dieser Organisationen schon bald die ersten neuen Führerscheine erteilt werden können.

Der jetzt beschlossenen Verordnung ging ein langer und harter Kampf Bayerns voraus. Auf maßgebliche Initiative Bayerns wurde im Jahr 2009 zunächst der so genannte ‚kleine Feuerwehrführerschein‘ für Einsatzfahrzeuge bis 4,75 Tonnen geschaffen. Eine Regelung auch für Einsatzfahrzeuge bis 7,5 Tonnen und Gespanne war mit dem damals SPD-geführten Bundesverkehrsministerium nicht zu machen.

Bayern blieb jedoch beharrlich und startete im Sommer 2010 erneut eine Bundesratsinitiative, um den ‚Feuerwehrführerschein‘ auch auf Einsatzfahrzeuge bis 7,5 Tonnen sowie auf Fahrzeugkombinationen auszuweiten. Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer hat den bayerischen Gesetzesvorschlag weitgehend aufgegriffen und in den Bundestag eingebracht. Mit Gesetz vom 23. Juni 2011 hat der Bundestag schließlich Sonderfahrberechtigungen auch für Einsatzfahrzeuge bis 7,5 Tonnen nach einer organisationsinternen Ausbildung ermöglicht und die Länder ermächtigt, durch Verordnung die Einzelheiten zu regeln.

Innenminister Herrmann: „Die jetzt beschlossene Verordnung lehnt sich an die bereits bestehenden Regelungen für den Erwerb des Feuerwehrführerscheins an. Wir legen die Ausbildung in die Hand unserer Feuerwehren und Hilfsorganisationen, die hier sehr verantwortungsbewusst sind und größten Wert auf eine gute Ausbildung legen. Die Mindestdauer der Ausbildung haben wir auf sechs Einheiten zu je 45 Minuten festgesetzt.“

Der Innenminister ist sicher, dass der neue Feuerwehrführerschein noch begehrter sein wird als der bisherige Führerschein für Fahrzeuge bis 4,75 Tonnen: „Im ersten Jahr nach Einführung des ‚kleinen Feuerwehrführerscheins‘ wurden rund 500 Führerscheine erteilt. Das zeigt das große Interesse unserer Feuerwehren und Hilfsorganisationen an dieser Sonderfahrberechtigung. Der neue Feuerwehrführerschein bis 7,5 Tonnen wird ein noch größeres Erfolgsmodell sein.“

Pressemitteilung Bayerische Staatskanzlei

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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