Spiegel-Recherche zum Waffenfund

A8-Festnahme: Vlatko V. lediglich ein Kurier?

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Bad Feilnbach/Podgorica - Der SPIEGEL und SPIEGEL TV machten sich in Montenegro auf die Spurensuche nach dem Waffenfund auf der A8.

Die Reporter des SPIEGEL besuchten dabei auch die Wohnung des Festgenommenen in der Hauptstadt Podgorica.

Wie berichtet, war der 51-jährige Vlatko V. am 5. November auf der A8 von der Polizei kontrolliert worden. In seinem Golf III, einem Leihauto, das er für den Zeitraum vom 2. bis 9. November von einem Autoverleiher in Podgorica gemietet hatte, fanden die Beamten Waffen. Unter anderem acht Kalaschnikow-Gewehre und 200 Gramm TNT. Er war damit auf dem Weg nach Paris.

Nun liegt der Verdacht nahe, dass diese Waffenlieferung für die Terroristen vom 13. November geplant war.

Wollte er Schulden begleichen?

Laut den neuen Recherchen des SPIEGEL erhärtet sich der Verdacht, dass es sich bei Vlatko V. nicht um einen Islamisten handelte, sondern lediglich um einen Kurier, der möglicherweise gar nicht wusste, für wen er dort Waffen transportierte. Wie gestern schon berichtet, ist der Festgenommene auch kein Muslim, sondern gehört dem christlich-orthodoxen Glauben an, wie der SPIEGEL schreibt.

Sein Bruder, mit dem die Reporter vor Ort auch geredet haben, hält es für möglich, dass jemand Vlatko V. Geld für eine Kurierfahrt angeboten hat. Der 51-Jährige soll Schulden haben, unter anderem bei den Elektrizitätswerken. Probleme mit der Polizei habe er jedoch nie gehabt.

Seine Lektüre: "Die größten serbischen Gangster"

Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft München I jedoch gegen ihn wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Gegen einen Mann, auf dessen Couchtisch zwei Bücher liegen: "Die größten serbischen Gangster", Band 1 und 2.

Parkplatz "Im Moos": Hier wurde der Terrorverdächtige geschnappt

mg

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser