Mutter und Sohn: So überlebten sie

Stein an der Traun - Wenige Zentimeter trennten Uschi und Leon B. vom sicheren Tod durch den Felsbrocken, der ihr Haus zerstörte. Ihre Not-Operationen haben beide gut überstanden, doch das Schlimmste steht ihnen noch bevor.

Am Nachmittag erfahren die beiden von den Großeltern und Ärzten, dass ihre beiden Liebsten das Unglück nicht überlebt haben. Denn während die 40-jährige Mutter und ihr 16-jähriger Sohn von den Rettern schwer verletzt, aber lebend aus den Trümmern gegraben wurden, waren Vater Peter und die 18-Jährige Tochter Sophie wahrscheinlich sofort tot.

Mutter und Sohn erlitten unter anderem Beinbrüche und liegen derzeit noch auf der Intensivstation des Klinikums Traunstein. "Die beiden Verletzten waren in einem sehr guten Zustand, als sie bei uns ankamen", sagte Prof. Dr. Rupert Kettel im Interview mit chiemgau24.de. "Mittlerweile sind sie ansprechbar und haben die Eingriffe gut überstanden." Es werden noch weitere Operationen nötig werden, aber es besteht eine gute Chance, dass sie "nach einer Therapie körperlich vollends wiederhergestellt werden".

Stein an der Traun: Der Tag danach

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Die seelischen Schmerzen lassen sich hingegen nicht einfach wegoperieren. Um Uschi und Leon B. bei der Rückkehr ins Leben zu unterstützen, hat die Stadt Traunreut Spendenkonten eingerichtet:

Konto 100016195 BLZ 70169195 Raiffeisenbank Trostberg-Traunreut

Konto 205831296 BLZ 71090000 Volksbank Raiffeisenbank Obb. Südost eG

Konto 40131161 BLZ 71052050 Kreissparkasse Traunstein-Trostberg

Konto 373118010 BLZ 71022182 HypoVereinsbank Traunreut

Als Empfänger bitte die Stadt Traunreut, bei Verwendungszweck "Spendenhilfe Stein" angeben.

Die Unglücksstelle am Dienstagmorgen

Das Haus direkt rechts neben dem der Familie B. ist seit längerem unbewohnt und hat durch den Felssturz keine Schäden davon getragen. Die zweiköpfige Familie eine Haustür weiter wurde sicherheitshalber evakuiert und weiß noch nicht, wann sie zurückkehren darf. Derzeit ist sie bei Freunden untergekommen. Links neben dem Unglücksort beginnt bereits das Gelände der Brauerei.

Rettungskräfte suchen nach Überlebenden

Quelle: rosenheim24.de

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