Belastungen sollen überprüft werden

Dicke Luft? Feinstaub und Stickoxide in Rosenheim

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Rosenheim - Feinstaubbelastung ist vor allem wegen des Diesel-Urteils momentan in aller Munde. Wie betroffen ist Rosenheim?

In vielen Städten werden Feinstaubwerte und Stickoxidwerte bereits überschritten. Auch in Rosenheim? Da es derzeit keine Nachweise für die Belastung gibt, fordert die Stadtratsfraktion der Grünen Messstellen für Feinstaub- und Stickoxidbelastung im Stadtgebiet. Das Landesamt für Umwelt (LfU) solle dahingehend tätig werden. Sollten dann hohe Belastungen festgestellt werden, müsse die Stadt diese durch geeignete Maßnahmen, wie beispielsweise den Verkehr in bestimmten Bereichen verbieten oder beschränken, verringern.

Das Gremium behandelte diesen Antrag nun in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. "Vor längerer Zeit hat man in der Hubertusstraße schon Messungen gemacht", sagte Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer. Anwohner hatten damals geklagt. Das Ergebnis: keine Anhaltspunkte für relevante Luftverunreinigungen

Stadt wird tätig

Das grundsätzliche Vorgehen sei laut Rechtsdezernent Herbert Hoch, zunächst einmal das Verkehrsaufkommen auf den Straßen, die in Betracht kommen zu erfassen. Mit diesen Zahlen würde das LfU dann errechnen, ob auf diesen Straßen überhaupt zu erwarten ist, dass die Grenzwerte für Feinstaub und/oder Stickoxide überschritten werden. Rechnet das LfU damit, dass die Werte zu hoch sind, müsste in einem zweiten Zug entschieden werden, ob und wo bzw. wie entsprechende Messungen durchgeführt werden.

Mitarbeiter der Stadt werden in Zusammenarbeit mit dem LfU daher im nächsten Schritt feststellen, welche Straßen ins Visier genommen werden sollen und das Verkehrsaufkommen dort ermitteln, das beschloss der Haupt- und Finanzausschuss einstimmig. Antragsteller Franz Lukas (Bündnis 90/Die Grünen) schlug vor, vor allem die Hauptverkehrsstraßen an Schulen zu berücksichtigen. Weitere Vorschläge waren die Kufsteiner Straße, die „inoffiziellen B15“ – Brückenberg, Enzenspergerstraße und Klepperstraße sowie die Hubertusstraße.

Was Stickoxide so gefährlich macht

Das Umweltbundesamt kam auf Grundlage mehrerer Studien jüngst zu dem Ergebnis, dass Stickoxide über einen längeren Zeitraum schon in relativ geringen Konzentrationen schwere Folgen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Asthma und Typ 2 Diabetes haben können. 2014 war eine Langzeitbelastung mit Stickoxiden demnach für rund eine Million bestehende Krankheitsfälle verantwortlich.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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