Lkw-Kontrolle auf A8 bei Bad Feilnbach

Mehr als die Hälfte der Lkw-Fahrer missachteten Vorschriften

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Einsatzleiter Polizeidirektor Peter Böttinger (li.) an der Kontrollstelle im Gespräch mit Polizeipräsident Robert Kopp.

Bad Feilnbach/ A8 - Bei einer groß angelegten Kontrolle des Schwerverkehrs am Donnerstagnachmittag, 12. April 2018, überprüfte die Polizei zusammen mit Vertretern anderer Behörden Fahrer und deren Fahrzeuge. Die Beanstandungsquote fiel dabei leider unerfreulich hoch aus.

Etwa 40 Einsatzkräfte von verschiedenen Polizeiverbänden und unterschiedlichen Fachbehörden kontrollierten am Donnerstagnachmittag in der Zeit von 15 bis 20 Uhr an der Kontrollstelle „Im Moos“ auf der A8 den Schwerverkehr. 

Vor allem für die Kleintransporter interessierten sich die Kontrollkräfte an diesem Tag. Unter Federführung der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim kontrollierten die Schwerverkehrsspezialisten aus den Polizeiverbänden Oberbayern Nord, München und den eigenen Reihen gemeinsam mit Vertretern des Gewerbeaufsichtsamtes der Regierung von Oberbayern, des Zolls, des Bundesamtes für Güterverkehr, der Bundespolizei und der Landesverkehrsabteilung Tirol insgesamt 88 Fahrer und deren Fahrzeuge. 

Blick von der Kontrollstelle auf die Autobahn. Der Verkehr auf der BAB musste auf einen Fahrstreifen beschränkt werden.

Das Technische Hilfswerk (THW) Bad Aibling und die Autobahnmeisterei Rosenheim unterstützten logistisch bei der Einrichtung der Kontrollstelle. Die Ergebnisse zeigen, dass diese Überprüfungen dringend notwendig sind: von den kontrollierten Fahrern bzw. Fahrzeugen mussten 49 wegen verschiedenster Verkehrsverstöße beanstandet werden – das entspricht einer Quote von 55 Prozent! 

Fehlende Ladungssicherung, Überladungen und Fahren ohne Fahrerlaubnis

Bemängelt wurden vor allem die fehlende Ladungssicherung, Überladungen, Transporte ohne die erforderlichen Genehmigungen und Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten. Zusätzlich wurden sieben strafrechtliche Verstöße – wie Fahren ohne Fahrerlaubnis, Beschäftigungen ohne Arbeitserlaubnis und Nichteinhaltung von Einfuhrbestimmungen – festgestellt. 11 Fahrer mussten ihre Tour an der Kontrollstelle vorübergehend unterbrechen. Die Weiterfahrt konnte erst gestattet werden, nachdem z.B. die Ladung gesichert oder umgeladen oder die Mängel behoben worden waren.

Ein Sprinter war mit Kaffee so vollgeladen, dass das zulässige Gesamtgewicht um 1,3 Tonnen (37% Überladung) überschritten war. Im Rahmen der Verkehrssicherheitsarbeit auf den bayerischen Straßen werden auch in Zukunft die Polizei und die beteiligten Sicherheitsbehörden eng zusammenarbeiten.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: mangfall24.de

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