Bub (8) bei Familiendrama in Vogtareuth von Opa (79) erschossen

Bürgermeister geschockt: "Jetzt ist es auf einmal so nah!"

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Vogtareuth - Am Mittwochvormittag hat sich im Ortsteil Zaisering ein schreckliches Familiendrama ereignet. Ein kleiner Bub (8) wurde dabei mutmaßlich von seinem eigenen Großvater (79) erschossen!

Das Wichtigste in Kürze:

  • Großeinsatz am Mittwochvormittag in Zaisering (Gemeinde Vogtareuth)
  • Großvater (79) schießt mit Pistole auf eigenen Enkel (8)
  • Bub verstirbt wenig später im Krankenhaus
  • 79-Jähriger versucht sich anschließend selbst zu töten
  • Mutmaßlicher Täter ist sehr schwer verletzt und nicht ansprechbar
  • Motiv und Hintergründe der Tat sind unklar
  • Polizei stellt Tatwaffe sicher

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UPDATE, Donnerstag, 8.45 Uhr:

Am Donnerstag wurden neue Details zu dem schrecklichen Familiendrama in Zaisering bekannt.

UPDATE, Mittwoch 18.55 Uhr - Vogtareuths Bürgermeister geschockt

Jetzt hat sich auch Vogtareuths erster Bürgermeister Rudolf Leitmannstetter (Überparteiliche Wählergemeinschaft) geäußert. "Ich bin geschockt. Über sowas liest man sonst in der Zeitung. Jetzt ist es auf einmal so nah", sagte das Gemeindeoberhaupt.

Leitmannstetter stammt selbst aus dem Ortsteil Zaisering, in dem sich die schreckliche Tragödie abspielte. Hier leben nur rund 300 Menschen. "Das ist besonders hart. Da kennt man sich", so Leitmannstetter. Wann die Trauerfeier stattfindet, ist derzeit noch unklar.

Derweil haben Polizisten den ganzen Tag über Angehörige und Nachbarn im Ortsteil Zaisering befragt. Diese Maßnahmen würden am Donnerstag fortgesetzt, hieß es weiter. Zudem wurden am Haus und am Waldrand akribisch Spuren gesichert, damit die Beamten die Tat möglicherweise rekonstruieren können.

UPDATE, Mittwoch 17.40 Uhr - Zeugen beschreiben Opa als "sehr komisch"

Am Nachmittag hat sich ein Anwohner bei rosenheim24.de gemeldet, der den mutmaßlichen Täter schon seit vielen Jahren kennt. Dieser sei schon immer sehr aufbrausend und unfreundlich gewesen. Das sei im Dorf allerorts bekannt gewesen.

Der Anwohner selbst konnte sich noch an seine Kindheit erinnern, als er und ein Freund dem jetzt 79-Jährigen einen Klingelstreich gespielt hatten. Daraufhin sei der Mann aus seinem Haus gerannt, habe die beiden Kinder verfolgt und den Zeugen mit den Fäusten mehrfach auf den Kopf geschlagen. Seinen Freund habe der Mann ebenfalls erwischt und heftig gegen eine Wand gedrückt.

Dies deckt sich größtenteils mit den Angaben unserer Reporterin vor Ort, die sich mit Anwohnern unterhalten hat. Eine Frau, die den mutmaßlichen Täter flüchtig kennt, beschrieb ihn als "ziemlich komisch". Sie selbst sei "bestürzt und zutiefst erschüttert" darüber, was sich in ihrer kleinen Gemeinde am Vormittag zugetragen hatte.

Die Frage, ob der 79-Jährige vor der fürchterlichen Tat schon einmal auffällig gewesen oder polizeibekannt gewesen sei, verneinten die Polizeibeamten der Pressestelle auf Anfrage von rosenheim24.de.

UPDATE, Mittwoch 16.20 Uhr - Achtjähriger saß wohl im Rollstuhl

Wie die Bild-Zeitung berichtet, soll der Bub im Rollstuhl gesessen haben. Eine offizielle Bestätigung seitens der Polizei gab es dafür am Mittwochnachmittag nicht. Nach Informationen von rosenheim24.de soll der Bub von Geburt an an einer Erkrankung gelitten und deswegen teilweise im Rollstuhl gesessen haben.

Laut dem Bericht der Bild-Zeitung soll die Mutter des Jungen zudem Augenzeugin der Tragödie geworden sein und dabei noch "Geh weg, geh weg" in Richtung des tatverdächtigen Opas gerufen haben. Laut Bild sollen bei der Tat mindestens zwei Schüsse gefallen sein.

UPDATE, Mittwoch 15.05 Uhr - Polizei stellt Tatwaffe sicher

Die Polizei hat die Tatwaffe sichergestellt. Das bestätigte Polizeisprecher Stefan Sonntag auf Nachfrage von rosenheim24.de. Um welche Waffe es sich handelt und an welchem Ort genau diese gefunden wurde, wollte der Sprecher "aus ermittlungstaktischen Gründen" jedoch nicht verraten.

Der schwer verletzte 79-Jährige ist weiterhin nicht ansprechbar. Im Krankenhaus sind allerdings aus "spurentechnischen Gründen" Polizeibeamte zugegen. Konkreter wurde Sonntag aber auch hier nicht. Vermutlich geht es darum, etwaige Schmauchspuren vom Körper des mutmaßlichen Täters zu sichern. 

Nähere Ermittlungsergebnisse zu dem Fall soll es frühestens am Donnerstag geben, so Sonntag abschließend. Fest steht inzwischen auch, dass das Kind um kurz nach 11 Uhr im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen verstorben ist.

UPDATE, Mittwoch 14.20 Uhr - Was wir bisher wissen und was nicht

Nach dem Familiendrama am Vormittag sind auch Stunden nach der Tat viele Fragen noch ungeklärt. Die Polizei konnte bisher nur wenige Vorgänge bestätigten. Der Rest sei Gegenstand von Ermittlungen, hieß es weiter. Was wir bisher wissen und was nicht, haben wir HIER in einem gesonderten Artikel zusammengefasst.

UPDATE, Mittwoch 13.55 Uhr - Großvater offenbar zweifelsfrei der Täter

Die Bild berichtet soeben, dass nun zweifelsfrei feststehen würde, dass es sich bei dem dringend tatverdächtigen 79-Jährigen um den Schützen handeln würde. Die Zeitung beruft sich dabei auf einen (nicht näher definierten) "Sprecher".

UPDATE, Mittwoch 13.50 Uhr - 79-Jähriger auch in Lebensgefahr

Direkt nach dem Schuss oder den Schüssen auf den Buben (8) floh der dringend tatverdächtige 79-Jährige in ein Waldstück, wo er versuchte, sich selbst das Leben zu nehmen. Bei dem Großeinsatz der Polizei wurde er jedoch gefunden und kam anschließend - laut BR mit lebensgefährlichen Verletzungen - in ein Krankenhaus.

UPDATE, Mittwoch 13.10 Uhr - Tatwaffe offenbar eine Pistole

Wie die Bild-Zeitung soeben berichtet, soll es sich bei der Tatwaffe um eine Pistole handeln. Bestätigt von der Polizei wurde dies bislang jedoch noch nicht. Zudem schreibt die Zeitung von einer "Kopfverletzung", was bedeuten würde, dass der Achtjährige offenbar von mindestens einem Schuss in den Kopf getroffen worden ist. Aber auch hierfür fehlt bislang die Bestätigung.

UPDATE, Mittwoch 13 Uhr - Motiv und Hintergründe unklar

Knapp dreieinhalb Stunden nach der schrecklichen Tat sind Motiv und Hintergründe noch völlig unklar. Wie Polizeisprecher Stefan Sonntag auf Anfrage von rosenheim24.de soeben sagte, hätten Angehörige per Telefon gegen 9.30 Uhr "um dringende Hilfe wegen einer Schussverletzung" bei dem Achtjährigen gebeten. Daraufhin hätte man sofort Rettungsdienst, Notarzt und ein Großaufgebot der Polizei an den Einsatzort in Zaisering beordert. Wer genau den Notruf - ein anderes Medium sprach von den Eltern - abgesetzt hatte, konnte Sonntag zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.

Ebenso unklar ist, ob der tödlich verletzte Bub ein- oder mehrmals von Kugeln getroffen wurde. "Das muss alles genau von der Kriminalpolizei ermittelt werden", so Sonntag weiter. Im Zuge der Ermittlungen soll auch geklärt werden, ob der Bub fest bei seinem Opa lebte oder eben zum Tatzeitpunkt in Zaisering nur zu Besuch war. Dies sei ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen, so Sonntag weiter.

Bei Eintreffen der Rettungskräfte am Tatort lebte der Bub noch. Er starb wenig später auf dem Weg ins Krankenhaus bzw. direkt nach der Einlieferung dort. Was hier genau zutrifft, konnte Sonntag zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. In einer Klinik liegt auch der dringend tatverdächtige 79-Jährige. Zu dessen Zustand konnte Sonntag noch nichts neues berichten, außer dass die Verletzungen "sehr schwer" seien. 

Mit weiteren, genaueren Erkenntnissen zu dem Fall rechnet die Polizei nach Angaben von Sprecher Sonntag nicht mehr am Mittwoch, sondern erst im Laufe der nächsten Tage.

UPDATE, Mittwoch 12 Uhr: Bub (8) im Krankenhaus verstorben

Am Mittwochvormittag meldeten Angehörige über Notruf, dass dem 8 Jahre alten Sohn der Familie eine schwere Schussverletzung beigebracht worden war. Im Rahmen des sofort anlaufenden Einsatzes fanden die Einsatzkräfte den tatverdächtigen 79-jährigen Großvater des Opfers schwer verletzt in einem nahegelegenen Waldstück. 

Das Kind kam mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Klinikum, wo es noch im Laufe des Vormittages verstarb. Der Tatverdächtige kam mit lebensgefährlichen Verletzungen ebenfalls in eine Klinik. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei ermitteln gegen den 79-Jährigen wegen eines Tötungsdelikts.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

UPDATE, Mittwoch 11.30 Uhr: Kind mit Schusswaffe verletzt

Wie Stefan Sonntag vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd auf Anfrage von rosenheim24.de mitteilt, läuft der Einsatz der Polizei noch. Das SEK sei nicht im Einsatz gewesen, aber ein Rettungs- und ein Polizeihubschrauber, zudem 20 Polizeistreifen und die Spurensicherung. Die Kripo habe zudem die Ermittlungen übernommen.

Ein Grundschulkind sei am Vormittag mit einer Schusswaffe verletzt und ins Krankenhaus gebracht worden. Dringend tatverdächtig sei der Großvater des Kindes. Dieser wurde von der Polizei lebensgefährlich verletzt in einem Waldstück aufgegriffen. Er hatte nach den Schüssen auf seinen Enkel versucht, sich selbst das Leben zu nehmen.

Ob die Waffe bereits sichergestellt wurde ist derzeit nicht bekannt.

Erstmeldung:

Mehrere Polizeistreifen wurden in Schloßberg/Stephanskirchen gesichtet, wie uns Leser mitteilten. Auf Nachfrage bei der Polizei erklärte ein Pressesprecher des Präsidiums, es handele sich um einen größeren Einsatz in Vogtareuth/Zaisering.

Ein Großvater habe dort ein Kind verletzt. Es seien mehrere Streifen und auch ein Hubschrauber im Einsatz. Die Lage vor Ort sei kontrolliert.

Hinweis der Redaktion:

Aus Rücksicht auf die Angehörigen haben wir die Kommentarfunktion geschlossen.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa/Josef Reisner

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