Bestechlichkeit und Vorteilsnahme

Fall Wolbergs: Entscheidung über Prozess zeichnet sich ab

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Joachim Wolbergs wurde im Juli 2017 wegen Bestechlichkeit und Vorteilsnahme angeklagt.

In der Regensburger Korruptionsaffäre zeichnet sich eine Entscheidung des Landgerichtes Regensburg über einen möglichen Prozess gegen den suspendierten Oberbürgermeister Joachim Wolbergs (SPD) ab.

Regensburg - Nach Angaben eines Gerichtssprechers will die Wirtschaftsstrafkammer Ende der Woche ein Ergebnis bekanntgeben.

Die Staatsanwaltschaft Regensburg erhob im Juli 2017 Anklage gegen Wolbergs, unter anderem wegen Bestechlichkeit und Vorteilsnahme. Das Landgericht prüfte seither die Anklage und muss entscheiden, ob das Hauptverfahren eröffnet wird. Wolbergs Verteidiger hatten Ende Oktober beantragt, die Anklage nicht zuzulassen.

Wolbergs soll einen Unternehmer bei der Vergabe eines früheren Kasernenareals im Oktober 2014 bevorzugt haben. Im Gegenzug soll der Firmenchef an die Regensburger SPD von September 2011 bis März 2016 rund 475.000 Euro gespendet haben. Im Juni 2016 leitete die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen Wolbergs ein.

Mit Wolbergs sind ein Bauunternehmer, ein früherer Mitarbeiter des Unternehmers sowie der ehemalige Fraktionsvorsitzende der SPD im Regensburger Stadtrat angeklagt. Bei der Staatsanwaltschaft laufen zudem mehrere Ermittlungsverfahren gegen weitere Beschuldigte.

Hier brach Wolbergs in einer Videobotschaft sein langes Schweigen.

dpa/lby

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