Extra-Prüfung für durchgefallene G9-Abiturienten

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Beim ersten G8-Prüfungsdurchgang entstand dieses Bild in Straubing. Glück brauchen einige G9-Prüflinge nun erneut.  

München - 2012 wird es keine 13. Klasse mehr am Gymnasium geben. Dies ist der Grund, warum die 307 durchgefallenen G9-Abiturienten im September eine zweite Chance bekommen.

307 Schüler des letzten G9-Jahrgangs sind bei der Abiturprüfung durchgefallen. Deswegen bietet das Kultusministerium heuer zum ersten und letzten Mal eine Wiederholungsprüfung im September an, wie Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) am Mittwoch auf Anfrage mitteilte.

Ein Grund für die Sonderregelung ist, dass es für die durchgefallenen G9-Schüler im nächsten Schuljahr keine 13. Klasse mehr gibt, die sie nach dem alten System wiederholen könnten. Bislang mussten durchgefallene Abiturienten ein Jahr bis zur nächsten regulären Abschlussprüfung warten. “Damit wollen wir den Schülern die Möglichkeit geben, doch noch zum Wintersemester ein Studium aufzunehmen“, sagte Spaenle. Bis zum Ende des Schuljahrs im August werden die durchgefallenen G9-Abiturienten weiter in ihren vier Prüfungsfächern unterrichtet. “Darauf haben sie Anspruch“, sagte Spaenle.  In den Sommerferien soll  es allerdings keinen Sonderunterricht geben.

Das Kultusministerium bietet den 307 Durchgefallenen noch eine zweite Möglichkeit: Sie können ins G8 überwechseln und entweder die komplette Oberstufe mit 11. und 12. Klasse absolvieren oder nur den 12. Jahrgang.

Die Durchfallerquote des letzten G9-Jahrgangs liegt Spaenle zufolge bei etwa einem Prozent und damit im Rahmen des langjährigen Durchschnitts. Das Kultusministerium hatte gehofft, dass möglichst wenig G9-Abiturienten durchfallen - allerdings hat sich diese Hoffnung offenbar nicht erfüllt.

lby

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