Fähigkeiten nach der ersten Klasse

Was lernt mein Kind im ersten Schuljahr?

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Landkreis - Bald starten tausende Kinder in den Schulalltag! Welcher Unterrichtsstoff kommt auf die Abc-Schützen im ersten Schuljahr zu? Wir haben uns die Lernziele angeschaut:

Oft fragen sich die Eltern, was Ihr Kind nach der ersten Klasse nun alles gelernt hat oder sie fragen sich im Vorfeld, welche Herausforderungen auf ihre Sprösslinge zukommen werden. Deshalb hat rosenheim24.de mal recherchiert, was man als kommender Erstklässler alles lernt.

Wie das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung München erklärt, werden Fähigkeiten wie Zuhören, Sprechen, Schreiben und Lesen in allen Fächern erworben und geübt. Allgemein soll die Grundschule das Kind in seiner Persönlichkeitsentwicklung unterstützen und auf den späteren Schul- und Berufsalltag vorbereiten.

Es gibt einerseits den grundlegenden Unterricht, welcher aus den Fächer Deutsch, Mathematik, Heimat- und Sachunterricht, Kunst und Musik besteht, andererseits gibt es noch die anderen Pflichtfächer Sport, Religionslehre, Werken/Textiles Gestalten und den sogenannten Förderunterricht. Der grundlegende Unterricht besteht aus 16 Pflichtstunden, welche die sich Klassenleitung flexibel und auf ihre Schüler angepasst einteilen kann. Noten werden noch keine vergeben, im Zeugnis wird nur eine "Verbalbeurteilung" stehen.

Insgesamt 23 Schulstunden pro Woche

Im Fach Deutsch lernen die Kinder Sprechen und Gespräche führen, für sich und andere schreiben, Sprache untersuchen sowie Lesen und mit Literatur umgehen. Das alles erwerben sie anhand verschiedene Übungen, die auf der Seite des Schulportals teilweise aufgelistet sind. Neben Schreiben und Lesen erfahren die Schüler auch mehr über Kinderliteratur, Einzahl und Mehrzahl, Grundwortschatz, Tunwörter und Namenwörter, Wortanalyse, Rechtschreibung und Fragesätze.

„Bei der selbstständigen Auseinandersetzung mit mathematischen Fragen sollen die Schülerinnen und Schüler beweglich und vernetzt mathematisch denken und handeln“, so das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB). Das heißt, ihre Kleinen lernen im Mathematikunterricht Zusammenhänge zu erschließen, Lagebeziehungen, Rechengeschichten zu lösen, und selbstverständlich grundlegende mathematische Kenntnisse wie das Addieren und Subtrahieren, Umkehrzeichen und sogar schon den Umgang mit Geld.

Kinder erwerben im Heimat-und Sachunterricht grundlegendes Wissen über das Zusammenleben der Menschen in Vergangenheit und Gegenwart, über ihren Wohnort und die Region, über die Natur und über die sie umgebende Welt. Durch Aufgreifen der Lebenswirklichkeit von Kindern erlernen sie die Themen Pflanzenaufbau und Wiesenpflanzen, die fünf Sinne des Menschen, den Kalender, Lebensbereich und Aussehen der Tiere, Luft, Zähne und die vier Jahreszeiten. Laut ISB wird der Lehrplan für HSU derzeit vom Institut neu erstellt – dass sich an diesen essenziellen Themen jedoch etwas ändern wird ist unwahrscheinlich.

Die Lehrkräfte können den Musik- und Kunstunterricht sehr frei gestalten. Im Musikunterricht geht es jedenfalls hauptsächlich um Rhythmus und das Umsetzen von Musik und deren Gestaltung. Kunst fördert die Freude am praktischen Tun und schöpferischen Gestalten. Außerdem lernen die Kleinen das Betrachten von Kunst, verschiedenste Maltechniken und die Farbenlehre anhand des Farbkreises.

Eine Stunde in der Woche haben die Schüler Werken/Textiles Gestalten, wo sie Erfahrungen in den Bereichen Natur/Umwelt, Spiel/Technik, interkulturellen Begegnungen und gestaltetem Lebensraum sammeln. Hierbei wird die persönliche Ausdrucksfähigkeit und die Handgeschicklichkeit gefördert.

Der zweistündige Religionsunterricht unterscheidet sich in den verschiedenen Religionen natürlich sehr, doch in allen wird man an die Bräuche und Geschichten des Glaubens altersgerecht herangeführt.

Ihre Ausdauer können die Kinder zwei Stunden in der Woche im Sportunterricht trainieren. Anhand von spielerischen Übungen mit Bällen, Bewegungsformen wie Balancieren, Klettern, Schwingen, Hangeln und Springen, lernen die Kleinen mit ihrem Körper umzugehen.

Außerdem haben die Kinder zwei mal in der Woche Förderunterricht, welcher zur individuellen und gemeinsamen Unterstützung genutzt werden soll. Der Unterrichtsstoff wird hier noch einmal vertieft.

Insgesamt werden die Abc-Schützen somit 23 Schulstunden in der Woche haben.

mbu

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa picture alliance

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser