Mann in Klinik

Nach Ebolaverdacht Entwarnung am Münchner Bahnhof

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Der Münchner Bahnhof wurde vorübergehend teilweise gesperrt (Symbolfoto).

München - Bisher gibt es keinen Ebola-Fall in Deutschland. In München sorgte nun ein möglicher Fall kurz für Aufregung, doch die Polizei gab schnell Entwarnung.

Wegen des Verdachts auf Ebola oder eine andere Tropenkrankheit ist ein Mann am Münchner Hauptbahnhof kurzzeitig unter Quarantäne gesetzt worden. Der junge Flüchtling aus Somalia war am Freitagvormittag mit einem Begleiter im Gleisbett aufgegriffen worden, wie die Bundespolizei mitteilte. Als sich der Flüchtling anschließend zweimal übergeben musste, verständigten die Beamten einen Arzt. Dieser erkannte bei einer ersten Untersuchung Symptome einer Tropenkrankheit wie Ebola.

Für etwa eine Stunde wurde der Raum der Polizei am Hauptbahnhof gesperrt, ehe das hinzugerufene Gesundheitsamt nach einer eingehenden Untersuchung des Erkrankten Entwarnung geben konnte: Der Mann leide wahrscheinlich an einer Magenschleimhautentzündung und sei zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht worden. Der Bahnverkehr wurde nicht beeinträchtigt. Ob der Erkrankte erst am Freitag in München ankam, ist bislang unklar.

Die Tropenkrankheit Ebola sorgt weltweit für Verunsicherung, in Westafrika erkranken täglich weitere Menschen. 1900 Menschen sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO bereits durch die Epidemie ums Leben gekommen, 3500 seien derzeit infiziert. In Genf diskutieren seit Donnerstag knapp 200 Mediziner und andere Experten aus aller Welt, wie eine weitere Verbreitung der Krankheit gestoppt werden kann.

dpa

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