Gegenwind für RAG nun sichtbarer

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Bad Endorf - Die Proteste der Gegner der Erdgas-Bohrungen werden sichtbarer. Nun wird das Thema auch im Landtag behandelt - Maria Noichl stellte eine Anfrage.

Die Proteste gegen die umstrittene Erdgas-Probebohrung in Mauerkirchen nehmen zu. Die Bürgerinitiative Chiemgauer Seenplatte hat ein Symbol des Wiederstandes errichtet. Dieses ist nun für Jeden an der Straße von Rimsting nach Bad Endorf Tag und Nacht deutlich zu sehen: Ein beleuchteter Bohrturm mit großem Protestbanner ("Gegen Gasbohren") und Blinklicht!

Doch nicht nur die Bürger gehen in die Offensive. Die Rohöl Aufsuchungs AG (RAG) veröffentlichte jetzt eine Website, die über die geplante Erdgas-Probebohrung in Mauerkirchen informiert:

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Die Website unterrichtet über den aktuellen Stand. Sie enthält alle Informationen zum Bohrprojekt, zur Bohrlokation und zur Geologie vor Ort. Darüber hinaus liefert sie Hintergrundinformationen zur Tradition von Erdgasförderung in Bayern. Die Website verfolgt das Ziel, interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Medien umfassend zu informieren. Am 31. Oktober informierte die RAG Behörden und Öffentlichkeit darüber, dass sie gemäß der Vereinbarungen aus dem Bürgerdialog einen neuen Standort für eine mögliche Probebohrung gefunden hat. Das Grundstück, von dem aus die geplante Bohrung durchgeführt werden soll, befindet sich in einer Entfernung von ca. 700 Metern zum Naturschutzgebiet und ca. 1,2 Kilometern zum Langbürgner See. Nach intensiven Bemühungen ist damit ein Alternativstandort gefunden, der den Bedenken von Bürgern und Anrainern Rechnung trägt. Die RAG handelt im Chiemgau in Kooperation mit der Bayerngas GmbH. Sie sucht und fördert das Erdgas in Abstimmung mit dem Freistaat Bayern.

Erdgasbohrungen ein Thema im Landtag

Die geplanten Erdgasbohrungen am Langbürgner See beschäftigen mittlerweile auch den bayerischen Landtag. Die SPD-Landtagsabgeordnete Maria Noichl stellte eine entsprechende Anfrage an den Landtag. Darin will sie wissen, ob unter dem Naturschutzgebiet die umstrittene Fracking-Methode erlaubt ist, oder nicht. Sie fragt außerdem, wie die Staatsregierung sicherstellen will, dass weder Fracking noch andere, möglicherweise grundwassergefährdende Prozesse stattfinden werden.

Zudem soll geklärt werden, wie für den neuen Standort in der Gemeinde Bad Endorf eine angemessene Bürgerbeteiligung sichergestellt werden kann. Noichl gehört zu den vehementen Gegnern der geplanten Erdgasbohrungen am Langbürgner See. Man müsse gemeinsam verhindern, dass das Naturschutzgebiet ausgebeutet werde, so die SPD-Politikerin.

Link zur RAG-Info-Website: http://www.rag-austria.at/unternehmen/international-business/deutschland.html

Link zur BI Chiemgauer Seenplatte:  www.erdgasbohrung-mauerkirchen.de

Bilder & Video von den Demonstrationen:

Gasbohrung: Bad Endorfer gehen erneut auf die Straße

Demonstration gegen Erdgasbohrungen am Langbürgner See

Pressemitteilung RAG Rohöl-Aufsuchungs Aktiengesellschaft/Bayernwelle Südost

Quelle: rosenheim24.de

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