Vermeintliche Wildfischerei am Langbürgner See

Angler bezahlt Bußgeld - trotz fehlender Beweise

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Bad Endorf - Weil er auf dem Langbürgner See, in einem geschützten Gebiet, Wildfischerei betrieben haben soll, musste sich ein 42-Jähriger vor dem Amtsgericht verantworten. 

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Ende Mai des vergangenen Jahres will ein anderer Angler den 42-Jährigen im geschützten Gebiet des Langbürgner Sees fischen gesehen haben. Deshalb verständigte dieser damals die Fischereiaufseher, die den Angeklagten mit dem Vorwurf der Wilderei konfrontierten. 

Obwohl der vermeintliche Wildfischer dies vehement bestritt, erging ein Strafbefehl über 1800 Euro, dem der der Angeklagte Verkaufsberater jedoch widersprach. Deshalb kam es am Amtsgericht zur Verhandlung, berichtet OVB-Heimatzeitung. 

Keine Beweise für ein Fehlverhalten

„Ja, ich habe gefischt, aber keinesfalls in der verbotenen Zone“, beteuerte der Fischer. Er kenne das Gebiet und sei auf jedem Fall außerhalb der Sperrzone geblieben. Er habe sich lediglich auf den Rückweg befunden und seine Angeln im Heck liegen gehabt, als er an der Boje und den Plastikketten, welche das Sperrgebiet kennzeichnen, vorbeifuhr. 

Da der Zeuge nicht mehr exakt sagen konnte, in welcher Form der 42-Jährige aktiv gefischt habe und die tatsächliche Position des Angeklagten anhand von Fotos und Karten nicht genau ermittelt werden konnte, schlug Richter Wolfgang Fiedler vor, das Verfahren wegen geringer Schuld gegen eine Buße einszustellen. Ein Bußgeld an den Fischereiverein in Höhe von 150 Euro und das Einbehalten des beschlagnahmten Angelgerätes soll dem Angler deutlich machen, dass er künftig auch den Anschein von Fischwilderei unbedingt vermeiden sollte. Der Angeklagte stimmte diesem Vorschlag zu. 

Den ausführlichen Artikel lesen Sie auf OVB online oder in der gedruckten Heimatzeitung.

 

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / Soeren Stache

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