Schlechtes Orakel, faszinierendes Tier

Rosenheim – Krake Rosi hat zumindest was Fußball betrifft keine übersinnlichen Kräfte. Das Maskottchen der Tiefsee-Ausstellung ist aber auch so ein faszinierender Meeresbewohner.

Wir haben Kraken-Experten Dr. Daniel Oesterwind zum Interview gebeten und mit ihm über die Orakel-Aktion, neugierige Kraken und faszinierende Augen gesprochen:

Noch bis zum vierten November kann man Rosi in der Tiefsee-Austellung im Lokschuppen besuchen und hautnah beobachten. Rosis wissenschaftlicher Name lautet Octopus vulgaris. Was viele nicht wissen: Kalmare, Kraken und andere Tintenfische gehören zu der Klasse der Cephalopoden, die gemeinsam mit Schnecken und Muscheln dem Tierstamm der Weichtiere (Mollusca) zugeordnet werden. „Der Name Tintenfisch ist somit irreführend und müsste eigentlich durch „Tintenschnecke“ ersetzt werden“, so der Experte Dr. Daniel Oesterwind vom Johann Heinrich von Thünen-Institut. Kraken wie „Krake Rosi“ in der Tiefsee-Austellung werden allgemein als intelligent bezeichnet.

Krake Rosi zum EM-Halbfinale

Vieles gehört dazu in den Bereich der Legenden, doch bei einigen Krakenarten konnte intelligentes Verhalten nachgewiesen werden. „Biologen konnten vor der Küste Sulawesi beobachten, dass eine dort lebende Krakenart Kokosnusshälften sammelt, um sich danach zwischen den beiden Hälften zu verstecken“, so Oesterwind. „Dieses Verhalten kann als Gebrauch von Werkzeug, also in Zusammenhang mit einer gewissen Denkleistung, gedeutet werden. Es ist vielleicht auch ein Beleg für planendes, vorausschauendes Verhalten.“

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red/cs/Pressemitteilung Lokschuppen

Quelle: rosenheim24.de

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