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Kurioser DSGVO-Fall aus Wolnzach

Eklat beim Dorfmetzger: "Es geht die anderen nichts an, wie ich heiße"

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Wolnzach/Pfaffenhofen an der Ilm - "Darf es noch was sein, Frau ..." - Eigentlich freut man sich auf dem Dorf noch, wenn einen der örtliche Metzger mit Namen begrüßt und genau weiß, was man will. Nicht so in Wolnzach. Dort hat sich eine Kundin genau darüber tierisch aufgeregt - wegen Datenschutz.

Mindestens geschmunzelt - wenn nicht sogar lauthals gelacht - haben wir über den Aushang einer Metzgerei in Salzburg im Mai. Da war die (damals neue) Datenschutz-Grundverordnung noch ordentlich auf die Schippe genommen worden.

Wenn aus Spaß plötzlich Ernst wird

Doch nun wurde aus dem Spaß offenbar ernst. Denn ein genau solcher Fall sorgt derzeit für Diskussionsstoff in Bayern:

Wie der "Pfaffenhofener Kurier" berichtet, hat sich eine Frau in Wolnzach (Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm) beschwert, in einem Laden mit ihrem Namen angeredet zu werden. Der Grund: Dies sei ein Verstoß gegen den neuen Datenschutz. 

Mitten vor der Fleischtheke habe die Frau geschimpft: „Es geht die anderen hier im Laden gar nichts an, wie ich heiße.“ Und dies habe sie "so rein datenschutzmäßig" absolut ernst gemeint. Da blieb nicht nur der Mitarbeiterin hinter der Verkaufstheke laut dem Bericht die Spuke nicht. Auch die anderen Kunden im Geschäft schauten sich offenbar verdutzt an. 

Geschäftsleute im Ort sind verunsichert

Der Vorfall verunsichert nun Wolnzachs Geschäfts- und Gas­trowelt. Wie darf man nun datenschutzgerecht Willkommen heißen? Ist es denn nicht so, dass Kunden es sogar schätzen, erkannt zu werden und bekannt zu sein? Oder war das immer falsch? Beirren lassen möchte sich die Geschäftswelt davon nicht - und schüttelt in dem kleinen Ort über diesen Vorfall kollektiv den Kopf.

„In der heutigen Zeit, in der es modern ist, anonym im Internet einzukaufen, ist es ein Vorteil, die Kunden noch persönlich zu kennen, gerade im Einzelhandel“, wird Nikolaus Schuster, Vorsitzender des Wolnzacher Gewerbeverbandes, vom "Pfaffenhofener Kurier" zitiert. 

Natürlich ist der Wunsch der Kundin künftig zu respektieren. Aber vielleicht wäre es taktisch klüger gewesen, in einem solchen Fall die Sache unter vier Augen zu klären und nicht vor allen anderen Kunden - dann hätten sie den Namen der Dame sicherlich sofort wieder vergessen.

mh

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / Maurizio Gamb

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