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Staatsanwaltschaft legt Berufung ein

Eizellen illegal an Paare weitergegeben: Drei Männer wohl bald wieder vor Gericht

Künstliche Befruchtung
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Symbolbild

Sie sollen „übrig gebliebene“ Eizellen an ungewollt kinderlose Paare vermittelt haben: Deshalb stehen drei Vorstände eines Embryonenspende-Netzwerks aus Schwaben wohl bald wieder vor Gericht.

München - Der Prozess um die illegale Weitergabe von Eizellen geht in die nächste juristische Instanz. Nachdem drei Vorstände eines Embryonenspende-Netzwerks aus Schwaben vom Amtsgericht Dillingen freigesprochen wurden, hat die Staatsanwaltschaft nun Berufung gegen das Urteil eingelegt. Das teilte die Behörde am Montag mit. Nun müsse sich voraussichtlich das Landgericht Augsburg mit dem Fall befassen.

Die Staatsanwaltschaft hatte den drei Männern die missbräuchliche Anwendung von Fortpflanzungstechniken in 33 Fällen zwischen Februar 2014 und Oktober 2015 vorgeworfen. Sie hätten Embryonen, die bei der künstlichen Befruchtung eines Paares übrig bleiben, an ungewollt kinderlose Paare übermittelt. Rechtlich sei es dabei relevant, ob es sich um befruchtete oder noch nicht befruchtete Eier handelt, der letztere Fall sei strafbar.

In der Urteilsbegründung hielt das Amtsgericht den zwei Ärzten sowie einem Mitarbeiter des Netzwerks zugute, dass sie sich über ihr Handeln zunächst ausführlich rechtlich informiert hatten.

dpa

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