Prozess am Münchner Landgericht 

Überfall auf Ebersberger Döner-Imbiss: Milde Strafen für Angeklagte

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Ebersberg - Im Prozess um den Überfall auf einen Eberberger Döner-Imbiss hat das Landgericht München II sein Urteil gefällt. Zwei Männer müssen ins Gefängnis, sechs weitere erhielten Bewährungs- und Geldstrafen.

Am Donnerstag ist das Urteil zum Überfall auf einen Döner-Imbiss in Ebersberg gefallen. Besonders die beiden Hauptangeklagten zeigten sich im Vorfeld reumütig. "Es tut mir wirklich Leid", versicherte der erste Haupttäter, der für den Staatsanwalt der Anführer der Gruppe war und Migranten mit einem Baseballschläger attackiert hatte. Der andere sprach von einer "absolut miesen Aktion", wie unser Partnerportal merkur.de berichtet. 

Milde Strafen für Angeklagte 

Die acht Angeklagten mussten sich wegen gefährlicher Körperverletzung, Volksverhetzung und Bildung einer bewaffneten Gruppe vor Gericht verantworten. Staatsanwalt Alexander Strafner forderte Haftstrafen zwischen 22 Monaten sowie sechs Jahren und zehn Monaten ohne Bewährung für fünf der acht Angeklagten. Das Urteil blieb jedoch deutlich unter den Forderungen des Staatsanwaltes. 

Der Haupttäter muss für vier Jahre und drei Monate, der Mitangeklagte für zwei Jahre und vier Monate ins Gefängnis. "Es war ein ausländerfeindlicher Hintergrund", sagte die Richterin bei der Urteilsverkündung. Die restlichen Angeklagten erhielten Bewährungs- und Geldstrafen. 

Attacke auf Döner-Imbiss im September 2015

Die Attacke auf den Döner-Laden vor knapp zwei Jahren gilt als einer der schlimmsten fremdenfeindlichen Übergriffe in der Region um München. Nach einem Wiesnbesuch versammelten sich acht Männer in einer nahegelegenen Wohnung und zogen mit einem Baseballschläger, einer Holzstange und einem Schlosserhammer zum Imbiss. 

Ein Mitarbeiter und zwei Gäste wurden verletzt, wohl auch ein dunkelhäutiger Mann, der aber nicht ausfindig gemacht werden konnte.

jg

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pixabay

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