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Weit über 200 Einsatzstellen in Bischofswiesen

„Lage dramatisch“: Katastrophenfall im Kreis Berchtesgadener Land ausgerufen - Zwei Todesopfer

Die Flüsse konnten die Regenmassen von Samstag nicht mehr aufnehmen.
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Die Flüsse konnten die Regenmassen von Samstag nicht mehr aufnehmen.
  • Martina Hunger
    VonMartina Hunger
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  • Markus Zwigl
    Markus Zwigl
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Aus der harmlos scheinenden Vorabinformation des Deutschen Wetterdienstes ist mittlerweile eine Unwetterwarnung der Stufe drei geworden. Die Behörde warnt fast in der gesamten Region das ganze Wochenende lang vor ergiebigem Dauerregen. Am Samstagabend kam es zu ersten Überschwemmungen.

Service:

Update, 0.40 Uhr - Meldestufe 1 an Inn (Wasserburg/Rosenheim), Stufe 2 an Tiroler Aachen und Saalach

In Wasserburg hat der Inn gegen 22.30 Uhr Meldestufe 1 erreicht. Gegen 4 Uhr wird der Scheitel erwartet. Nach derzeitigen Prognosen könnte er knapp unter fünf Meter - und damit unter der zweiten Meldestufe - bleiben.
Seit 23.45 Uhr ist auch Meldestufe des Inns bei Rosenheim zur Mangfallmündung erreicht. Auch hier wird der Scheitel gegen 4 Uhr erwartet, mit einer Pegelhöhe von 370 Zentimetern. Meldestufe 2 wäre bei 4 Metern erreicht.

Meldestufe 2 herrscht aktuell an den Tiroler Aachen und der Saalach/Unterjettenberg.

Hinweis: Da aktuell keine weiteren Informationen von den Einsatzkräften zu erhalten, werden wir am Sonntagmorgen weiter berichten.

Update, 0.25 Uhr - Entspannung erst am Sonntag gegen 14 Uhr zu erwarten

Die dramatische Lage im Kreis Berchtesgadener Land wird sich auch in den kommenden Stunden nicht entspannen. Erst am Sonntag (19. Juli) gegen 14 Uhr rechne man in der Einsatzzentrale im Landratsamt Berchtesgadener Land mit einer ersten Entspannung, sagte die Sprecherin des Landratsamt Berchtesgadener Land, Alexandra Rothenbuchner, gegenüber BGLand24.de.

Außerdem bestätigte Rothenbuchner, dass ein Todesopfer aus Bischofswiesen stammt. Weitere Details seien allerdings noch nicht gesichert.

Update, 0.06 Uhr - Zwei Todesopfer im Berchtesgadener Land

Das Landratsamt Berchtesgadener Land hat nur eine ausführliche Pressemeldung herausgegeben: „Aufgrund von Überschwemmungen und Murenabgängen im südlichen Landkreis Berchtesgadener Land hat Landrat Bernhard Kern am heutigen Samstag (17. Juli) den Katastrophenfall für das Berchtesgadener Land ausgerufen.

Die bisherigen Einsatzschwerpunkte liegen im Bereich Bischofswiesen, Berchtesgaden, Schönau am Königssee, Marktschellenbergund Ramsau mit Überschwemmungen und Murenabgängen. Mehrere Personen sind evakuiert worden und werden derzeit von den Einsatzkräften betreut. In Berchtesgaden ist die B305 im Bereich Bahnhof/Burger King aktuell nicht passierbar. In Marktschellenberg gibt es Überflutungen im Ortsgebiet, die B305ist hier gesperrt. Der Ortsteil Scheffau ist derzeit nicht erreichbar.

Nach aktuellem Kenntnisstand sind dem auch zwei Todesopfer bekannt geworden. Ob beide Tote mit dem Hochwasser in Zusammenhang stehen, ist noch abzuklären.“

Weitere Informationen will das Landratsamt in einer Pressekonferenz um 9 Uhr bekannt geben.

Update, 23.55 Uhr - Sintflut in Hallein: Keine Meldungen über Vermisste oder Tote

Nach sintflutartigen Regenfällen sind in Österreich Teile der Altstadt von Hallein bei Salzburg überflutet worden. Ein Bach hatte sich am Abend zu einem reißenden Strom entwickelt, bestätigte die Polizei am Samstag entsprechende Videos, die im Internet zu sehen waren. Nach Angaben der Feuerwehr lagen am späten Abend keine Meldungen über Vermisste, Verletzte oder gar Tote vor.

Menschen, die in ihren Häusern eingeschlossen waren, seien mit Hilfe von Booten oder Lastwagen geborgen worden, sagte Landesfeuerwehr-Kommandant Günter Trinker. Das Wasser floss laut Behörden am späten Abend teilweise wieder ab. Dennoch bleibe die Lage in der 22.000-Einwohner-Stadt angesichts möglicher neuer Regenfälle angespannt. Halleins Bürgermeister Alexander Stangassinger sprach gegenüber den „Salzburger Nachrichten von einer Katastrophe. In einer Schule sei eine Notunterkunft eingerichtet worden für jene, deren Wohnungen nicht erreichbar seien.

Update, 23.30 Uhr - Pegelstand von 2013 deutlich überschritten

Bei dem heutigen Hochwasser hat der Pegelstand der Berchtesgadener Ache die des letzten Hochwassers von 2013 deutlich überschritten. Damals hatte der Fluß laut Hochwassernachrichtendienst einen Höchststand von 312 Zentimeter. Heute erreichte die Ache von 383 Zentimeter, damit stand das Wasser rund 70 Zentimeter höher als vor acht Jahren. Um 23.15 Uhr lag er bei 3,18 Meter.

Historische Pegelstände Berchtesgadener Ache.

Update, 22.53 Uhr - Katastrophenfall im Kreis BGL ausgerufen

Um 22.22 Uhr ist im Berchtesgadener Land aufgrund der Unwetterlage der Katastrophenfall ausgerufen worden, dies teilte die Pressestelle des Landratsamtes soeben mit.
Weitere Informationen folgen in Kürze.

Häuser evakuiert, Erdrutsche, überflutete Straßen, voll gelaufene Keller - in Oberbayern ist die Feuerwehr nach starkem Regen seit Samstagabend im Dauereinsatz. Die Lage sei dramatisch, sagte ein Sprecher der Integrierten Leitstelle Traunstein. Zahlreiche Kräfte aus Bayern sind bereits auf dem Weg in den Landkreis.

Update, 22.40 Uhr - Lage in Reit im Winkl

In Reit im Winkl sei die Lage - gerade auch im Vergleich zu Bischofswiesen - überschaubar, so die Integrierte Leitstelle Traunstein auf Nachfrage. Es komme vereinzelt zu Einsätzen, die aber weit nicht so schwer seien. Diese würden nun nach und nach abgearbeitet.

Update, 22.30 Uhr - Ausnahmezustand auch in Hallein

Im Salzburger Hallein wurde am späten Samstagabend Katastrophenalarm ausgerufen, wie das Land Salzburg auf seiner Homepage berichtet. „Die Bevölkerung wird aufgefordert in den Häusern zu bleiben, Tiefgaragen und Keller nicht zu betreten und sich auch von den Dämmen der Fließgewässer fernzuhalten.“

Auf Videos in den Sozialen Medien ist zu sehen, wie eine Flutwelle Autos und andere Gegenstände mit sich reißt.

Update, 22.05 Uhr - ILS Traunstein: Derzeit zwischen 200 und 300 Einsätze

Aktuell laufen im Landkreis Berchtesgadener Land mit Schwerpunkt Bischofswiesen zwischen 200 und 300 Einsätze. Eine genaue Zahl sei aktuell schwer zu nennen. Die Feuerwehren sind mit Sichten der Einsätze, priorisieren und Abarbeiten beschäftigt. Aktuell herrsche bereits Voralarm zum Katastrophenfall. Es seien auch mehrere Muren abgegangen, so der Sprecher der Einsatzzentrale weiter.

Dies bestätigte auch Marktschellenbergs Bürgermeister Michael Ernst gegenüber BGLand24.de Es gebe mehrere Murenabgänge im Bereich der Scheffau. Sowohl Tiefenbachstraße als auch Reckensberg sei gesperrt, die Scheffau sei abgeschnitten. Beide Brücken im Ort seien überflutet, im Ortskern steige der Pegel in der Salzburger Straße. Die B305 musste voll gesperrt werden.

Update, 21.50 Uhr - Katwarn löst aus

Soeben hat die Integrierte Leitstelle Traunstein eine Gefahrenmeldung über Katwarn herausgegeben. Demnach droht in der Gemeinde Berchtesgaden die Ache über die Ufer zu treten. Die Bewohner im Bereich der Berchtesgadener Ache werden gebeten, den Uferbereich und auch die Keller zu meiden.

Laut dem Hochwassernachrichtendienst ist der Pegel der Berchtesgadener Ache in der vergangen Stunde in die Höhe geschossen. Zwischen 19 und 20 Uhr lag er laut HND Bayern noch bei rund 1,65 Meter - um 21 Uhr waren es bereits etwa 3,25 Meter. Für 22 Uhr ist ein Wasserstand von etwa 3,75 Metern vorausgesagt.

Der Pegelstand der Berchtesgadener Ache (Stand 21.45 Uhr).

Update, 21.20 Uhr - Kreisbrandrat Kaltner: Weit über 100 Einsatzstellen

„Ich weiß gar nicht, wie ich es beschreiben soll. Es ist schlimm“, berichtet unser Reporter, der aktuell in Bischofswiesen und Berchtesgaden unterwegs ist. Zahlreiche Keller stünden unter Wasser, die Ache tritt über die Ufer, die Feuerwehr sei im Dauereinsatz und aktuell regne es noch immer. Überall kämen Bäche die Hänge herunter.

Dies bestätigte auch Kreisbrandrat Josef Kaltner auf Nachfrage von BGLand24.de. Einsatzschwerpunkt im Landkreis sei aktuell Bischofswiesen. Aber auch in Berchtesgaden und Marktschellenberg würden Einsätze laufen. Aktuell seien es bereits weit über 100.

Überschwemmungen in Berchtesgaden und Bischofswiesen

Regen führt zu zahlreichen Überschwemmungen im Kreis Berchtesgadener Land.
Regen führt zu zahlreichen Überschwemmungen im Kreis Berchtesgadener Land. © Pfeiffer
Regen führt zu zahlreichen Überschwemmungen im Kreis Berchtesgadener Land.
Regen führt zu zahlreichen Überschwemmungen im Kreis Berchtesgadener Land. © Pfeiffer
Regen führt zu zahlreichen Überschwemmungen im Kreis Berchtesgadener Land.
Regen führt zu zahlreichen Überschwemmungen im Kreis Berchtesgadener Land. © Pfeiffer
Regen führt zu zahlreichen Überschwemmungen im Kreis Berchtesgadener Land.
Regen führt zu zahlreichen Überschwemmungen im Kreis Berchtesgadener Land. © Pfeiffer
Regen führt zu zahlreichen Überschwemmungen im Kreis Berchtesgadener Land.
Regen führt zu zahlreichen Überschwemmungen im Kreis Berchtesgadener Land. © Pfeiffer
Regen führt zu zahlreichen Überschwemmungen im Kreis Berchtesgadener Land.
Regen führt zu zahlreichen Überschwemmungen im Kreis Berchtesgadener Land. © Pfeiffer

Update, 20.55 Uhr - Pegel in Kreisen Traunstein und BGL stark angestiegen

Die Pegel in den Kreisen Traunstein und Berchtesgadener Land sind aufgrund der ergiebigen Regenfälle im Verlauf des ganzen Tages stark angestiegen. Das teilt das Traunsteiner Wasserwirtschaftsamt mit.

Die Lage laut Wasserwirschaftsamt in den Landkreisen:

  • Kreis Traunstein: Da der Niederschlag nicht nachlässt, wird der Pegel Hochberg / Traun vermutlich in den frühen Abendstunden die Meldestufe 1 erreichen. Auch in den weiteren Einzugsgebieten des Landkreises sind die Pegelstände zum Teil rasant angestiegen. Das Amt hat seine Warnung vor Überschwemmungen bis Sonntag (18. Juli) 20 Uhr verlängert.
  • Landkreis Berchtesgadener Land: Aufgrund der ergiebigen Niederschlägen im Einzugsgebiet der Saalach/Salzach sind die Pegelstände stark angestiegen. Am Pegel Unterjettenberg / Saalach ist bereits der Meldebeginn erreicht und ein Überschreiten der Meldestufe 1 bzw. 2 ist nicht auszuschließen. Auch in den weiteren Einzugsgebieten des Landkreises sind die Pegelstände zum Teil rasant angestiegen. Auch für den Landkreis hat das Amt seine Warnung vor Überschwemmungen bis Sonntag (18. Juli) 20 Uhr verlängert.

Update, 20.15 Uhr - Erneut Sturzflut in Bischofswiesen

„In Bischofswiesen haben wir erneut massive Wassereinbrüche von Hangseite her“, so die Traunsteiner Einsatzzentrale auf Nachfrage von BGLand24.de. Es treffe erneut die gleichen Bereiche, die es auch schon am 9. Juni betroffen hat. Wie unsere Reporterin von vor Ort berichtet, ist auch die Bischofswieser Ache über die Ufer getreten. Im Bereich der Hauptstraße kommt es zu mehreren Einsätzen der Feuerwehr. Laut dem Hochwassernachrichtendienst Bayern schoß der Pegel innerhalb der letzten Stunde um 30 Zentimeter in die Höhe.

Wasser flutet Häuser in Reit im Winkl

Auch in Reit im Winkl seien mehrere einzelne Gebäude überschwemmt worden, so die Traunsteiner Einsatzzentrale. Hier sind mehrere Feuerwehren im Einsatz und versuchen, die Straßen freizuräumen und die Gebäude zu schützen bzw. Keller auszupumpen.

Update, 19.31 Uhr - Überflutungen der B305 bei Reit im Winkl

Die Feuerwehren Grassau, Übersee, Oberwössen und Ruhpolding wurden um kurz vor 19 Uhr wegen Überflutungen der B305 alarmiert. Betroffen ist zum einen die Bundesstraße auf Höhe Entfelden/Reit im Winkl, wo es zwischen Rosenweg und Ortsausgang in beiden Richtungen zu Verkehrsbehinderung wegen Überflutungen kommt. Zum anderen ist die B305 in beide Richtungen zwischen Seegatterl und Seehaus gesperrt. Auch dort wegen Überflutungen.

Die Rosenheimer Einsatzzentrale berichtet auf Nachfrage von chiemgau24.de, dass gerade diese Furten bei Starkregen oft von Überschwemmungen betroffen seien. Weitere Einsätze laufen aktuell nicht. Die Lage sei noch ruhig.

Update, 17.01 Uhr - Behörden geben teilweise Entwarnung

Die befürchteten schweren Hochwasser bleiben in Bayern überwiegend aus. In Niederbayern werden für den Inn und die Donau keine größeren Überschwemmungen erwartet, wie die Stadt Passau am Samstag mitteilte. Die erwarteten Pegel für die beiden Flüsse wurden demnach nach unten korrigiert. Für die Donau erwartete der Hochwassernachrichtendienst (HND) in der Nacht auf Sonntag maximal das Erreichen der Meldestufe 2. Der Inn soll nicht einmal Meldestufe 1 erreichen.

Ebenfalls Entwarnung gab es für den Südosten Oberbayerns. Das Wasserwirtschaftsamt Traunstein ging nicht davon aus, dass Flüsse hohe Meldestufen erreichen. Allerdings warnte das Amt in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land vor Überschwemmungen. In beiden Landkreisen gilt die Warnung vor Hochwassergefahr von Samstag 14 Uhr bis Sonntag 14 Uhr.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte zudem bis Sonntagabend vor Dauerregen und Unwettern am zentralen und östlichen Alpenrand mit Mengen von bis zu 80 Litern pro Quadratmeter. In Südbayern und der Oberpfalz wird lokaler Starkregen erwartet.

Update 16.10 Uhr - Lage aktuell noch ruhig

Seit den Mittagsstunden kommt es in der Region immer wieder zu heftigen Regenschauern. Die Hochwasserlage ist im gesamten Freistaat aktuell noch entspannt. In Kelheim stieg die Meldestufe des HND am Samstag auf eins - es kam zu kleinen Ausuferungen. 

Das Wasserwirschaftsamt Rosenheim hat aktuell noch keine Hochwasserwarnung vor. Das Traunsteiner Wasserwirschaftsamt hat am Vormittag Warnungen für die Landkreise Altötting, Traunstein und Berchtesgadener Land herausgegeben.

Die Warnungen im Detail:

  • Landkreis Altötting: Die Warnung ist aktuell gültig bis Sonntag (18. Juli) 9 Uhr. Bis Sonntagabend ist schauerartig
    verstärkter Dauerregen mit Mengen zwischen 50 und 80, in Staulagen um 100 l/qm innerhalb etwa 36 Stunden (Unwetter) vorhergesagt. Aufgrund der vorhergesagten Niederschläge ist mit einem Anstieg der Pegelstände im Landkreis Altötting bis zum Sonntagnachmittag zu rechnen, wobei ein Überschreiten von Meldestufen derzeit nicht mehr vorhergesagt wird.
  • Landkreis Traunstein: Die Warnung ist aktuell gültig bis Sonntag (18. Juli) 14 Uhr. Bis Sonntagabend ist schauerartig
    verstärkter Dauerregen mit Mengen zwischen 50 und 80, in Staulagen um 100 l/qm innerhalb etwa 36 Stunden (Unwetter) vorhergesagt. Aufgrund der vorhergesagten Niederschläge ist im Landkreis Traunstein mit einem Anstieg der Pegelstände von Samstagnachmittag bis Sonntagnachmittag zu rechnen. Nach den derzeitigen Prognosen wird an der Tiroler Achen mit einem Überschreiten der Meldestufe 2 am Sonntag in der Früh gerechnet. Punktuell kann es zu heftigem Starkregen kommen. Kleine Gewässer, insbesondere Wildbäche, können über die Ufer treten.
  • Landkreis Berchtesgadener Land: Die Warnung ist aktuell gültig bis Sonntag (18. Juli) 14 Uhr. Bis Sonntagabend ist schauerartig verstärkter Dauerregen mit Mengen zwischen 50 und 80, in Staulagen um 100 l/qm innerhalb etwa 36 Stunden (Unwetter) vorhergesagt. Aufgrund der vorhergesagten Niederschläge ist mit einem Anstieg der Pegelstände von Samstagnachmittag bis Sonntagnachmittag zu rechnen, wobei ein Überschreiten von Meldestufen derzeit nicht mehr vorhergesagt wird. Punktuell kann es jedoch zu heftigem Starkregen kommen. Kleine Gewässer, insbesondere Wildbäche, können über die Ufer treten.

In Bayern müssen die Menschen am gesamten Wochenende mit Starkregen und Überschwemmungen rechnen. Durch Dauerregen am östlichen Alpenrand steigen die Pegelstände der Flüsse und Seen, teilte der Hochwassernachrichtendienst (HND) am Samstag mit. An Donau, Isar, Salzach und Inn drohen den Angaben zufolge Überschwemmungen. Die Stadt Passau warnte bereits am Freitag auf ihrer Internetseite vor einem kommenden Hochwasser: Am Sonntag könnten Keller und Grundstücke überflutet werden.

Update, 11.56 Uhr - Überschwemmungen und steigende Pegel zu erwarten

In der gesamten Region kommt es immer wieder zu ersten heftigen Regenschauern. Noch ist die Lage an Bächen und Flüssen entspannt. Doch angesichts der Warnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vor Starkregen im Südosten Bayerns sind im weiteren Verlauf des Wochenendes Überschwemmungen nicht ausgeschlossen.

Der DWD rechnet bis Sonntagabend insbesondere im östlichen Alpenraum mit Regenmengen von bis zu 100 Litern pro Quadratmeter, in Staulagen seien „wahrscheinlich“ sogar rund 150 Liter pro Quadratmeter möglich, erklärte eine Sprecherin. Eine Modellkarte von kachelmannwetter.com sagt vor allem für das Berchtesgadener Land enorme Niederschlagsmengen voraus.

Modellkarte für das Berchtesgadener Land.

Der Hochwassernachrichtendienst Bayern rechnet im alpinen Raum und teils auch im Alpenvorland mit deutlich, teils auch schnell steigenden Pegelständen und damit verbunden Ausuferungen und Überschwemmungen. Nach aktuellen Prognosen liegt der Schwerpunkt laut der Behörde im Isareinzugsgebiet mit entsprechend hohen zu erwartenden Pegelständen u.a. an unterer Isar, Loisach und Ammer. Aber auch Salzach, Inn und Traun werden höchstwahrscheinlich betroffen sein.

Auch in Österreich drohen Überschwemmungen. Speziell an der Tiroler Ache sind erhöhte Pegelstände zu erwarten.

Erstmeldung:

Seit Samstag (17. Juli) 6 Uhr gilt für die Landkreise Rosenheim, Traunstein sowie Berchtesgadener Land eine amtliche Warnung vor ergiebigem Dauerregen mit wechselnder Intensität. Der DWD rechnet bis Montag (19 Juli) 0 Uhr im Raum Rosenheim und Traunstein mit Niederschlagsmengen zwischen 60 und 70 Liter pro Quadratmeter. In Staulagen können demnach sogar 80 Liter pro Quadratmeter erreicht werden.

Im Berchtesgadener Land kann es offenbar noch heftiger werden. Dort werden Niederschlagsmengen zwischen 70 und 90 Liter pro Quadratmeter erwartet. In Staulagen können Mengen bis 160 Liter pro Quadratmeter erreicht werden.

Neben Dauerregen können den Experten von „Der Himmel im Südosten“ zufolge auch Gewitter mit Starkregen auftreten.

Auch in den Landkreise Bad Tölz und Garmisch-Partenkirchen gilt Warnstufe drei. Der DWD weist außerdem daraufhin, dass infolge des Dauerregens unter anderem Hochwasser an Bächen und kleineren Flüssen sowie Überflutungen von Straßen möglich sein können. „Es können zum Beispiel Erdrutsche auftreten“, heißt es wörtlich.

Der Hochwassernachrichtendienst Bayern hat ebenfalls für die Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land eine Vorwarnung vor Hochwasser (Stufe 1 von 4) herausgegeben. Der DWD teilte bereits mit, dass es an Traun, Salzach und Inn am Sonntag zu Überschwemmungen kommen kann. Der Hochwasserscheitel soll am Sonntagmorgen erreicht werden.

Seit Freitag stellen sich die Behörden, Feuerwehren und Wasserwachten deshalb auf ein turbulentes Wochenende ein. Traunsteins Oberbürgermeister Christian Hümmer warnte in einem Facebook-Post bereits entsprechend: „Der Hochwasserscheitel an der Traun wird für die Nacht von Samstag auf Sonntag bzw. Sonntagmorgen erwartet! Passen Sie auf sich auf! Die Stadtverwaltung ist bereits in Alarmbereitschaft versetzt.“

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