Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Starkregen lässt Flüsse anschwellen

Höhere Pegelstände nach Dauerregen in Bayern - nur vereinzelt Überflutungen

Männer stehen auf einer überfluteten Straße in Kennelbach in Vorarlberg nach anhaltenden, intensiven Niederschlägen.
+
Heftiger Regen hatte bis in die Nacht zu Samstag in Vorarlberg in Österreich ebenfalls zahlreiche Straßen und Ortsteile überflutet. 

Heftige Gewitter und Starkregen erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) von Freitag (19. August) bis Samstag (20. August) in Bayern.

Service:

Update, 17.25 Uhr - Höhere Pegelstände nach Dauerregen - nur vereinzelt Überflutungen

Erst zu wenig Regen, dann mancherorts sogar zu viel: Im Süden Bayerns hat starker Dauerregen in der Nacht zum Samstag die Flüsse ordentlich anschwellen lassen. Am Nachmittag hob der Deutsche Wetterdienst (DWD) seine Unwetter-Warnungen für den Südosten des Freistaats aber wieder auf. Für Teile Süddeutschlands sei lediglich noch „markantes Wetter“ zu erwarten.

Höhere Pegel waren am Samstag vor allem in den Gebieten der kleineren südlichen Zuflüsse zur oberen Donau, der Altmühl, am Oberlauf von Iller und Lech, der Bodensee-Zuflüsse sowie im Inn-Gebiet zu verzeichnen, wie der Hochwassernachrichtendienst Bayern meldete. «An mittleren und größeren Flüssen, die von den Pegelmessstellen mit Meldestufen-Einteilung beobachtet werden, haben die Regenmengen bisher nur vereinzelt zu Ausuferungen geführt.» Wegen der dynamischen Wetterentwicklung seien Hochwasser allerdings schwer vorherzusagen.

Bei den starken Regenfällen waren vor allem die Region von Schwaben bis zum Bodensee, das Allgäu und Teile Oberbayerns betroffen. Dabei seien teilweise mehr als 100 Liter pro Quadratmeter gefallen, mancherorts die übliche Monatssumme. Die Auswirkungen seien jedoch gering geblieben, da durch das Niederschlagsdefizit der vergangenen Monate Flüsse und Bäche größtenteils Niedrigwasser hatten.

Nach Angaben der Polizei vom Morgen gab es keine größeren Unwetter-Einsätze. In Niederbayern kam es auf einigen Bundesstraßen zu Aquaplaning. Ernsthaft verletzt wurde bei den Unfällen laut Polizei niemand.

Für Deutschland gebe es am Sonntag im Südosten und Nordwesten noch einzelne Schauer, heißt es vom DWD. Im Nordwesten seien dabei am Nachmittag auch kurze Gewitter nicht ausgeschlossen. Ansonsten bleibe es aber meist trocken. Die Temperaturen steigen auf 23 bis 29 Grad.

Update, 16.10 Uhr - Weiterhin Warnung vor Starkregen

In den Kreisen Rosenheim, Berchtesgadener Land und Traunstein sowie der Stadt Rosenheim gilt weiterhin eine amtliiche Warnung vor Starkregen. Diese ist bis Sonntag, 6 Uhr, gültig.

Update, 15.20 Uhr - DWD hebt Unwetterwarnung vor ergiebigem Dauerregen in der Region vorerst auf

Wie der DWD um 15 Uhr mitteilte, ist die Unwetterwarnung vor ergiebigem Dauerregen in der Region aufgehoben. Für die Kreise Traunstein und Berchtesgadener Land gilt allerdings weiterhin eine amtliche Warnung vor Starkregen. Diese ist bis Sonntag (21. August) um 6 Uhr gültig.

Update, 14.40 Uhr - Überschwemmungen in Bernau am Chiemsee am Freitag

Wie die Freiwillige Feuerwehr Bernau auf Facebook mitteilte, mussten Einsatzkräfte am späten Freitagnachmittag (19. August) zu mehreren Häusern ausrücken, um Keller auszupumpen.

Update, 13.07 Uhr - Starkregen in Bayern lässt Flüsse anschwellen - keine großen Schäden

Nach rund 24 Stunden Dauerregen in weiten Teilen Bayerns, mancherorts begleitet von heftigen Gewittern, ist klar: Im Freistaat hat es bisher keine flächendeckenden Schäden gegeben. Hier und da traten Bäche und kleine Flüsse über die Ufer, im Oberallgäu geriet ein Hang ins Rutschen. Über ernsthaft Verletzte war den Einsatzkräften zunächst nichts bekannt, sie meldeten allerdings wassergefüllte Keller und durch Äste blockierte Straßen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hob am Samstagvormittag seine Unwetterwarnung vor extrem heftigem Starkregen auf. In der Nacht zu Sonntag sollte sich die Lage vielerorts beruhigen.

Bis Sonntag dürfte nur noch der Südosten des Landes von starken Niederschlägen betroffen sein, sagte ein Meteorologe in München. Er nannte ein Gebiet zwischen dem Chiemsee, Waging am See und Berchtesgaden. Hier könne es noch heftig regnen. Überflutungen, Sturzbäche und Murenabgänge seien weiter möglich. Hochwasser an kleinen Flüssen seien bayernweit weiter denkbar, an den größeren Strömen wie Inn oder Donau aber eher unwahrscheinlich.

Seit Freitag hatten besonders die Feuerwehren im Freistaat allerhand zu tun. In Niederbayern kam es auf einzelnen Bundesstraßen zu Aquaplaning und kleinen Unfällen.

Der DWD hatte am Freitag vor Starkregen und Erdrutschen vor allem im Süden gewarnt. „Von Freitag 8 Uhr bis Samstag 8 Uhr wurden in der Spitze bis zu 100 Liter pro Quadratmeter erreicht“, sagte der Meteorologe. Vor allem am Alpenrand, in Schwaben und Mittelfranken habe es heftig geregnet. Teilweise sei mehr Regen gefallen als normalerweise in einem ganzen Monat. Die Waldbrandgefahr sei nun erstmal weitgehend gebannt, von Dienstag an steige sie aber vor allem in Unterfranken wieder.

Bei Markt Oberstdorf im Landkreis Oberallgäu gab es in der Nacht zu Samstag einen Hangrutsch. Verletzt wurde niemand, wie die Polizei mitteilte. Erde fiel auf eine Straße, verbreitete sich über einen kleinen Bach und einen Parkplatz. Insgesamt war eine Fläche von 10 mal 30 Metern mit Erde bedeckt. Die Straße zum Gemeindeteil Tiefenbach wurde von der Feuerwehr gesperrt.

Der Dauerregen ließ den Wasserstand vieler Flüsse ansteigen. Betroffen waren vor allem die Gebiete der kleineren südlichen Zuflüsse zur oberen Donau, der Altmühl, am Oberlauf von Iller und Lech, der bayerischen Bodensee-Zuflüsse und das Inn-Gebiet, wie der Hochwassernachrichtendienst meldete. „An mittleren und größeren Flüssen, die von den Pegelmessstellen mit Meldestufen-Einteilung beobachtet werden, haben die Regenmengen bisher nur vereinzelt zu Ausuferungen geführt.“ Wegen der sehr dynamischen Wetterentwicklung seien Hochwasser allerdings schwer vorhersagbar.

Heftiger Regen hatte bis in die Nacht zu Samstag in Vorarlberg in Österreich ebenfalls zahlreiche Straßen und Ortsteile überflutet. Keller und Garagen liefen mit Wasser voll, Unterführungen wurden geflutet, wie Polizei und Feuerwehr mitteilten. Teilweise gab es Erdrutsche. Verletzt wurde demnach niemand.

Update, 10.03 Uhr - DWD hebt Unwetterwarnungen teilweise auf

Der Deutsche Wetterdienst hat die in der Nacht ausgegebenen Unwetterwarnungen vor extreme heftigem Starkregen um 10 Uhr am Samstagmorgen wieder aufgehoben. Für den südlichen Landkreis Rosenheim gilt noch bis Mitternacht eine Warnung der Stufe 2 vor Starkregen. Es werden Niederschlagsmengen bis 30 l/m² in sechs Stunden erwartet.

Für die Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land warnt der DWD noch bis 15 Uhr vor ergiebigem Dauerregen. Es werden Niederschlagsmengen zwischen 50 l/m² und 80 l/m² erwartet.

Für den nördlichen Landkreis Mühldorf und den Landkreis Altötting erwartet der DWD Starkregen mit Niederschlagsmengen zwischen 20 l/m² und 30 l/m² in sechs Stunden.

Die Unwetterlage in der Region am 20. August um 10 Uhr.

Update, 9.18 Uhr - Vorerst keine Hochwassergefahr für Traunstein

Trotz Dauerregen bleibt der Pegel der Traun unter der Meldestufe 1. Noch regnet es weiter, aber die Stadt Traunstein scheint in der aktuellen Wetterlage glimpflich davonzukommen: der Pegel der Traun (Messstelle Hochberg) lag um 8.30 Uhr bei 77 Zentimeter (www.hnd.bayern.de) und erreicht bisher nicht einmal den Pegel der Meldestufe 1 (1,80 Meter).

Bei der Stadt Traunstein ist man erleichtert, dass es zu keiner Hochwasserlage gekommen ist. Dennoch wird man die Entwicklung weiter im Auge behalten.

Für die Bevölkerung besteht vorerst keine Gefahr mehr.

Update, 7. 20 Uhr - Erneute Warnung vor Stark- und Dauerregen

Der Deutsche Wetterdienst hat in der Nacht auf Samstag erneut eine Warnung der Stufe 4 von 4 für den Raum Südostbayern ausgegeben. Es besteht die Gefahr des Auftretens von extrem heftigem Starkregen. Die Warnung gilt für die Landkreise Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land und Teile des Landkreises Mühldorf. Die Warnung ist vorerst bis 10 Uhr gültig.

Freitag, 19. August

Update, 21.34 Uhr - Erste Pegel in Bayern erreichen Meldestufe 1

Die ergiebigen Niederschläge in Bayern schlagen sich langsam auch in den Pegeln der größeren Bache und Flüsse nieder. Wie Himmel im SüdOsten berichtet, haben die Stationen des DWD am heutigen 19. August bis zum Abend teilweise an die 100 Liter gemessen. Aber auch weniger kann schon für Überschwemmungen sorgen. Aus Kehlheim wurden am Nachmittag solche bereits nach 45 Litern gemeldet.

Das spiegelt sich auch an steigenden Flusspegeln. Wie der Hochwassernachrichtendienst Bayern (HND) meldet, haben die Paar bei Mühlried südlich von Ingolstadt und die Murach bei Fronhof nordöstlich von Schwandorf in der Oberpfalz die Meldestufe 1 überschritten.

Auch gibt der HND für manche Pegel Prognosen heraus, die den Wahrscheinlichen Verlauf der nächsten Stunden abbilden. Demnach könnte das Wasser bis morgen Abend auch in Kehlheim an der Donau ankommen und die Meldestufe 1 erreichen.

Update, 21.03 Uhr - Weiter Unwetter in Österreich: Überschwemmungen in Vorarlberg

Bei Unwettern im Westen Österreichs ist es am Freitagabend zu Überschwemmungen gekommen. Im Bundesland Vorarlberg waren Straßen in der Nähe von Bregenz am Bodensee überflutet, wie auf Bildern zu sehen war. Wie der Sender ORF berichtete, war die Feuerwehr bereits in der Nacht auf Freitag häufiger in der Region im Einsatz, unter anderem wegen überfluteter Keller. Wegen des andauernden Regens seien am Freitag mehrere Unterführungen und Straßenstücke überflutet - auch Zugverbindungen seien betroffen.

Auf deutscher Seite am Bodensee staute sich der Verkehr wegen Straßensperrungen in Richtung Vorarlberg. Von Überflutung konnte die Polizei in Lindau am Abend jedoch zunächst nichts berichten.

Zuletzt hatten schwere Unwetter in Österreich fünf Menschenleben gefordert und den Verkehr im Süden des Landes lahmgelegt.

Update, 19.12 Uhr - DWD hebt Warnung vor Dauerregen im Kreis Mühldorf auf

Der DWD hat die Warnung vor ergiebigem Dauerregen im Landkreis Mühldorf aufgehoben. Das teilten die Wetterexperten am Freitagabend gegen 19 Uhr mit.

Weiterhin gültig ist die Warnung allerdings noch für die Kreise Altötting, Traunstein, Rosenheim, Berchtesgadener Land und für die Stadt Rosenheim.

Update, 18.37 Uhr - DWD stuft Warnungen zurück

Soeben hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) die Unwetterwarnungen vor schwerem Gewitter der Stufe drei von vier für die Landkreise Rosenheim und Traunstein zurückgestuft. In den beiden Landkreisen gilt neben der Unwetterwarnung vor ergiebigem Dauerregen nun lediglich jeweils noch bis 20 Uhr eine Amtliche Warnung vor starkem Gewitter (Stufe zwei von vier).

Dennoch muss die komplette Region weiterhin und noch bis Samstagnachmittag (20. August) mit Hochwassergefahr nach Dauerregen rechnen, so die Experten des DWD.

Update, 17.16 Uhr - Jetzt auch Warnungen vor schweren Gewittern für Teile der Region

Nach den Warnungen vor ergiebigem Dauerregen für die komplette Region hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) nun für die Landkreise Rosenheim und Traunstein auch noch eine Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter veröffentlicht. Die Warnung der Stufe drei von vier gilt vorerst bis 19 Uhr.

„Von Süden ziehen Gewitter auf. Dabei gibt es heftigen Starkregen mit Niederschlagsmengen zwischen 25 Liter pro Quadratmeter und 40 Liter pro Quadratmeter pro Stunde sowie Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 75 km/h (21m/s, 41kn, Bft 9) und Hagel“, schätzen die Wetter-Experten die Situation ein.

Update, 15 Uhr - DWD stuft Unwetterwarnung von vier auf drei runter

In den südlichen Teilen der Landkreise Rosenheim und Traunstein, sowie der kreisfreien Stadt Rosenheim wurde die Unwetterwarnung, die seitens des DWD ausgestellt wurde, von vier auf drei zurückgestuft. Diese gilt demnach im Kreis Rosenheim bis Samstag (20. August) 8 Uhr. Im Kreis Traunstein wiederum etwas länger bis 15 Uhr.

Update, 12.18 Uhr - Traunstein richtet Krisenstab für den Ernstfall ein

In eine Pressemeldung informierte die Große Kreisstadt Traunstein, dass sich am Freitag unter der Leitung der zweiten Bürgermeisterin Burgi Mörtl-Körner ein Kristenstab zum möglichen Hochwasser im Rathaus getroffen habe.

Nach den aktuellen Unwetter-Warnungen könnte es ab Freitag (19. August) bis Samstagabend (20. August) zu einem Starkregenereignis kommen. Dies hätte zur Folge, dass der Pegel an der Traun (Hochberg) die höchste Meldestufe 4 erreichen könnte. Die Meldestufe 4 beginnt ab einem Pegel von drei Metern. Dieser wurde in Traunstein zuletzt bei den Hochwassern in 2002 und 2013 überschritten.

Im Rathaus, im städtischen Bauhof, im Bauamt sowie bei der Feuerwehr und der Pressestelle haben sich die Mitarbeiter auf einen eventuellen Einsatz vorbereitet. Burgi Mörtl-Körner appelliert an die Bürgerinnen und Bürger: „Bitte treffen Sie die notwendigen Vorkehrungen. Wir hoffen alle, dass es nicht so schlimm wird, aber lieber sind wir gut vorbereitet und für den Hochwasser-Fall gerüstet. Bitte informieren Sie sich bei den aktuellen Wetter- und Nachrichtenportalen über die aktuelle Situation.“

Update, 9.57 Uhr - „Nordstaulage“ an den Alpen bringt Dauerstarkregen

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Dauerstarkregen am Alpenrand. Dabei ist im Laufe des Freitags und Samstags „extrem ergiebiger Dauerregen“ zwischen 50 und 140 Litern pro Quadratmeter innerhalb von 48 Stunden möglich, verstärkt durch Gewitter. Das teilte der DWD am Freitag mit. Auch im restlichen Altbayern könnte es demnach mit Mengen zwischen 50 und 80 Litern pro Quadratmetern anhaltend stark regnen. Das Bayerische Rote Kreuz setzte vorsorglich die Luftrettung der Wasserwacht in erhöhte Bereitschaft.

Auslöser ist laut Wetterdienst ein Höhentief, das im Laufe des Tages vom Bodenseeraum aus über den Süden Bayerns zieht.

Vor allem kleinere Gewässer könnten deswegen innerhalb kurzer Zeit stark ansteigen und über die Ufer treten, teilte der bayerische Hochwassernachrichtendienst auf seiner Webseite mit. „Regional können auch größere Regionen von Hochwasser betroffen sein.“

Auf Grund der „sehr dynamischen Wetterentwicklung“ war am Vormittag noch unklar, wo genau Bäche und Flüsse über die Ufer treten könnten. „Das Risiko, von ergiebigem Starkregen getroffen zu werden, nimmt jedoch Richtung Süden und Osten zu“, schrieben die Hochwasserfachleute.

Das Bayerische Rote Kreuz hat für die Luftretter der Wasserwacht Alarmstufe 1 von 3 angeordnet, wie ein BRK-Sprecher mitteilte. Die „Air Rescue Specialists“ sind Einsatzkräfte, die mit einem Hubschrauber über das Einsatzgebiet geflogen werden und verunglückte oder hilflose Menschen retten können. Zuletzt waren die Luftretter der bayerischen Wasserwacht laut BRK beim Ahrtal-Hochwasser in Rheinland-Pfalz im Einsatz.

Update, 7.08 Uhr - Höchste Warnstufe: Heftige Unwetter in Bayern erwartet

In zahlreichen Landkreisen Südbayerns wird angesichts hoher erwarteter Niederschlagsmengen am Freitag und Samstag vor Hochwasser gewarnt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) ruft auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Aufenthalte im Freien zu vermeiden.

Der DWD rechnet in weiten Teilen Ost- und Südbayerns mit starken Unwettern. Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz, Oberstdorf, Miesbach und der südliche Landkreis Rosenheim müssen sich auf extreme Unwetter einstellen: Hier gilt laut DWD die Warnstufe 4. Die Warnung gilt aktuell (Stand Freitag, 6.53 Uhr) von Freitag 6 Uhr bis Samstag 8 Uhr.

Auch für die übrigen Landkreise der Region hat der DWD eine Warnung ausgesprochen, hier gilt Warnstufe 3. Die Warnung gilt in den Landkreisen Mühldorf, Altötting, Traunstein und Berchtesgadener Land von Freitag 12 Uhr bis Samstag 15 Uhr. Außerdem weist der DWD auf die Gefahr von Überflutungen von Kellern und Straßen sowie von örtlichen Überschwemmungen an Bächen und kleineren Flüssen hin. Das Traunsteiner Wasserwirtschaftsamt hat bereits am Donnerstag auf das drohende Hochwasser reagiert und ab Freitagvormittag alle Unterführungen an den Rad- und Wanderwegen entlang der Traun zu sperren (siehe Update, Donnerstag 15.15 Uhr).

Schwere Unwetter bereits am Donnerstag

Schon am Donnerstagabend (18. August) kam es in Teilen Oberbayerns zu einzelnen unwetterartigen Gewittern mit lokal heftigem Starkregen. Angekündigt waren bis zu 40 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit, außerdem Hagel und Windböen. Auf Facebook berichtet die Weilheimer Feuerwehr von zahlreichen vollgelaufenen Kellern und überfluteten Straßen.

Auch in Österreich, Italien und Frankreich kam es Donnerstag zu teils schweren Gewittern. Dabei starben in Österreich fünf Menschen, darunter auch zwei Mädchen (4 und 8 Jahre alt). Bei heftigen Unwettern in Italien und Frankreich (Korsika und in der Toskana) sind acht Menschen ums Leben gekommen.

Donnerstag (18. August):

Update, 16.32 Uhr – Unwetterwarnung für die Region: DWD ruft höchste Stufe aus

Am Donnerstagnachmittag (18. August) veröffentlichte der Deutsche Wetterdienst (DWD) nun eine Unwetterwarnung für die komplette Region. In den südlichen Teilen der Landkreise Rosenheim und Traunstein sowie für die kreisfreie Stadt Rosenheim rufen die Experten sogar die höchste Warnstufe aus.

„Es tritt extrem ergiebiger Dauerregen wechselnder Intensität auf. Dabei werden Niederschlagsmengen zwischen 80 Liter pro Quadratmeter und 140 Liter pro Quadratmeter erwartet“, heißt es seitens der Wetterexperten. Die Warnung gilt vorerst von Freitag (19. August), 6 Uhr, bis Samstag (20. August), 8 Uhr.

Weniger heftig soll es die nördlichen Teile der Landkreise Rosenheim und Traunstein sowie die Kreise Mühldorf am Inn, Altötting und das Berchtesgadener Land treffen. Hier rief der DWD die Stufe drei von vier aus und warnt vor ergiebigem Dauerregen. Dabei muss mit Niederschlagsmengen zwischen 50 und 80 Liter pro Quadratmeter gerechnet werden. In diesen Teilen ist die Warnung zwischen Freitag, 6 Uhr, und Samstag, 15 Uhr, gültig.

„Infolge des Dauerregens sind unter anderem Hochwasser an Bächen und kleineren Flüssen sowie Überflutungen von Straßen möglich. (Details: www.hochwasserzentralen.de). Es können zum Beispiel Erdrutsche auftreten. Schließen Sie alle Fenster und Türen“, empfehlen die Wetterexperten.

Update, 15.15 Uhr – Wegen Hochwassergefahr: Stadt Traunstein sperrt Unterführungen an der Traun

Das Wasserwirtschaftsamt Traunstein informierte am Nachmittag darüber, dass aufgrund der aktuellen Prognosen des DWD die Vorwarnung einer Hochwassergefahr für die Landkreise Traunstein, Berchtesgadener Land und Altötting ausgestellt wurde. Nach derzeitigen Schätzungen des Wasserwirtschaftsamtes kann nicht ausgeschlossen werden, dass an den Flüssen die Meldestufe 4 von 4 erreicht wird. Zudem können die Böden aufgrund der wochenlangen Trockenheit so gut wie keinen Niederschlag aufnehmen. Es muss daher mit erhöhtem Oberflächenwasser gerechnet werden.

Bei der Vorhersage gibt es laut Wasserwirtschaftsamt noch große Unsicherheiten, jedoch muss mit einem Hochwassergeschehen gerechnet werden. Die Vorwarnung des Wasserwirtschaftsamtes nimmt die Stadt Traunstein nun zum Anlass, am Freitagvormittag (19. August) vorsorglich alle Unterführungen an den Rad- und Wanderwegen entlang der Traun zu sperren

Erstmeldung, 11.11 Uhr

Am Donnerstagvormittag (18. August) schickte der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine Vorwarnung, dass ab Freitagfrüh (19. August) schauerartiger, teils mit Gewittern durchsetzter Regen einsetzen werde, der mit Unterbrechungen bis Samstagvormittag (20. August) anhalte. Dabei werden in der Fläche Mengen von 30 bis 60 Liter pro Quadratmeter in 24 Stunden erwartet. Gebietsweise muss mit deutlich höheren Mengen zwischen um 80, lokal um 100 Liter pro Quadratmeter gerechnet werden. Bei konvektiven Umlagerungen sind diese Mengen auch in kürzerer Zeit möglich.

Von dieser Vorwarnung betroffen ist die ganze Region um die Landkreise Rosenheim, Traunstein, Mühldorf am Inn, Altötting und Berchtesgadener Land, wie rosenheim24.de bereits im exklusiven Wetterbericht für die Region berichtet hatte. Allerdings sei dies nur eine Vorabinfo zur bevorstehenden Unwetterlage. Konkrete Warnungen werden allem Anschein nach noch im Laufe des Donnerstagnachmittags herausgegeben, heißt es weiter.

Hinweis auf mögliche Gefahren:

  • Bei Blitzschlag besteht Lebensgefahr! Vereinzelt können zum Beispiel Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden.

  • Achten Sie auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände. Überflutungen von Kellern und Straßen sowie örtliche Überschwemmungen an Bächen und kleinen Flüssen sind möglich. Es können zum Beispiel Erdrutsche auftreten.

  • Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern Sie Gegenstände im Freien!

  • Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen!

  • Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!

mck

Kommentare