Tod durch Kopfschuss - Prozess im Februar

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Das Opfer.

Traunstein/Edling - Ein 48-jähriger Türke wird verdächtigt, einen 52-jährigen Landsmann im März 2010 mit einem Kopfschuss getötet zu haben. Im Februar muss er sich nun vor Gericht für die Tat verantworten.

In der der Nacht auf den 14. März wurde der 52-Jährige Osman Saracuz in einem Graben neben der Kreisstraße RO42 schwer verletzt aufgefunden. Einen Tag später erlag er seinen schweren Kopfverletzungen. Wie sich wenig später herausstellte, wurde er das Opfer eines Verbrechens. Sofort wurde eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt. Die Spuren führten zu einem 48-jährigen Landsmann des Toten. Er muss sich ab 15. Februar wegen Mordes vor dem Schwurgericht Traunstein verantworten.

Die Tatnacht

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Der 52-Jährige Münchner Osman Saracuz hielt sich in der Nacht von Samstag zum Sonntag (14. März), ziemlich genau um 23 Uhr, noch in München-Giesing nahe des Lokales „Sansatu“ in der Sankt Bonifatius Straße auf. Gleich im Anschluss war er möglicherweise noch im Bereich des Rosenheimer Platzes.

Um 0.20 Uhr wurde Saracuz dann bereits von einem Autofahrer an der Kreisstraße RO 42, zwischen Edling bei Wasserburg und Albaching etwa zwei Kilometer hinter Edling, schwer verletzt aufgefunden. Der Mann lag bewusstlos und mit einer stark blutenden Kopfwunde, sichtbar für vorbeifahrende Autofahrer, neben der Fahrbahn. Der Mann starb in den frühen Morgenstunden im Krankenhaus Wasserburg.

Die Fahndung

Nachdem klar war, dass Saracuz das Opfer eines Verbrechens geworden war, begann die Polizei mit der Fahndung nach dem Täter. Die Polizei veröffentlichte mögliche Fahrtstrecken. Darüber hinaus wurden 1000 Plakaten, in deutscher und türkischer Sprache, in der ganzen Gegend aufgehängt. Nur fünf Tage später wurde dann bereits der 48-jährige Tatverdächtige verhaftet.

Die Hintergründe

Hier wurde Osman Saracuz gefunden.

Zu den Hintergründen der Tat ist bislang erst wenig bekannt. Wie Medien berichten, war der 48-jährige Angeklagte Vorsitzender in einem türkischen Unterstützungsverein und soll es im Rahmen seiner Tätigkeit mit den Finanzen nicht so genau genommen haben. Dadurch soll dem Verein ein Schaden in fünfstelliger Höhe entstanden sein. Dem 52-jährigen Opfer sollen diese Unregelmäßigkeiten aufgefallen sein, die er anschließend bei einer Sitzung des neuen Vorstands - die für den 14. März angesetzt war - darlegen wollte. Soweit kam es aber nie. Saracuz wurde in der Nacht zuvor auf brutale Art und Weise getötet.

Mord bei Edling: Suchaktion

Der 48-Jährige soll mit Saracuz in der Nacht zum 14. März in die Gegend zwischen Edling und Albaching gefahren sein. Anschließend stiegen beide aus dem Auto aus. Dabei soll der Tatverdächtige plötzlich eine Waffe gezogen haben und Saracuz in den Kopf geschossen haben. Um die genauen Umstände der Tat zu klären, findet nun ab dem 15. Februar ein Prozess vor dem Traunsteiner Schwurgericht statt.

Quelle: rosenheim24.de

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