Drei Tote und sieben Schwerverletzte bei Unfällen

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München/Nürnberg - Drei Menschen sind am Wochenende bei zwei schweren Verkehrsunfällen auf Bayerns Straßen ums Leben gekommen. Mindestens sieben weitere wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt.

Bei Simbach am Inn (Landkreis Rottal-Inn) kam am Sonntagmorgen ein Campingbus vermutlich wegen überhöhter Geschwindigkeit von der Straße ab und prallte gegen einen Baum. Der 19 Jahre alte Fahrer wurde eingeklemmt, die weiteren sechs Insassen wurden aus dem Fahrzeug geschleudert. Der Fahrer und eine 32 Jahre alte Frau starben noch an der Unfallstelle. Ein 46 Jahre alter Mann und vier Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren wurden mit schwersten Verletzungen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Ihr Zustand sei kritisch, berichtete die Polizei. Alle sieben Insassen stammen aus Österreich. Sie waren auf dem Heimweg von einer Zeltparty im Raum Rottal-Inn. Der Kleinbus sei “regelrecht an einem Baum zerschellt“, hieß es. Den Ermittlungen zufolge war der Fahrer in einer auf 60 Kilometer in der Stunde beschränkten leichten Linkskurve auf das Bankett geraten. Anschließend übersteuerte er das Fahrzeug. Dadurch geriet er ins Schleudern und prallte mit dem Dach gegen eine zwei Meter von der Straße entfernt stehenden Baum. Der zum Campingfahrzeug umgebaute Kleinbus verfügte ersten Erkenntnissen nur über zwei Sicherheitsgurte. Der 19-Jährige Fahrer besaß keinen Führerschein.

Bereits am Samstag starb im Landkreis Bamberg eine 48-Jährige Frau bei einem Unfall mit ihrer 18-Jährigen Tochter. Die Fahranfängerin war mit ihrem Wagen in der Nähe von Schlüsselfeld in einer Linkskurve ins Schleudern geraten. Das Auto krachte in den Straßengraben und überschlug sich mehrmals. Dabei wurde die Mutter der Fahrerin, die auf dem Beifahrersitz saß, aus dem Wagen geschleudert. Die 48-Jährige starb wenig später im Krankenhaus. Die Tochter überlebte den Unfall. Warum die Fahranfängerin mit dem Wagen ins Schleudern geriet, war zunächst unklar.

Unerwartet ruhig verlief am Samstag die erste Urlauberreisewelle auf den Fernstraßen in Bayern. Die Autofahrer aus Berlin, Brandenburg, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern kamen auf ihrem Weg in den Süden trotz lebhaften Verkehrs ohne nennenswerte Störungen voran, berichtete das Verkehrslagezentrum in Rosenheim.

dpa

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