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Prozessbeginn am Mittwoch in München

Brutaler Doppelmord in Höfen: Akten verraten erschütterndes Detail

Doppelmord in Höfen: Staatsanwaltschaft will bald Anklage erheben
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Doppelmord in Höfen: Mittwoch beginnt der Prozess

Höfen/Königsdorf - Das Verbrechen erschütterte die Idylle im oberbayerischen Weiler Höfen: Aus Habgier sollen drei Männer eine wohlhabende Witwe brutal zugerichtet und zwei Senioren getötet haben. Der Prozess um das abscheuliche Verbrechen beginnt am Mittwoch.

Der Prozess um den zweifachen Raubmord von Höfen bei Königsdorf beginnt am Mittwoch. Das Landgericht München II hat dafür 17 Verhandlungstage bis Anfang September angesetzt, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte. Die Staatsanwaltschaft wirft den vier Angeklagten aus Polen Mord, erpresserischen Menschenraub und besonders schweren Raub vor. Motiv: Habgier.

Pressemitteilung Oberlandesgericht MünchenBrutaler Mord offenbar nur aus reiner Geldgier

Pressemitteilung Oberlandesgericht München

Brutaler Mord offenbar nur aus reiner Geldgier

Die drei angeklagten Männer im Alter von 25 und 44 Jahren sollen in der Nacht vom 22. auf den 23. Februar 2017 in das Haus einer damals 76-Jährigen in Höfen in der Gemeinde Königsdorf eingedrungen sein. Sie sollen die Hausbesitzerin, eine gleichaltrige Besucherin und einen 81-jährigen Bekannten brutal überfallen haben, um Bargeld in fünfstelliger Höhe, Schmuck sowie Wertgegenstände zu stehlen. Die vierte Angeklagte, die 50 Jahre alte Schwester eines der Männer, soll ihnen den Tipp zu dem Raubzug gegeben haben. Die Frau hatte im Jahr zuvor als Pflegekraft in dem Haus gearbeitet und kannte somit die Verhältnisse.

Bilder vom Tatort in Königsdorf

"Leben und leben lassen" steht am 26.02.2017 auf einer Tafel an einem Maibaum neben dem Haus in Höfen. © picture alliance / Andreas Geber
Ein Polizeiauto steht am 26.02.2017 auf einem Feldweg hinter dem Haus in Höfen. © picture alliance / Andreas Geber
Polizeiautos und ein Polizist stehen am 26.02.2017 in der Zufahrtstraße zu dem Haus in Höfen © picture alliance / Andreas Geber
Ein Mitarbeiter der Spurensicherung steht am 26.02.2017 vor einem Haus in Höfen bei Königsdorf im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen (Bayern), in dem zwei Menschen getötet und eine weitere Person schwer verletzt wurden. Sie sind offenbar Opfer von Einbrechern geworden, wie die Polizei mitteilte. © picture alliance / Andreas Geber
Polizisten gehen am 26.02.2017 über einen Feldweg hinter einem Haus in Höfen bei Königsdorf im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen (Bayern), in dem zwei Menschen getötet und eine weitere Person schwerst verletzt wurden. Sie sind offenbar Opfer von Einbrechern geworden, wie die Polizei mitteilte. © picture alliance / Andreas Geber
Ein Polizist betritt am 26.02.2017 das Grundstück eines Hauses in Höfen bei Königsdorf im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen (Bayern), in dem zwei Menschen getötet und eine weitere Person schwer verletzt wurden. Sie sind offenbar Opfer von Einbrechern geworden, wie die Polizei mitteilte. © picture alliance / Andreas Geber

Nach dem Überfall ließen die Täter ihre Opfer hilflos zurück. Die beiden Gäste der Hausbesitzerin starben vermutlich noch in der Tatnacht. Nur die Hausherrin überlebte - sie wurde erst drei Tage später gefunden und schwebte damals in akuter Lebensgefahr.  Wie unser Partnerportal merkur.de berichtet, sollen an ihrem Körper bereits erste Anzeichen von Gewebe-Zerfall bemerkbar gewesen sein. 

Nur langsam erholte sie von ihren Verletzungen und konnte sich zunächst so gut wie nicht an den Überfall erinnern. Nach der aktuellen Aktenlage sei damit zu rechnen, dass die Staatsanwaltschaft – sollte sich die Anklage bestätigen – für die drei Männer neben lebenslanger Haft auch die Zuordnung der besonderen Schwere der Schuld fordere, so merkur.de.

"Schockierende, für die Region einmalige Tat"

Die Beute der Tat sollen sich alle vier Beschuldigten geteilt haben. Sie sitzen in Deutschland in Untersuchungshaft.

Der grausame Überfall, der auch in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ aufgerollt wurde, hatte die Menschen im bayerischen Oberland erschüttert. Die Polizei sprach von einer „schockierenden und sehr brutalen Tat, die für die Region einzigartig ist“.

mh mit Material der dpa

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