Fahndung: "Sichtungen sind zurückgegangen"

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Rosenheim - Von dem mutmaßlichen Doppelmörder Franz Müller fehlt weiterhin jede Spur. "Die Sichtungen aus der Bevölkerung sind in den letzten Tagen zurückgegangen," berichtet ein Sprecher des Polizeipräsidiums.

Seit zwei Wochen ist die Polizei nun auf der Suche nach dem mutmaßlichen Doppelmörder Franz Müller. Aber bislang fehlt noch jede Spur von dem 48-Jährigen. "Am Wochenende gab es keine größeren Fahndungsaktionen mit der Bereitschaftspolizei," so ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. "Die Sichtungen aus der Bevölkerung sind auch etwas zurückgegangen."

Ende der vergangenen Woche startete die Polizei einen Aufruf an frühere Kontaktpersonen von Franz Müller. Sie erhoften sich dadurch, nähere Informationen zu bevorzugten Aufenthaltsorten, Freizeitinteressen und sonstige Aktivitäten des Franz Müller. "Bislang wurde nur die Vermutung bestätigt, dass Müller ein Einzelgänger ist, der wenig soziale Kontakte pflegte," so der Sprecher.

Dringend des Doppelmords verdächtig ist Franz Müller, dem die Polizei zwar seit Tagen auf den Fersen ist, den sie aber bislang nicht dingfest machen konnte. "Die Ermittlungen laufen in gleicher Intensität weiter, wir gehen allen Hinweisen nach", erklärte gestern ein Sprecher der Polizei. Wie lange der hohe personelle Aufwand bei der Suche nch Müller noch beibehalten werde, hänge jedoch auch davon wie, wie viele Hinweise aus der Bevölkerung es noch zu verfolgen gelte. Im Moment würden sich die Bürger noch fleißig an der Suche nach Müller beteiligen, denn: "Es gibt nach wie vor Hinweise aus der Bevölkerung."

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Die "Soko Hochgern", die sich mit dem Doppelmordfall beschäftigt, ist unter Telefon 08031 / 200-3014 oder 08031 / 200-3016 zu erreichen. Vor allem Zeugen, die etwas zum Freundes- und Bekanntenkreis Müllers sagen können, bittet die Kripo um Meldung.

zip/Oberbayerisches Volksblatt

Eine Chronologie:

Der Fall Müller - eine Chronologie

Bereits unmittelbar nach Hinweiseingang und Auffindung der beiden Toten im Keller des Anwesens begann neben den umfangreichen Fahndungsmaßnahmen auch die akribische Spurensicherung durch Spezialisten der Kripo Rosenheim. Zwischenzeitlich wurden zahlreiche Spuren und Spurenträger verschiedenster Art, teils mit aufwändigen chemischen Verfahren, gesichert. In vielen Fällen bedarf es einer labortechnischen Auswertung und Begutachtung durch das gerichtsmedizinische Institut in München.

Die am Folgetag durchgeführten Obduktionen der Opfer ergaben, dass beide von dritter Seite gewaltsam zu Tode gebracht worden waren. Die Frau starb durch massive Gewalteinwirkung gegen den Kopf- und Halsbereich, der dreijährige Sohn durch Erdrosseln.

Quelle: rosenheim24.de

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