Diesmal "kein Haar in der Suppe"

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Hatte nicht immer ein gutes Verhältnis zum Bauausschuss: Georg "Bussi-Schorschi" Weiß.

Schechen - Ein Wohnhaus mit drei Wohneinheiten möchte "Bussi-Schorschi" Georg Weiß in Hochstätt errichten. Dieses Mal gibt der Bausauschuss grünes Licht!

Wenn er wegen des Event-Stadels auf seinem Betriebsgelände in Wurzach mit der Gemeinde auch im Clinch liegt, so hatten die Mitglieder des Bauausschusses grundsätzlich keine Einwände gegen den Neubau. Allerdings muss die Zufahrt noch geregelt werden, weshalb eine Entscheidung vorerst zurückgestellt wurde.

Der beantragte Neubau mit drei Wohneinheiten solle auf einem Grundstück in der Hauptstraße in Hochstätt entstehen, auf dem sich bereits der alte Pfarrhof befindet, wie Bürgermeister Hans Holzmeier in der Sitzung erläuterte. Für dieses Gebiet gebe es keinen Bebauungsplan, und es sei im Flächennutzungsplan als "Allgemeines Wohngebiet" dargestellt.

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Laut Franz Pommer, geschäftsleitender Beamter der Gemeinde Schechen, müsse sich das neue Gebäude in die Umgebung einfügen. Die Umgebungs-Bebauung bilde einen Rahmen, in dem sich das Vorhaben des Antragstellers bewegen müsse. "Rein bauplanungsrechtlich findet man bei diesem Antrag kein Haar in der Suppe. Die erforderlichen Stellplätze werden nachgewiesen und die Abstandsflächen eingehalten", sagte Pommer. Lediglich die Zufahrtssituation sei noch nicht detailliert geregelt.

Die Gemeinde habe Weiß aufgefordert, rechtzeitig bis zur Sitzung einen konkreten Vorschlag für die Zufahrt abzugeben. Doch dem sei der Antragsteller laut Holzmeier nicht nachgekommen. Nach Aussage des Bauherren habe der Planer den Lösungsvorschlag nicht mehr rechtzeitig fertiggebracht, wie Holzmeier anmerkte.

Weder die Lage noch die Breite der Stellplatz-Zufahrt von der öffentlichen Verkehrsfläche aus seien im Lageplan dargestellt. Der Rathaus-Chef wies darauf hin, dass sich in diesem Bereich der Kreisstraße eine Überquerungshilfe befinde. Die Sicherheit der Schul- und Kindergartenkinder müsse gewährleistet sein.

Nach Pommers Worten habe der Bauwerber in einem Gespräch betont, im Hinblick auf die Zufahrt flexibel zu sein. Der Antragsteller habe demnach zugesichert, von seinem Grundstück "dort rauszufahren, wo es die Gemeinde wünscht".

Der geschäftsführende Beamte schlug vor, den Antrag aufgrund seiner Unvollständigkeit zurückzustellen. Außerdem stellte Pommer die Möglichkeit in Aussicht, die Zufahrt zum Neubau im Rahmen einer gemeinsamen Ortsbesichtigung mit Straßenbauamt, Verkehrsbehörde und Polizei vor Erteilung der Baugenehmigung festzulegen.

Diese Lösung fand im Bauausschuss einhellige Zustimmung. Außerdem muss der Bezugspunkt zur Bestimmung der Höhenlage des Gebäudes vor Baubeginn vom Landratsamt Rosenheim im Einvernehmen mit der Gemeinde festgelegt werden.

Georg Weiß zeigte sich gegenüber dem OVB erfreut über die Entscheidung des Bauausschusses. "Das ist hoffentlich der Beginn einer besseren Zukunft im Verhältnis zwischen der Gemeinde und mir", sagte Weiß. Er hofft, auch die noch schwelenden Konflikte mit der Gemeinde beilegen zu können, und setzt auf den Dialog. Geht es nach ihm, findet schon bald ein Gespräch zwischen ihm und Bürgermeister Holzmeier statt, zu dem auch die Gemeinderäte eingeladen werden sollen.

Daniela Lindl (Oberbayerisches Volksblatt)

Quelle: rosenheim24.de

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